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Tritt ein in eine Welt, die durch die Laune mancher Götter ins blanke Chaos gestürzt wurde.
 
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BeitragThema: Innenstadt   So Nov 17, 2013 12:08 pm


[cf: Gasthaus]
Zexion | Gott Tsukikuro
»Vorstellung I«


Ich trat mit der Dame durch die Türe und atmete einmal tief ein. Es war zwar warm und die Luftfeuchtigkeit war auch unangenehm hoch, aber es war um einiges besser als in dem stickigen Gasthaus mit den vielen Menschen. Oder was sich da auch immer für Wesen herum trieben. Ich wartete erst einmal ein paar Herzschläge lang, bis ich mich wieder an die Luft gewöhnt hatte. Dann sah ich wieder zu meiner Begleitung. Nun, ich trug auch meine Kapuze, auch mein Gesicht war nun unkenntlich. Auch wenn sie meines schon kannte. Doch statt ihrer hellen Kleidung bevorzugte ich komplett Schwarze. Und das Leder meines Mantels war sicher kein gewöhnliches. Im Himmelsreich gab es nur das Beste vom Besten. Es ist etwas, was man auf dieser Welt nicht bekam, egal wie gut der Lederer oder Schneider sein sollte. Diese Arbeit, die ich an meinem Körper trug war die Perfektion überhaupt. Und dementsprechend teuer gewesen. Aber ich trug ihn nun schon mehrere Jahrtausende, hat sich bisher überraschend gut gehalten.

»Endlich können wir frei sprechen. Zu viele Menschen lasten wirklich auf meinen Nerven. Ich habe eine kleine Frage an euch, werte Dame. Kennt ihr euch mit den Gottheiten dieser Welt aus? Sagen euch die Namen Ascardia und Rycas etwas?« Natürlich wollte ich erst einmal wissen ob sie sich mit der Materie auskannte. Es würde keinen Sinn machen zu sagen, dass ich Zexion war und sie nichts mit dem Namen anfangen konnte. Aber wenn die Götter ihr ein wenig geläufig waren, dann würde ich es kurz machen können. Ich hatte nun wirklich nicht die Zeit mich in lange Erklärungen verwickeln zu lassen. Genau genommen könnte ich mir alle Zeit der Welt nehmen, ich bin schließlich unsterblich, aber dennoch gab es noch viel zu tun. Ich wollte die nächsten Tage nicht tatenlos verbringen. Ich brauchte eine Beschäftigung sonst würde ich verrückt werden auf dieser kleinen Welt. Wieder glitten meine Gedanken in die Vergangenheit. Acardia und Rycas... 2 Geschwister wie sie im Buche stehen könnten. Der ewige Streit zwischen Bruder und Schwester, wer nun Recht hatte und wer nicht. Der ewige Streit um das Spielzeug, der ewige Neid auf den Anderen... Er hatte selten solch kindische Götter gesehen. Wiederum anders war ihr Verhalten, wenn sie sich vertrugen. Dann waren sie wirklich sehr erwachsen. Nun gut, sind ja auch die Ältesten unter uns. Sonne und Mond... Sie würden sich wohl nie einig werden...
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BeitragThema: Re: Innenstadt   So Nov 17, 2013 11:06 pm

[cf: Gasthaus]
Tsukikuro | Zexion
»1. Post zur Quest«


Kaum war ich draußen, verfluchte ich schon je hierhergekommen zu sein. Natürlich meine mehr oder weniger nette Bekanntschaft schien durchaus interessant zu sein, doch was sollte ich in Khleom? Ich welche ich die Hitze doch so sehr mied. Nun denn, ich war hier und wartete auf den jungen Mann der älter schien als er aussah. Als er nach draußen trat verbarg er ähnlich wie ich sein Gesicht unter dem langen, dunklen Mantel. Ausnahmsweise beneidete ich nicht die wunderschöne dunkle Farbe. Ich war nicht umsonst die letzten Wochen mit diesem hellen Kapuzenmantel unterwegs, schwarz zog Wärme an während weiß oder andere helle Farbe diese abstoßen. Wie auch immer, ich wendete meinen Blick zu dem Herren, gerade als er seine Stimme erhob. Mond und Sonne, schoss es mir durch den Kopf. Nagut, ich hatte nie eine Schule oder etwas Ähnliches besucht doch Beatrice hätte schlecht darin getan mich nicht in meines Wesens Ursprung zu schulen. Und so kam es, dass ich den Namen Arcadia langsam und murmelnd aussprach, immerhin war sie jene Gottheit die ich wenigstens im Ansatz irgendwie mochte, stellte sie doch den Mond da.
Mein Blick war während meiner Überlegungen ein wenig zum Boden abgeschwifen und nun hob ich ihn wieder um den mysteriösen Mann zu betrachten. Natürlich sah ich durch die dunkle Kapuze fast nichts mehr, doch da ich seine Gesichtszüge schon zuvor gesehen hatte konnte ich sie ahnen und meinte die blauen Augen durch die Dunkelheit zu sehen. Nicht dass sie irgendwelche Emotionen vermitteln würden, dafür schien er zu geübt darin zu sein eben jene zu verbergen.
"Ich kenne durchaus die Geschichten um Idon und dessen Göttern." war meine schlichte Antwort und ich war durchaus Neugierig zu erfahren, was und wer er nun war.
Doch man wollte mir wohl nicht die Freiheit lassen dass jetzt in dieser Sekunde zu erfahren, denn eine etwas beleibtere Frau mit rudernder Gestik kam zu uns her gehetzt. Ihr Gesicht drückte Stress und Ärgernis aus, denn ihre Wangen waren rot angelaufen und ihre Augen hetzten unruhig hin und her.
Leicht kniff ich die Augen zusammen, als eben diese Frau genau in unsere Richtung kam. "Es scheint... sie will zu uns..." murmelte ich leise und fixierte die Braunhaarige Frau mit meinem Blick. 'Moment... kenn ich sie nicht irgendwoher?', meine Gedanken ratterten doch ich kam zu keinem Ergebnis, bis sie schließlich vor mir stand. Ihr langes, blaues Kleid streifte den Boden und ich musste wohl gestehen, dass ich keine Frau der Welt um Kleider beneidete, ich schätzte Praktische Klamotten wie zum Beispiel Hosen oder Mäntel.
"Sind sie nicht Wolfszahn aus den großen Wäldern Galan' Dens!", die "Frage" war weniger als eine Frage als eine Äußerung, doch ich kam nicht umhin um kurz bei diesem Namen zusammen zu zucken. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mein Ruf als Jägerin bis nach Khleom gelangt war.
"Ja." antwortete ich schlicht, vergaß dabei meinen "Partner" und musterte die Frau von oben bis unten bis es mir endlich einfiel und sich meine Augen kurz weiteten. 'Wie hatte ich ihr Gesicht vergessen können?!' schoss es mir durch den Kopf als sie bereits weiterredete mich meiner bereits gelösten Verwirrung entledige. "Ich bin Maria Linda Zinowa, sie haben einst meinem Mann gute Dienste geleistet. Er schenkte ihnen diesen Schmuck." Sie streckte die Hand in meine Richtung, dort wo mein knochener Anhänger aus meinem Ausschnitt "gefallen" war und auf dem Stoff meines Kapuzenmantels lag. In einer schnellen und eleganten Bewegung wie es einem Wolf, einem Jäger gehörte, sprang ich zurück und meine goldenen Augen glitzerten Gefährlich. Die Frau blieb wie erstarrt stehen, bis ihr wohl einfiel, wen sie vor sich hatte.
Langsam richtete ich mich auf, in etwa so "lange", wie sie sich entschuldigend Verneigte und eine Entschuldigung murmelte. "Ich schätzte derlei Geste nicht." meinte ich trocken, blieb auf der Stelle stehen und wartete, es war unverkennbar, dass Frau Zinowa nicht etwas wollte. Scheinbar fiel ihr selbst wieder ein, was sie eigentlich wollte und sofort strömten die Wörter aus ihrem Mund: "Wissen sie! Ich bin so verzweifelt! Ich kam hierher um meinen Bruder zu besuchen, einen Mann mit schwerem Herzfehlern der seine besten Tage wohl schon hinter sich hat. Und was passiert? Das Unheil sucht mich heim und entwendet mir ein wichtiges Schmuckstück!", wild fuchtelte die Frau mit den Händen, während ich dahinter den Sin suchte. 'Sie wurde bestohlen, nun gut... Aber, was soll ich jetzt tun, ihr helfen oder was?!'
"Eine Katastrophe! Ich hatte gerade Rast gemacht und dann geschah es! Ein diebisches Fien hat mich um meine Halskette beraubt! Leider ist dieses Getier viel zu schnell... und ich möchte mich nicht schmutzig machen, indem ich ihm hinterher jage. Könnten sie das Fien bitte fangen? Was sie damit anstellen bleibt ihnen überlassen... mich interessiert nur die Halskette, ohne sie kann ich einfach nicht weiter gehen! Es würde meinem Bruder schier das Herz zerbrechen, wenn er wüsste dass diese teure, seit Dekaden in den Händen der Familie liegende Halskette verschwunden ist! Ich bitte sie, helfen sie mir!" Darüber erstaunt hob ich eine Augenbraue, dachte nach und ließ so einige Momente auf eine Antwort oder gar Reaktion warten. Die Miene von Maria änderte sich in dieser Zeit alle fünf Sekunden, von Hoffnung bis hin zu Verzweiflung und Hilflosigkeit sowie unendlicher Trauer war wohl alles dabei. Was hatte ich überhaupt von so einer Aufgabe? Mit einem leisen, kaum hörbaren Seufzer griff ich zu der Kette und verstaute sie unter meinen Kleidern. Ich konnte schlecht Nein sagen. Wollte es nicht einmal, zu viel schuldete ich der Familie. Zwar hatte ich damals ihnen geholfen, doch gleichzeitig war ihr Mann der Einzige, der wusste was ich war. Mich akzeptierte und meine Jagdkunst ehrte, mir deshalb vielleicht auch jene Kette schenkte.
Mein Blick richtete sich auf die braunen Augen der Frau, fest blickte ich in ihre verzweifelten Augen wobei das Gold meiner eigenen Augen bereits entschlossen glitzerte. "Ich werde ihnen helfen. Darum sagen sie mir, Maria. Wo ist das Fien entlang geflogen?" reines Glück breitete sich auf ihrem rundlichen Gesicht aus und sie murmelte geschätzte hundert Mal das Wort "Danke" und zeigte dabei auf einen kleinen Weg, hinaus zur Stadt. "Ihr müsst diesen Weg entlang gehen zu einem großen Felsen welcher bestückt ist mit Moos. Dort saß ich, als es mir die Halskette stahl! Das Getier ist fortgeflogen vom Weg aus nach rechts geht ein winziger Pfad ab, jenen ist es gefolgt!" langsam nickte ich und wendete meinen Blick wieder zu dem Unbekannten Herren neben mir. Da ich mir zu hundert Prozent sicher war, dass er kein Mensch war -also nicht wie diese Frau vor uns- murmelte ich zu tief und zu leise für normale, menschliche Ohren: "Das Gespräch... wir müssen es wohl etwas verschieben.". Ich sah kurz zu ihm und dann wieder zur Frau, welcher ich nochmals sagte, dass ich den Auftrag übernehmen würde. Sie fügte an, dass sie hier in Gazir warten würde und verschwand dann auch schon im Gasthaus wo ich denn mysteriösen Mann kennengelernt hatte. Ich sah ihr hinterher und wartete bis ein Pärchen an uns vorbeigelaufen war, ehe ich locker zu ihm meinte: "Nun, ich weiß nicht wie hoch dein Interesse daran ist mich zu begleiten, mir deine Geschichte zu erzählen oder generell etwas zu tun zu haben. Doch ich biete dir an mich zu Begleiten. Nicht, dass ich nicht alleine zurecht kommen würde oder mich gar nach Gesellschaft sehnen würde, im Gegenteil ähnlich wie du bin ich nicht der große Freund von "Massenaufläufen" ich schätzte Ruhe und die Gesellschaft Bekannter Seelen... Doch nun denn... du hörtest mein Angebot." Ich war gespannt wie seine Antwort ausfiel. Immerhin sagte ich die Wahrheit, auch wenn ich tatsächlich nichts gegen eine Begleitung hätte. Seit dem Fest auf Luleire zerrte etwas an mir und ich konnte noch weniger als früher die Gesellschaft meiner selbst leiden, tatsächlich fehlte es mir an Gesellschaft, ich war einsam, wie eh und je... Doch jetzt umso schlimmer...
Unbewusst entwich mir ein Seufzer, während ich kurz die Augen geschlossen hatte und wieder zu der "Kapuzengestalt" neben mir sah.
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mo Nov 18, 2013 9:24 pm


Zexion | Gott | Tsukikuro
»Ärgernis«

Ich beobachtete sie, als ich meine Frage gestellt hatte. Besonders bewandert schien sie auf dem Gebiet nicht zu sein. Aber das konnte ich auch nicht erwarten. Es gab nur noch wenige Menschen, die sich wirklich mit den Gottheiten dieser kleinen Welt auseinander setzten. Auch mit denen, die im Hintergrund agierten und nicht in den Geschichtsbüchern auftraten. Jedenfalls in keiner großen Rolle. Erzählt wurde immerhin von allen Göttern. Aber natürlich wurden nur die Größten, Bekanntesten und Beliebtesten wirklich gefeiert. Zu denen wurde empor gesehen und die Menschen himmelten sie alle an. Wie lästig das sein musste andauernd irgendwelche Menschen zu haben, die sich um einen scharten. Für mich wäre es nur hinderlich. Ich war froh einer der weniger bekannten Götter zu sein. Immerhin hatte ich nicht sehr viel weniger Macht als die Anderen. Gehabt. Leise fluchte ich. Was würde ich dafür tun meine ganze Macht wieder zu haben und alle nach meiner Nase tanzen zu lassen... Es musste einen Weg geben! Es musste einen Weg geben meine Kraft wieder zu erlangen! Und ich würde diese Möglichkeit finden und nutzen. Koste es was es wolle.

Gerade als sie geantwortet hatte, dass sie die Geschichten kannte, woraus ich schloss, dass es die Geschichten um die bekannten Götter waren, was mich ausschloss, kam eine ältere Dame mit hochrotem Kopf angerannt. Leise hörte ich sie sagen, dass sie wohl zu uns wolle und schon fing sie an zu reden. Natürlich hörte ich aufmerksam zu und hob eine Augenbraue, als die Bezeichnung 'Wolfszahn' fiel. Doch schnell veränderte sich meine Miene zu einem eher genervten Ausdruck. Auf der Straße einfach so angesprochen zu werden, das mochte ich fast noch weniger als Menschenmassen. Aber eben nur fast. Während sie auf meine Begleitung einredete und ich nebenbei zuhörte, keimte eine Idee in mir heran. Wenn ich meiner Begleitung half das Problem dieser Frau zu lösen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie mir vielleicht bei meinem Problem half. Allerdings war mein Problem weitaus schwieriger als das, der Frau. Eine Halskette, gestohlen von einem Fien. Wie erbärmlich. Manchmal waren die Menschen wirklich dumm. Mir wäre das nie passiert. Aber man konnte von den Menschen ja auch nicht erwarten, dass sie so scharfsinnig und klug waren wie ein Gott. Der schon ein paar Jahrtausende auf dem Buckel hatte.

Nachdem die Frau geendet hatte sagte, zu meinem ehrlichen Erstaunen, meine Begleitung zu. Meine andere Augenbraue war nun ebenfalls auf der Höhe der Anderen. Meine Idee von gerade eben hatte auf dem hirnverbrannten Gedanken basiert, dass sie wirklich zusagen würde. Und nun DAS?! Ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte oder mich ärgern sollte. Jetzt hatten wir so einen banalen Auftrag. Das war doch bei Weitem unter meine Würde! Als ob ich mich zu einem Fien-Jäger degradieren lassen würde. Aber ich sah auch das der 'Wolfszahn' nicht sonderlich begeistert schien. Warum hatte sie den Auftrag denn angenommen, wenn es ihr gegen den Strich ging? Ich verstand es nicht, für mich war es komplett irrational. Aber ich kannte die Hintergründe auch nicht, weswegen ich meinem Ärger Einhalt gebieten musste.

Nachdem die Frau verschwunden war fragte sie mich noch ob ich sie begleiten würde. Ich dachte nicht lange nach. »Natürlich würde ich euch begleiten, edle Dame. Vielleicht kann ich euch helfen. Mir ist natürlich bewusst, dass ihr nicht auf mich angewiesen seit, dennoch sehen 4 Augen mehr als 2. Das Gespräch können wir vielleicht nebenbei führen, wenn nichts dagegen spräche?« Den leisen Seufzer hatte ich gehört, wusste ihn jedoch noch nicht ganz einzuordnen...
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mi Nov 20, 2013 9:33 pm

Tsukikuro | Zexion
»2.Post zur Quest«

Fast verrutschte mir mein eher Neutraler Gesichtsausdruck, als der Herr tatsächlich zusagte. 'Was treibt ihn nur an?', fragte ich mich sinnloserweise, da ich das lieber ihn fragen sollte. Dennoch würde ich nicht fragen, jetzt zumindest nicht. Ich hatte immerhin etwas zu erledigen... wir hatten was zu erledigen.
Ich sah in die blauen Augen und nickte kurz, ehe ich ihm noch eine Antwort gab: "Gewiss, mich interessiert... ihre 'Geschichte', wenn man es so nennen will, durchaus." Kurz lächelte ich und redete dann weiter, in meiner Stimmlage regte sich kaum ein Gefühl, außer höchstens einer gewissen Anspannung durch die Tatsache, dass "wir" etwas zu erledigen hatten. "Und bitte, duze mich doch. Ich lebe gewiss in Achtung zur Höflichkeit aber ich bin keine Königin, als das ich von mir oder wer anders von mir in der dritten Person reden sollte, solange es dir bzw. ihnen nicht missfällt würde ich das gleiche machen." Mir war natürlich von Beginn an diese "Unstimmigkeit" in der Ansprache aufgefallen, und ich mochte es zwar nicht sofort geduzt zu werden aber so, wie wir uns getroffen hatten fand ich das "Sie" ja fast schon unpassend. "Und zur Hilfe... ich könnte jetzt 'Danke' sagen, doch ich gehöre nicht zu jenen die sich dafür bedanken, entschuldige an dieser Stelle meine 'Unhöflichkeit'." ich schwieg einen Moment, ließ meinen Blick noch einen Moment auf dem Blauäugigen ruhen, ehe ich in die Richtung sah in die mich Maria Linda geschickt hatte. Der Weg war aus unbefestigten Steinen und gerade breit genug für einen mittelgroßen Heukarren oder ähnliches. Auch wenn ich bezweifelte, dass es an einem Ort wie Khleom Heu gab. Doch ich war immerhin gewohnt solcherlei Vergleiche aufzustellen, kam ich doch aus Galan 'Den.
Ich blickte wieder zu meinem "Begleiter". "Ich möchte ja nicht hetzten... obwohl doch, ich möchte Eilen denn ich möchte ungern zu viel Zeit mit dieser 'Aufgabe' verbringen, also würde ich sagen... gehen wir?" Es war weniger eine Frage als eine Aufforderung, den kaum hatte ich geendet bewegten sich meine Beine bereits in einem eleganten, sicheren Takt in Richtung des besagten Weges. Kleine Steinchen wurden von meinen Stiefeln zermahlen und man hörte das knacken dieser Steine. Doch ich achtete weniger auf die Geräusche meiner Umgebung als auf die Gerüche. Hier gab es wenige Wälder oder generell irgendwas Grünes und auch nur wenige Tierarten kamen mit dieser Hitze zurecht. Ich ja auch nicht. Ein grummelnder Ton entwich meinen Lippen bei diesen Gedanken. Ich als Wolf war hier... als Hitzeempfindlicher Wolf... Ich verlangsamte meinen Schritt da ich ein ziemlich hohes Tempo zugelegt hatte und folgte nun dem unbefestigten Weg.
'Okay Tsukikuro... Wenn es hier so wenig Tiere und Pflanzen gibt, dann... ' ich dachte einige Zeit nach bis mir endlich etwas einfiel 'Aber natürlich! Fien... riechen recht stark! Ich muss einfach nur den Geruch des Diebes finden.', unauffällig glitt mein Blick zu dem mysteriösen Mann, es wäre typisch für all jene Wesen gewesen die mich nicht kannten, mich zu beobachten. Viele taten es, alle taten es. Der Grund dafür war recht simpel, wenn man mich das Wesen des Begleiters kannte ging man die Gefahr ein in eine Falle zu tappen oder einen Wutausbruch zu erleben. Bei meinem Charakter konnte man sich sicher beides vorstellen, auch wenn man nicht wusste welcher Rasse ich angehörte. Wäre es also klug zu zeigen, dass mein Geruchsinn besonders gut war?
Nachdem ich weniger als eine Sekunde darüber nachgedacht hatte, verdrängte ich den Gedanken. Es war irrsinnig eine Fähigkeit wie diese als Indiz zu nehmen. Bis dato hatten nur zwei Personen meine Rasse erkannt ohne meine Wölfische "Seite" zu kennen. Einer der Beiden war selbst ein Werwolf gewesen und der Andere ein Bauer -Maria Lindas Mann- der sich durchaus mit Werwölfen ausgekannt hatte. Die meisten Anderen, dachten immer ich sei ein Gestaltswandler, auf jeden Fall kein Mensch... Wieder sprangen meine Gedanken, diesmal zu dem Herren der mich begleitete... wenn, diese ungewöhnliche Berührung tatsächlich seine Aura gewesen war, dann... wäre damit bewiesen, dass er kein Mensch war und nicht nur das... denn dann würde er auch zu hundert Prozent wissen, dass ich kein Mensch war.
Während ich so vor mich her grübelte ohne einen einzigen Ton von mir zu geben betrachtete ich den Boden, bis ich wie versteinert stehen blieb und eine Stelle im "Weg" musterte.
'Ist das...?' ganz langsam bückte ich mich zum Boden und betrachtete ein winziges Loch. Mit einem meiner langen, Klauenartigen Nägel strich ich über das Loch, betrachtete die Größe und die winzigen Spuren drumherum. Es war kaum sichtbar, dennoch waren um das nicht Mal Münzgroße Löchlein winzige Spuren, Spuren die winzigen Krallenkratzern glichen. Ich kannte solche Spuren. Vögel und ähnliche Tiere hinterließen sie, wenn sie nach Beeren oder ähnlichem piekten und schabten. Ich hob den Finger, denn ich an die Spur gehalten hatte zu meiner Nase und nahm den gesamten Geruch auf, wobei ich unbewusst die Augen schloss, mich allein darauf konzentrierte.
Mein scharfer Geruchssinn nahm sofort alles auf, es waren mehrere Gerüche, trockene Erde, Stein, ich roch sogar die Hitze der Umgebung und... und noch etwas, Haare, winzige Fellhärchen von Fien. Mit einer ruckartigen Bewegung erhob ich mich, den Finger immer noch vor der Nase, ehe ich ihn langsam senkte. Mein Blick wanderte zum Boden und dann wieder zu der Kapuzengestalt an meiner Seite. "Das Fien hat nach Nahrung gesucht... Generell dürfte es für Fien schwer sein hier Nahrung zu finden... Moment, gibt es in dieser Umgebung überhaupt solche Tiere?" ich wusste es nicht, war ich doch noch nie in Khleom gewesen und ich dachte ja eigentlich, dass der Mann, auch wenn er selbst nicht so ganz "passend" schien, schon länger hier war.
Als mir so langsam bewusst wurde, dass Khleom eigentlich völlig ungeeignet war für Fien, wurde mich zugleich auch bewusst wie merkwürdig das alles war. "Wieso klaut ein Fien überhaupt eine Halskette? Die kleinen Viecher gehören nicht zu den Wesen die schnell Vertrauen fassen, sie nähern sich Humanoiden Wesen nur langsam.. zumindest die Wilden, die ICH kenne." Fast bekam ich etwas Mitleid für das Tierchen. Schien es in dieser Umgebung völlig fehl zu sein... 'Was denkst du nur Tsukikuro! Ist doch Blödsinn, ein Fien ist ein Fien und Schluss!', schaltete ich mich selbst und lenkte meinen Blick wieder auf den Weg, Tatsächlich einige Meter weiter verlief ein winziger Pfad vorbei an großen Steinbrocken und dornigen Büschen hinein ins Nirgendwo. 'Den Weg muss sie gemeint haben...', langsam lief ich wieder los, den Blick auf den Boden geheftet. Da es hier kaum Bäume gab, bezweifelte ich, dass das scheue Tierchen fliegen würde. Nein nein, die Krallen des Tieres erlaubten es ihm gut klettern zu können, bestimmt würde es sich eher auf Bodennähe bewegen, wenn nicht gar sogar wirklich "laufen". Während ich mich konzentrierte ließ ich einen kleinen Teil meines Gehirns für meinen Begleiter übrig, dem ich mich zumindest verbal widmete, ohne ihn dabei anzusehen sondern hauptsächlich weiter den Boden zu untersuchen. "Wie kommt es... das du mich begleitest?", die Antwort interessierte mich durchaus.
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mi Nov 20, 2013 10:58 pm


Zexion | Gott | Tsukikuro
»Beobachtungen«

Als erstes durfte ich mit Freunden entgegen nehmen, dass sie an meiner Geschichte interessiert sei. Das passte nun gar nicht zu dem Bild was ich mir bisher von ihr gemacht hatte. Ich hätte eher mit etwas härterem gerechnet. Etwa ein 'Wenn es sein muss.', oder dergleichen. Oder war es nur eine Farce und sie wollte bloß meine Sympathie? Das konnte natürlich auch sein. Nun gut, es wäre töricht mich täuschen zu wollen. Letztendlich würde ich sie in dem Glauben lassen, dass sie mich in Worte einwickeln könnte, am Ende würde ich wieder gewinnen. Aber man musste ja kein unnötiges Risiko eingehen, vor allem nicht wenn man nicht einmal wusste WAS diese Person neben mir war. Also ließ ich Vorsicht walten. Nicht zu wenig erzählen, aber auch nicht zu viel. Ausnahmsweise jedoch wollte ich bei der Wahrheit bleiben. Doch dazu später. Sie redete weiter auf mich ein. Sie sprach die Höflichkeitsfloskeln an, mit denen ich sie ansprach. Ich selbst hatte gar nicht wirklich realisiert, dass ich sie in der zweiten Person Plural angesprochen hatte. Damals war das noch normal gewesen, zur Zeit der Götter und vor allem im Himmelsreich. Dort wäre ein 'Sie' schon fast unhöflich gewesen. Dass es hier auf Idon anders ist... Daran musste ich mich erst noch gewöhnen. Doch sicher würde das langsam mit der Zeit kommen. So bot sie mir also an, dass ganze 'ge-euche' und 'ge-ihre' zu lassen und stattdessen einfach 'Du' zu sagen. Es passte mir eigentlich ganz gut in den Kram, wobei es eigentlich dem Älteren überlassen war diese Entscheidung zu fällen. Aber nun.... Wirklich alt sah ich nicht aus und woher sollte sie denn auch wissen dass ihr wirklich Uralt bin? Deswegen ließ ich es zu. »Mir würde es ebenfalls entgegen kommen zu duzen. Es spart Zeit. Also fühle dich freu auch mich mit 'Du' anzusprechen.« sagte ich, zwar nun duzend, aber immer noch in etwas gehobenerer Sprache. Man wollte ja das Niveau halten, auf dem man sich gerade bewegte. Sie sprach an, dass sie sich nicht dafür bedanken würde, dass ich ihr helfe. Was mich nicht im Geringsten verdutzte, ich hätte es auch nicht gemacht.

»Ich erwarte auch keinen Dank für etwas, um dass ich nicht gebeten wurde. Im Grunde genommen erwarte ich nie Dank, also machst du nichts falsch.« entschärfte ich ihre kleine Aussage und nahm damit die Möglichkeit, dass es irgendwie provokant wirken konnte. Allerhöchstens verbittert von meiner Seite aus, was gar nicht allzu schlecht wäre. Doch jetzt einen plötzlichen Stimmungswechsel hinzulegen wäre auffällig. Es brauchte immer eine Schlüsselsituation um die Grundstimmung zu ändern. Also würde ich, wenn überhaupt, warten müssen. Doch eigentlich hatte ich das nicht vor, es war mehr ein Notfallplan, falls sich die Verhältnisse ändern sollten. Als sie los ging, ich hatte nicht mehr ganz verstanden was sie davor gesagt hatte, folgte ich ihr kommentarlos, ein wenig in Gedanken versunken. Zum Einen überlegte ich, was ich ihr alles erzählen würde. Als Wichtigstes natürlich meinen richtigen Namen und dass ich ein Gott war. Wenn sie mit dem Namen allein nichts anfangen konnte, dann würde ich ihr auch noch meine Berufung verraten. Falls sie weiter nachfragen wollen würde, würde ich ihr erzählen warum ich hier war, allerdings etwas... verschönert. Ansonsten würde es immer auf die Fragen oder die Reaktionen ankommen. Und wenn sie mir nicht glaubte, dann würde ich ihr das Buch geben, in größter Form. Zwar war es dann nicht mehr zu tragen, es würde zu schwer sein, aber immerhin hätte sie ihren Beweis.

Es war eine lang trainierte Eigenschaft von mir für alles mögliche einen Plan zu haben. Und für jede Reaktion auf jeden Plan einen weiteren Plan zu haben. Manchmal war es zwar ziemlich belastend, schließlich dachte man ununterbrochen nach, doch am Ende hatte es sich immer als nützlich erwiesen.

Die Hitze des Landes störte mich nicht. Auch wenn es nicht danach aussah, mein Mantel schirmte mich etwas vor der Wärme. Schließlich war es göttlicher Stoff. Ein paar kleine... Extras, waren da schon mit inbegriffen. Wenn es kalt war hielt der Mantel war, wenn es warm war kühlte er sich ab, als hätte er die Kälte von Hiyallfyn in sich. Wenn es dunkel war, dann passte sich der Mantel dem Schatten an. Wenn es sehr hell war, dann schien er das Licht zu schlucken und hatte eine meist beängstigende Wirkung. Aber auch so war ich nicht besonders empfindlich gegenüber extremen Temperaturen. Ich fange kaum an zu schwitzen oder zu zittern. Wir gingen weiter, während sie sich nach der Spur des Tieres erkundigte. Ich sah sie an, unauffällig, denn meine Augen waren unter der Kapuze nicht zu sehen, wenn ich es nicht wollte. Sie starrte unentwegt auf den Boden. Ich bemerkte, wie sie sich plötzlich bückte und etwas an der Erde untersuchte. Sie schien etwas gefunden zu haben, vielleicht eine Spur. Ich blieb neben ihr stehen und sah ebenfalls zum Boden. Ich sah zunächst nichts Auffälliges, bis ich jedoch einen weiteren Schritt nach vorne machte und dort hinsah, wo auch der Blick meier Begleiterin lag. Eine winzige Spur, beim vorbei Gehen eigentlich nicht zu erkennen. Sie hatte gute Augen, das musste man ihr lassen.

»Allzu sehr kenne ich mich mit der Fauna dieses Landes nicht aus. Allgemein bin ich kein Fanatiker der Tiere. Aber ich würde vermuten, dass selbst ein Fien hier überleben könnte. In der Nähe gibt es einen Wald, vielleicht ist es ja dort.« sprach ich meine Vermutungen gegenüber ihrer Frage aus. Da hatte ich doch tatsächlich eine Schwachstelle in meinem Wissen gefunden. Tiere. Sie waren mir bis jetzt ziemlich egal gewesen. Schließlich waren sie für mich uninteressant und zudem nutzlos. Jetzt hätte ich es gebrauchen können. Das bedeutete für mich, dass ich mein Buch bald wieder ergänzen konnte. Ausgezeichnet. Ignis Fatui wächst und wächst. Sie äußerte Vermutungen über den Verbleib des Fiens, wie ich es gerade getan hatte. Zudem fragte sie, warum ein Fien eine Halskette stehlen sollte, genau die gleiche Frage, die ich mir vorhin gestellt habe. Noch immer wusste ich keine Antwort, aber vielleicht würden wir es ja heraus finden, wenn wir dieses Tier einfingen oder verfolgten.

Wir gingen weiter, ihr Blick war weiterhin auf den Boden gerichtet. Währenddessen fragte sie mich, warum ich sie begleite. Es war die perfekte Frage um zu meiner Geschichte anzusetzen. Etwas Vorfreude keimte auf, die ich wieder im Keim erstickte. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter und drehte sie herum. Ich hatte mich nicht vor sie stellen wollen, damit ich keine Spuren verwischen konnte. Noch bevor sie irgendetwas hätte machen können war meine Hand wieder bei mir. Gleichzeitig hatte ich, erneut, meine Kapuze herunter gezogen und verbeugte mich tief.

»Selbst ein Gott kann hilfsbereit sein. Wenn ich mich nun vorstellen darf. Ich bin Zexion, Gott der Lügen und Intrigen und der Zwietracht.« Ich erhob mich wieder und sah mit meinen kühlen blauen Augen durch die Dunkelheit ihrer Kapuze. Nun blockierte ich etwas weniger, das Tor zu meiner Seele war offen, meine Augen sprachen Bände. Sie loderten und flackerten wie Feuer, eisiges Feuer, für einen Bruchteil wirkten sie hypnotisierend, dann ließ ich die Wirkung verfallen. Eine kleine Untermalung meiner Fähigkeiten. Nun war ich gespannt wie sie reagierte...
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mi Dez 11, 2013 11:02 pm

>1. Post als Aatraxa und mit Zexion<

Die letzten Wochen, seit ich auf diesem Kontinent angekommen war, deprimierten mich. Sie brachten mich wieder dahin, wo ich einst war als ich mich auf die Seite der Pflanzen geschlagen hatte und verbannt wurde. Hier wuchs kaum Gestrüpp und nur wenig Grün, was das Landschaftsbild in einem dreckigen gelb-braun Ton hinterließ (sofern es nicht grau von Asche war) und mir die Möglichkeit nahm mich zum Entspannen in irgendwelche Wälder zurückzuziehen. Khleom schaffte es selbst eine Gottheit an den Rande des Wahnsinns zu treiben, was es unvorstellbar machte als Mensch hier zu leben. Dennoch war es irgendwie eine besondere Erfahrung, weil es einem half sich auch an Kleinigkeiten zu erfreuen. Aber es war ja nicht nur die mangelnde Vegetation, die mich traurig stimmte - nein - es war zudem die Bevölkerung von habgierigen Bettlern und vor allen Dingen Feuermagiern mit ihrem Faible für Zerstörung, die Groll bei mir hervorriefen. Ein ekliges Volk.
Nach vielen Stationen hatten meine Füße es allerdings geschafft mich in die mittig gelegene Stadt Gazir zu tragen. Erstmal würde ich hier gucken, ob das Gleichgewicht - wie eigentlich überall in Khleom - gestört war oder ob ich in Frieden weiterziehen konnte, und in welche Richtung ich denn überhaupt weiterziehen sollte. Gazir war somit der Angelpunkt meiner Khleomreisen.

Ein Strom an Menschen drängte sich durch die Innenstadt, als ich, genervt von den ständigen Blicken auf meinen grünen Brustpanzer und das dennoch vorhandene Anrempeln (ein Zeichen mangelndem Respekts, nehm ich an), Dornen an mir wachsen ließ. Komischerweise hinderte es die Leute nicht zu schubsen und zu drängeln. Erst später verebte die Menschendichte und offenbarte mir ein klareres Bild der Umgebung, die dank menschlicher Bauten noch hässlicher war als die ortsansäßige Natur. Auf meinem Weg sprossen saftig-grüne Gräser zwischen den Lücken der Steine, die den Boden pflasterten, hervor. Fußabdrücke des Lebens im Lande des Todes.
Etwas abseits standen drei Gestalten, die alle, bis auf eine grobschlächtige Frau, zu sehr verhüllt waren, um die Gesichter zu erkennen. Irgendwie überkam mich beim Beobachten der Gruppe ein Gefühl der Vertrautheit, eine Vorahnung, dass es sich nicht um die üblichen Gäste der Innenstadt handelte - so flüsterte es auch das Gras unter meinen Fußsohlen. Furchtlos, als hätte ich meine Unsterblichkeit nie einbüßen müssen, wanderte ich auf die Personen zu, die sich selbst schon wieder in Bewegung gesetzt hatten und verweilte in Hörweite des allgemeinen Gespräches. Nicht alles kam verständlich an und allzu lange würde die Lauschaktion sowieso nicht unbemerkt bleiben, da sich immer noch alle Menschen in der Umgebung den Kopf verdrehten, um die dornige Gottheit, die ich war, anzusehen. Ich legte mir ein herzliches Lächeln und ein neugieriges 'Hallo' auf die Lippen und wartete auf die Reaktion der Person mit der merkwürdigen Aura. War es etwa ein anderer Gott?
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Fr Dez 20, 2013 12:03 am


Zexion | Gott | Aatraxa
»Wiedersehensfreude«

Ich bemerkte eine allgemeine Unruhe unter den Leuten, die hier waren. Sie schienen ihre Aufmerksamkeit auf etwas zu legen, dass es wert war ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Durch die Menschenmasse konnte ich zunächst nichts sehen, doch als ich mich auch nur ein kleines bisschen auf mein Gefühl verließ seufzte ich auf. Nicht unbedingt vor Erleichterung, eher wegen der kommenden Erschöpfung und bald vergehenden Nerven. Ein weiterer Gott. Und zu allem Überfluss, ich erkannte sie praktisch sofort, als sie näher kam, Aatraxa, die Göttin der Natur. Was, bei allen Göttern, sucht sie HIER und ausgerechnet HIER?! Diese verdammte Welt war so verdammt groß und ausgerechnet SIE musste HIER HER kommen. Ich fasste mir mit 2 Fingern kurz an die Nasenwurzeln, ein weiteres Seufzen entwich mir. Als sie dann bei uns war änderte ich mein Verhalten komplett. Ich streifte die Kapuze ab und hatte ebenfalls ein überraschtes, aber freudiges Lachen auf den Lippen. Ich musterte sie von oben bis unten und nickte anerkennend. »Aatraxa, schön wie immer, bist und bleibst wohl ein Blickfang, was?« Ich lachte ein wenig um meine Aussage etwas glaubwürdiger zu gestalten, es gelang mir. Natürlich gelang es mir, schließlich bin ich der verdammte GOTT dafür. 'Falls mich je jemand fragen sollte, ob ich mich für die Krönung der Schöpfung halte, werde ich mit Ja antworten ...' dachte ich mir und grinste ein wenig. Dann wandte ich meine Gedanken wieder meiner Mit-Göttin zu.

»Es ist schön dich wiederzusehen, es ist lange her. Damals, im Reich der Götter, hast du meine kleinen .. Aktionen, die ich mir leistete, immer mit einem Kopfschütteln quittiert, ich erinnere mich genau. Aber sag mal, was machst du hier? Solltest du nicht bei den Anderen sein und dich vergnügen?« redete ich auf sie ein. Wirklich neugierig war ich nicht. Ich konnte mir schon selbst den Einen oder Anderen Reim auf ihre Anwesenheit hier auf Idon machen, doch aus reiner ... Etikette hielt ich die Konversation am laufen. Wie man hier so schön sagte:"Man muss nur die richtigen Knöpfe drücken."
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Fr Dez 20, 2013 10:28 am

>2. Post als Aatraxa und mit Zexion<

Natürlich dauerte es nicht lange bis die vermumte Gestalt mit der komischen Aura den Blicken der restlichen Bevölkerung folgte und bei mir landete. Die erste Sekunde genügte, um ihn wieder zuerkennen. Es war also tatsächlich ein Gott und sein Name war Zexion. Lügen und Intrigen waren sein Handwerk und damit versuchte er sich schon damals im Gottesreich hochzuputschen, was Gott sei dank nicht geklappt hat. Ich war damals dort und sah ihn die Treppen hinab zur Menschenwelt gehen, unwissend, dass ich selbst folgen würde. Auch wenn Zexion vielleicht aus seinen Fehlern gelernt hatte und es nun nicht mehr bei seines gleichen probieren würde, so war er dennoch mit Vorsicht zu genießen. Zuviel Vertrauen war nicht gut in seiner Gegenwart.
Und auch, wenn mein vorbereitetes Lächeln einen Knacks bekam, blieb ich freundlich und offen. "Zexion?! Ich danke dir für die Komplimente... dennoch glaub ich, dass sich das ein oder andere graue Haar in den letzten Jahren breit gemacht hat. Idon ist ein anstrengendes Pflaster, aber wem erzähl ich das. Du lebst hier bereits länger." Ich weiß nicht, ob es die Freude war einen Gott zu sehen oder die Neugier daran, was dieser Lügner nun schon wieder ausgeheckt hatte, aber ich sagte: "Jeder hatte deine Aktionen damals mit einem Kopfschütteln abgetan, was hattest du erwartet? Aber naja, nun bin ich deinem schlechten Beispiel gefolgt und wurde ebenfalls verbannt. Was mich aber mal sehr interessieren würde, ist die Tatsache, warum du hier so verschleiert rumläufst. Hast du etwa ein Schamgefühl für deine Verbannung entwickelt oder einfach nur Dreck am Stecken und Angst von den Sterblichen gelyncht zu werden?" Mir war bewusst, dass er lügen würde, wenn er hier gerade wirklich in der Klemme stecken sollte, aber ich fragte trotzdem. "Lass uns doch ein wenig weitergehen während du mich aufklärst über dein Leben und deine Begleitung..."
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BeitragThema: Re: Innenstadt   So Dez 22, 2013 8:45 pm

Auch mein falsches, aber dennoch überzeugendey Lächeln schwächelte, als Aatraxa ihre dezent sarkastische Ausdrucksweise zum Vorschein brachte. Hier war der Beweis eindeutig: Götter waren keinesfalls Wesen, die sich untereinander immer höflich gegenüber standen. Dennoch hatte ich ihre Art und Weise mit mir zu sprechen schon immer genossen, gerade weil diese sarkastische Bemerkung mir anschließend ein ehrliches Lächeln auf die Lippen trieb, etwas, dass nur sehr selten vorkam. Sie schaffte es jedoch immer und immer wieder.

"Weder noch, Verehrteste. Ich schäme mich keineswegs. Jedoch möchte ich vermeiden, dass ich erkannt werde. Ich halte es im Grunde zwar für unwahrscheinlich, aber man kann ja nie sicher sein. Aus keinem anderen Grund, das versichere ich dir." Ein Moment, indem ich nicht log. Das konnte man sich im Kalender markieren. Ich entfernte mich mit ihr von meiner nun ehemaligen Begleitung, die Anwesenheit eines Gottes zog ich vor. "Nun, meine 'Begleitung' kannst du getrost ignorieren, sie war nichts weiter als ein Zeitvertreib. Es gibt auch so nicht viel zu erzählen. Es ist hier ziemlich langweilig. Vor allem, wenn man nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Das macht einem mit der Zeit richtig zu schaffen. Aber wie man sieht, geht es auch ohne. Natürlich gehe ich auch weiterhin meinem Handwerk nach, schließlich ist es ein wichtiges Element des Gleichgewichts, ohne Schlechtes kann es nichts Gutes geben."

Ich entfernte mich langsam aber sicher von der Frau, mit der ich bedauerlicherweise viel zu viele Minuten meines kostbaren und unendlichen Lebens vergeudet hatte. Die Menschenmassen drängten sich zwischen uns und der letzte Kontakt von mir zu der seltsamen Frau wurde abgebrochen. "Aber beantworte mir doch bitte deine Frage: Was hast du getan im hierher geschickt zu werden?"
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mo Dez 23, 2013 10:36 am

Langsam aber sicher entfernten wir uns von seiner Begleitung, ohne dass die auch nur die geringste Erklärung für sein unhöfliches Verhalten bekam. Entweder hatte er die Anwesenheit einer Gottheit viel viel mehr vermisst als ich - was eigentlich noch keine Entschuldigug für das Verhalten wäre - oder er war noch immer gemeine Gott, der er auch früher schon war. Wahrscheinlich störte ich ihn sogar gerade dabei, wie er diese armen Leute manipulierte und mit ihnen spielte, wie mit Bauern auf einem Schachbrett. In anbetracht der alles vernichtenden Menschen dieses Landes tat er sogar das Richtige, aber das würde ich ihm keinesfalls unter die Nase reiben. "Du bist ziemlich vorsichtig geworden gegenüber diesen Menschen, wenn du auf Nummer sicher gehen willst und dich deswegen unter einer Kapuze versteckst. Ich frage mich, welche Erfahrung mit den Sterblichen dich so verändert hat." Alte Erinnerungen kamen hoch, wie damals alle Götter in ihrer eigenen Welt umherschritten und nicht einer dran gedacht hatte sich vor Menschen und dergleichen zu verstecken. Im Gegenteil: Viele genossen das Baden in der Menge, die sogleich auf die Knie ging und einen mit Lob und Dank überhäuften. Selbst ein eher fieser Gott wie Zexion hatte seine Anhänger aber dennoch bevorzugte er die Sicherheit der Kapuze. "Aber keine Angst, Zexion, mein bester. Neben mir wirst du kaum auffallen.", sagte ich und aß ein schmackhaftes Blatt, welches an meinem noch immer dornigen Harnisch wuchs.
Dann redete er davon, wie er noch immer seinem Handwerk nachging und von Gleichgewicht sprach er auch, wobei ich mir nicht sicher war, ob wir hier vom selben Gleichgewicht redeten. Ich fühlte mich stets wie eine Mutter, die hinter ihren Kindern hinterher räumen musste, weil sie keine Ahnung hatten, was sie eigentlich taten. Dies traf nicht nur auf Zexion zu sondern eigentlich alle Götter, wie zum Beispiel die Gottheit der Tiere, der Jagd oder auch des Wissens. Keiner von ihnen betrachtete das Gesamtbild aber alle redeten von der Balance. Natürlich hatte er in gewisser Weise recht aber gleichzeitig war ich mir sicher, dass seine Intrigen nur die humanoiden Wesen beeinflussten und nicht die Tiere und schon gar nicht die Pflanzen. Also wo war hier von Gleichgewicht zu sprechen? Ein Seuftzer entfuhr mir bevor ich mich beim Riemen riss und lieber seine Frage beantwortete: "Es ist noch gar nicht so lange her - 50 bis 100 Jahre ungefähr - als ich mich aufgrund der Liebe zu den Pflanzen gegen die Tiere entschied und damit die Balance enorm störte. Ich hatte fast die reichhaltigen Wälder um Galan 'Den vollkommen frei von nicht-pflanzlichem Leben hinterlassen, einfach, weil sie mir zuviel bedeuten. Aber nun hab ich verstanden: Gleichgewicht erfordert Opfer."
Das Pflichtbewusstsein schaltete sich ein und zog mich raus in die kahlen Steppen und vertrockneten Wälder Khleoms, aber irgendwie genoss ich die Anwesenheit eines alten Gefährten, auch wenn es Zexion war, sehr. Mitnehmen hatte allerdings keinen Sinn, da er wahrscheinlich an Langeweile sterben würde, was zwar sicherlich guten Dünger geben würde aber doch nicht Sinn der Sache war. Ich ließ es an ihm, ob er weiter spazierengehen, eine Kneipe aufsuchen oder mich bei einem seiner Streifzüge dabei haben wollte. Seit meiner Verbannung hatte ich unentwegt gearbeitet - diese Pause hatte ich mir verdient.
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mo Dez 23, 2013 9:19 pm

Sie erzählte von ihrer Verbannung, der Grund dafür und wie lange sie schon hier war. Eigentlich ein Wunder, dass ich sie nicht schon gespürt hatte. Aber sie hatte sich vermutlich in schöneren Gefilden aufgehalten, dort, wo sie mehr ihrem Element nachgehen konnte. Ich muss allerdings zugeben, dass ich ihr Element sehr zu schätzen wusste. Sie faszinierte mich sehr. Lebewesen, die ich nicht beeinflussen konnte. Sie wuchsen und gediehen ohne sich etwas vorschreiben zu lassen. Auf eine gewisse Art und Weise ... vollkommen. Und als ich so drüber nachdachte, dass die Menschen die Natur zurück drängten, kam in mir eine alt bekannte und vergessene Wut in mir hoch. Kurz ballte ich die Fäuste, doch ich entspannte sie schnell wieder. Ich hörte ihr bis zum Ende zu.

"Ich denke meine Vorsicht ist begründet. Wir mögen zwar unsterblich sein, jedenfalls vom Alter her, aber wir sind dennoch verletzbar. Ich bin sicherlich nicht beliebt bei den Leuten hier, ich habe wirklich kein Interesse daran mit einem Messer im Rücken aufzuwachen. Aber weg von den Volk und mehr zu unseren ... Angelegenheiten. Dir liegt die Natur sehr am Herzen. Mir auch, sicher habe ich noch lange keine so enge Verbindung zu ihr wie du, aber ich weiß sie sehr zu schätzen. Vielleicht könnte ich meine Fähigkeiten nutzen im deine Interessen zu vertreten. Den einen oder anderen Herzog, Bürgermeister oder König davon 'überzeugen', mehr Rücksicht Auf die Natur zu nehmen."

Wir gingen gemächlich weiter durch die kleine Stadt. Es musste schon ein seltsamer Anblick sein. Eine vemummte Gestalt, die neben einer Dame mit Naturkleid durch die Stadt lief, das sah man nicht alle Tage.
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BeitragThema: Re: Innenstadt   So Jan 19, 2014 11:27 am

Verdutzt blieb ich stehen, als ich bemerkte, dass der hinterlistige Zexion es tatsächlich ernst meinte mit der angebotenen Hilfe. Einst hatte er Götter manipuliert und vielleicht versuchte er sich seinen Platz am Firmament dadurch zu sichern, den betrogenen Kollegen nun zu helfen. "Ich weiß nicht so recht.", sagte ich in leicht nachdenklichem Tonfall. "Ich könnte schon ein wenig Hilfe gebraucht, auch, wenn es nur um die Orientierung in diesem verlassenen Land geht, denn es ist schwer sich mit der Natur zu unterhalten, wenn sie nicht vorhanden ist. Wenn du den Weg zu einem Wald kennst, wo ich mich umsehen könnte und wo gegebenenfalls sogar Waldwesen leben, dann wäre das schon eine Entlastung." Nun entschied sich, wie hilfreich mein Gegenüber wirklich sein könnte und wollte.
Während unserer kleinen Unterhaltung pflückte ich unablässig Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren von meinem Körper, da mich der Heißhunger auf was Süßes gepackt hatte. Ein Schwank Nostalgie überkam mich zudem, weil es oftmals Trauben und Früchte in der Götterwelt gab, während wir unsere Meetings abgehalten hatten. „Wie unhöflich von mir: Willst du auch was essen? Keine Angst, sind nicht giftig.“ Viele Menschen sehen es als unappetitlich an, wenn ich ihnen diese Gaben anbiete, aber die Wahrheit ist, dass es das sauberste sein würde, was sie jemals zu sich genommen haben. Kein schlechter Boden, keine Pestizide, kein grausames Klima, kein schlechter Gärtner und kein tollwütiges Tier hat die Chance diese Früchte zu verdrecken – nur die reine, saubere Liebe der Pflanzen zu mir… aber ich sollte nicht so schwärmen. Konzentration sollte gerade im Umgang mit dem Gott der Intrigen ständig vorhanden sein und an der mangelte es mir gerade. Vielleicht war ich aber auch einfach nur verwirrt von seiner offenen und freundlichen Art oder er benutzte schon einen seiner Tricks bei mir. Es war sicher sehr leicht für ihn Leute zu verunsichern, die allein dadurch verunsichert wurden, dass sie Angst hatten von ihm verunsichert zu werden – welch komischer Effekt, der ihm sicherlich oft die Arbeit abnahm, allerdings auch negativ auffiel, wenn er niemanden verunsichern wollte.
Wir hatten wieder Fahrt aufgenommen und gingen von verdutzten Blicken begleitet durch die Straßen. Kinder trampelten die grünen Grasspuren nach, die ich hinterließ, und wurden irgendwann von ihren Eltern panisch beiseite gezogen.

[OOC: Tut mir wirklich leid für den kurzen, viel zu späten, schlechten Post aber ich hab mehrere Tage dran gesessen und mich mindestens 6 mal ernsthaft hingesetzt, um was lesbares drauß zu machen und es hat nicht geklappt. Da ich andere Sachen aber schreiben kann, schiebe ich diese Blockade der Situation oder der Tatsache, dass ich mit Aatraxa schon länger nicht mehr gepostet hab, zu. Und weil ich unter 500 Wörtern bin, zähle ich das hier natürlich auch keinesfalls als Questpost für mich. Also nochmal: Tut mir echt leid, dass du damit arbeiten musst und die nächsten werden wieder besser - versprochen.]
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BeitragThema: Re: Innenstadt   So Jan 19, 2014 9:17 pm


Nachdem sie ihren ersten Satz beendet hat verbeugte ich mich leicht. »Es wird mir eine Freude sein dir zu helfen. Es gibt einen Wald in der Nähe, allerdings weiß ich, dass er .. unter diesen warmen Umständen dementsprechend aussieht. Er ist nicht vergleichbar mit unseren Wäldern im Götterreich. Es ist warm und verdammt schwül, als könnte jeden Moment ein Gewitter aufziehen. Aber was erzähle ich dir, ich denke du bist für jede Wetterlage vorbereitet.« erzählte ich ihr. Während meiner Zeit hier unten bin ich eben doch schon ganz gut herum gekommen und kenne mich in fast jedem Land Idons wenigstens ein bisschen aus. Sie fragte mich, ob ich ein paar Beeren haben wolle. Nun, ich muss zugeben, vom Essen her war ich immer der eher deftige Typ, Süßes aß ich nur als Dessert, wenn überhaupt. Aber hier auf Idon bin ich schon lange nicht mehr in den Genuss von wirklich gutem Essen gekommen, geschweige denn mit mehreren Gängen oder einem Dessert. Ich nickte und lächelte etwas. »Wie könnte ich ein solches Angebot abstreiten, vermutlich werde ich sonst nie in den Genuss solch qualitativ hochwertiger Früchtchen kommen. Man könnte sagen, mit Leib und Seele gepflanzt und geerntet. Im wahrsten Sinne.« Ich lachte etwas, aber ein wirklicher Spaßvogel bin ich noch nie gewesen. Dafür gab es den Gott der Heiterkeit.

Wir gingen durch die Straßen. Ich übernahm ein wenig die Führung, schließlich wollte sie zu einem Wald und ich wusste wo er lag. Die Blicke der Menschen lagen noch immer auf uns. Es störte mich keineswegs, sollten sie sich nur satt sehen an ihr. Der einzige Nachteil: Wenn man flüchten wollte war es natürlich nicht von Vorteil ein solcher Blickfang zu sein. Ob die Göttin der Natur auch eine Art Tarn-Möglichkeit hatte? Ich würde sie alsbald danach fragen. Oder ihr einen Umhang besorgen, den sie sich überstreifen konnte. Als ich die Menschen so betrachtete fragte ich mich, ob meine Fähigkeit die Leute zu verängstigen immer noch funktionierte. Ich wusste, wie ich meine Aura verändern und intensiver lassen werden konnte; sie ausbreiten und wie Kälte wirken lassen, eine meiner einfachsten Übungen. Jedenfalls damals. Aber auch das sollte später getestet werden, hier waren zu viele Menschen.

(tbc: Dogota; Die nähere Umgebung)

[OOC: Absolut kein Problem. Etwas kürzer ist für mich zum Wieder rein kommen ganz gut, lass dir also Zeit und mach dir keinen Kopf. In der Kürze liegt die Würze Wink)



Zuletzt von Zexion am Mi Jan 22, 2014 7:41 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Innenstadt   Mi Jan 22, 2014 1:49 pm

Endlich ging es ein wenig voran! Zexion leitete mich durch die Straßen der Innenstadt in Richtung eines – wie ich Khleom kenne - wahrscheinlich vertrockneten Waldes. Es tat gut jemanden dabei zu haben, der einen direkt zu den Wurzeln der Probleme dieses Landes führen konnte, ohne das man sich selbst umhört oder gar mit Einheimischen spricht. Selbstverständlich behielt ich ihn immer noch im Auge und hinterfragte jede Bewegung, jedes Wort und jede Information des, dank Kapuze, schwer erkennbaren Gott der Intrigen, um nicht nach 15 Minuten Smalltalk noch in eine Falle zu tappen. Ebenso selbstverständlich kam ich meinem Nahrungsangebot auch nach und ließ meine Hand zu ihm wandern, woraufhin ein Dutzend unterschiedliche Beeren und Trauben in meiner Handfläche gediehen und zu seiner Hand hinunter fielen. Alle strahlten sie stolz und prachtvoll ihre charakteristische Farbe aus und ließen jedem vernünftigen Wesen dieses Planeten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Seine schlechten Wortspiele wurden allerdings mit dem Erhöhen einer Augenbraue abgetan und damit gekonnt überspielt. Was sollte man auch drauf antworten? Ja? Allein die Tatsache, dass ich eine Sekunde drüber nachdachte, war genug Verschwendung. Meine Gedanken wanderten also wieder zurück zum Wald und den Bedingungen, die mein Mitstreiter beschrieb. Schwül und warm -  kein Problem! Meine Kleidung bestand aus Pflanzen und konnte daher nur stärker werden in einer Umgebung, die mehr Wald entspricht, als die Innenstadt Gazirs, die wir gerade verließen. Die Hauptstraßen teilten sich in kleinere Straßen und dunkle Gassen und die Menschenmengen wurden deutlich weniger. Sie strahlten mehr Armut aus, aber ernteten keinen einzigen Blick des Mitleids von mir. Sie könnten stets auswandern und im Einklang mit der Natur in einem friedlichen Wald leben, aber dennoch entschieden sie sich für die spöttischen Blicke der reichen Menschen, die einen Meter neben ihnen vorbei wanderten und die bitterkalte Armut. Was hielt sie hier? Ich verstand Menschen – die angeblich am weitesten entwickelte Rasse des Planeten – kein Stück.
Ebenso wenig viel mir ein geeignetes Thema ein, das ich mit Zexion mal besprechen könnte, damit wir nicht stillschweigend Gazir verließen (Zexion wanderte unablässig Richtung Ausgang der Stadt, weswegen ich annahm, dass wir diesen ekligen Ort endlich hinter uns lassen.), also betrieb ich einfach ein wenig Smalltalk: „Glaubst du deine Chancen in die Götterwelt aufgenommen zu werden sind gut? Immerhin hast du die Götter, die das entscheiden damals sehr verärgert und hier unten treibst du scheinbar dasselbe Spiel unbedacht mit den Menschen weiter. Was ist dein Plan?“ Zugegeben, dies war nicht das spannendste Thema, aber es war besser als gar nichts und vielleicht würde der werte Gesprächspartner selbst etwas mehr beisteuern, als nur eine simple Antwort. Dieses riesige Gesprächsproblem war mehr als nur Beweis dafür, wie sehr ich mich endlich auch mal mit den Menschen befassen musste und genau mit diesem Gedanken, kam auch ein wenig Scham, weil ich extra nach Khleom gekommen war, um den Pflanzen hier zu helfen. Hier waren sie die unterdrückte Rasse, während Galan’Den – mein Lieblingsort – nunmal nur die Menschen und Tiere hatte, denen geholfen werden musste. Ich war scheinbar ein größerer Feigling als ich dachte, aber unter Umständen könnte ich ja Zexion dazu bewegen sich um Galan’Den zu kümmern. … … … Nein, lieber doch nicht.


TBC: Dogota
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