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 Der Muschelthron

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BeitragThema: Der Muschelthron    Di Sep 24, 2013 1:58 pm

Man findet dieses Kunstwerk der Natur nur, wenn man gezielt danach sucht. An einer Steilküste kann man den Thron finden. Jedoch nicht sehen, egal wie weit man sich vor beugt, denn die Küste verläuft oberhalb einer Spalte entlang, in der der Thron gewachsen ist. Zur Zeit der Flut ist er vollkommen im Meer verborgen und unerreichbar, außer für talentierte Schwimmer und vor allem Taucher.
Eigentlich ist es kein richtiger Thron, man nannte ihn nur aufgrund der Form so, denn all die Muscheln, die sich in der Felsspalte angesiedelt haben und das Wasser, das die Felsen formte, haben für dieses Aussehen gesorgt.


Zuletzt von Shivan am Di Sep 24, 2013 2:19 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Muschelthron    Di Sep 24, 2013 2:10 pm

Es war Flut. Perfekt. Genau das brauchte Shivan jetzt. Er hatte vor endlich was anderes zu sehen, nicht nur seine gewohnte Umgebung, den Tempel unter dem Wasser.
Jahrelang war er dort. Es war uninteressant geworden, viel zu uninteressant.
Natürlich liebte er das Wasser, die Meere mit seinen Strömungen. Aber es gab so viel mehr. Es gab das Festland. Festland, welches er nur selten betreten hat. Seine favorisierte Gegend war es bei weitem nicht.
Doch hatte er gehört, das in den Städten der Menschen, oder anderen Wesen Bibliotheken stehen. Große, mit vielen Büchern.
Eventuelle, insofern er dort hinkäme, könnte er etwas spannendes über Legend lesen. Wenn er ganz große Lust hatte würde er sich sogar die Geschichte der Völker und ähnliches lesen.
Dafür aber wollte er seine Ruhe haben. Um überhaupt einmal so weit zu kommen müsste er des Tages an Land gehen, in die Stadt ziehen. Des Tages allerdings war er nicht dazu fähig. Seine Flosse würde keinen Beinen weichen. Er könnte an Land also nur atmen und sich ein wenig umsehen. Am Stand versteht sich.
Nachts würde er wohl schlecht in fremde Städte oder Bibliotheken kommen.
Eine andere Lösung musste her. Nie hatte der junge Mann daran gedacht einmal nach dem Muschelthron zu suchen, um sich dort seine eigene magische Muschel mitzunehmen. Dann könnte er auch am Tag das Land besuchen.
Jedoch war er ein wenig besorgt, ob es nicht nur eine Legende war. Gelesen hatte er bereits darüber. Aber noch nie jemanden darüber reden hören. Keine Berichte. Allerdings war es kein Wunder, dass er es nicht mitbekam. Er lebte zurückgezogen. Doch heute war es anders.
Er hatte viel zu früh seinen Posten verlassen, überließ es den Wachen welche vor dem Tempel standen das heilige Gebäude zu bewachen. Entweder die Wachen des Tempels passten auf, dass niemand außer ihm hinein kam, oder es war ihre eigenen Schuld.
Mit kräftigen Zügen war er los geschwommen, versuchte sich zu orientieren. Er wusste nur aus Büchern wo der Tempel liegen sollte. Irgendwo in Vemér-meer. In Küstennähe.
Er war gespannt ob er es wirklich dort finden würde. Doch der Weg dahin war nicht sonderlich kurz. Lange musste er schwimmen bis er von seinem Standpunkt, nahe Urjelo im Fingermeer überhaupt in die Nähe des Meeres von Vemér kam.
Zum Schluss musste er nur noch in Küstennähe suchen. Und die wäre wohl die einfachste Aufgabe. Da der Muschelthron auch bei Ebbe erreichbar sein sollte konnte es gar nicht anders sein. Mitten im Meer wäre ihm dieser Thron zwar lieber gewesen, aber ändern konnte man es auch nicht.

Mit kräftigen Flossenschlägen kam er er gut voran, ließ das Wasser an seinen Ohren vorbei rauschen. Mit jedem Meter hellte sich sein Gesicht ein wenig auf. Das düstere Gesicht, welches er immer bei der 'Arbeit' hatte verschwand, wich einem monotonen Ausdruck.
Weiter aufhellen würde sich seine Miene weniger. Der Punkt, an dem er es am ehesten zu erwarten war, war, sobald er seine Muschel haben würde.
Sonderlich scharf auf die Begegnungen mit Menschen war er nicht, oder anderen Wesen die dort lungerten, doch sie horteten nun mal Bücher an einem Ort.
Shivan wusste allerdings nicht was ihn an Land alles erwarten würde. Vielleicht wäre es besser als in seiner herrschenden Vorstellung. Natürlich könnte es auch ebenso viel schlechter ausfallen.
So oder so, Shivan würde in seinem bevorzugten Lebensraum, dem Meeren bleiben.
Noch nie fand er den Lebensraum der Menschen, der Luftatmer toll. Seine Eltern hatte er nie begleitet. Zumindest nie freiwillig.
Da klang es schon sehr seltsam wenn er jetzt nach dem Muschelthron suchen wollte um jeder Zeit an Land zu gehen.
Hätte Shivan enge Freunde gehabt hätten diese sich wohl gekugelt vor lachen und ihn nicht für voll genommen. Nun, bei seiner Einstellung wäre dies auch kein Wunder gewesen.
Zeitgleich gab es aber auch Dinge, welche Shivan mal aus einer anderen Perspektive sehen wollte. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Schiffe zum Beispiel. Schwamm er nahe der Oberfläche sah er das ein oder andere Mal Schiffe vorbei fahren. Zumeist tauchte er dann nie auf, sondern suchte das Weite. Zumal man aus dem Wasser heraus nicht sonderlich viel vom Schiff sehen konnte.
Er stellte sich vor, dass es wohl sehr angenehm wäre wenn man auf einem Schiff das Meer passieren würde. Mal nicht selber schwimmend und mit einer Meeresbrise entgegen kommend.
Ehe es dazu kam würde es aber noch dauern. Und ob er es so lange an Board überstehen würde wäre was anderes.
Ein Mal am Tag musste er immer für längere Zeit ins Wasser. Da half es nichts viel zu trinken. Ansonsten würde das Problem gar nicht existieren.

Niemand begegnete dem Nix unterwegs. Er schwamm alleine umher, vermisste aber auch keine Gesellschaft. Es war ihm ganz gleich.
Langsam schien die Wassertemperatur milder zu werden. Dem Anschein nach nährte er sich seinem Ziel, somit dem Objekt seiner Begierde.
Kurz hielt er inne, orientierte sich kurz. In welche Richtung lag gleich das Land? Er drehte sich um seine eigene Achse, konnte aber nicht mehr sagen in welche Richtung er nun schwimmen musste.
Leise seufzte Shivan, schwamm an die Oberfläche, half mit den Armen nach, um schneller voran zu kommen.
An der Oberfläche angekommen sah er sich kurz um, erspähte schon bald das Festland, sowie eine Insel. In diese Richtung musste er also.
Bevor er allerdings wieder abtauchte streckte er den Kopf etwas weiter aus dem Wasser hinaus, reckte die Nase in die Höhe und sog die Luft tief ein. Die Kiemen waren gerade außer Betrieb, bis er gleich wieder untertauchte.
Die Meeresluft roch gut. Sehr gut sogar. Noch schnell warf er einen Blick zur Sonne. Den höchsten Punkte hatte sie schon lange erreicht und senkte sich immer mehr.
Es musste früher Nachmittag sein.
Nach diesem Stand würde es wohl nichts mehr werden, mit dem Ausprobieren der Muschel, insofern er sie finden würde. Musste er bis morgen warten. Solange es keine bösen Überraschungen gab hatte er nichts dagegen.
Zur Dämmerung des nächsten Tages musste er sich also unbedingt in unmittelbarer Nähe des Meeres befinden. Es gab wohl kaum jemanden er ihn, trotz seiner langen Flosse tragen konnte, ihn zeitgleich Wasser bieten konnte.
Ein Aquarium in seiner Größe würde es wohl auch nicht geben. Und ob es dann noch zum Meer transportiert werden würde war etwas völlig anderes.
Mit seiner guten Einstellung war er der Auffassung, die Luftatmer würden ihn als Ausstellungsstück behalten wollen.

Bevor er sich über der gleiches weiter Gedanken machte tauchte er lieber unter, schwamm in beschlossener Richtung weiter auf das erhoffte Ziel zu.
Nach geraumer Zeit hatte er es geschafft. Er fand etwas, was ihn an gelesenes erinnerte.
Er hatte gelesen, der Muschelthron sei in Küstennähe, von den Gezeiten unabhängig für verschiedene Wesen immer erreichbar.
Besagter Thron soll ein Kunstwerk der Natur sein. In einer Felsspalte sollte er sich befinden.
Die Felsspalte die er soeben erblickt hatte ließ ihn schaudern. Ein wohliger Schauer war es.
Mit etwas Glück hatte er es fast geschafft.
Sein Blick glitt umher. Nirgends sonst sah er eine Spalte in den Felsen. Den letzten Rest musste er nun also noch zurück legen. Und genau dieser sollte anstrengender werden als gedacht. Die Natur hatte vorgesehen, dass es nicht einfach werden sollte, nicht für jeden Schwimmer erreichbar sein sollte.
Shivan schlängelte sich hindurch, half hier und da mit den Händen nach um besser vorbei zu kommen, achtete auf seine Flosse um nirgends schmerzlich gegen zuschlagen.
Ohne weitere Probleme fand er sich Augenblicke später vor dem Muschelthron wieder. Ein leichtes Lächeln zog sich kurz über sein Gesicht.
Lange betrachtete er den Thron. Es bestand nur aus Muscheln, die Form ähnelte der eines Thrones.
Langsam schwamm er darauf hinzu, betrachtete die einzelnen Muscheln. Der Nix war erfreuter darüber den Muschelthron gefunden zu haben, und das es sich nicht um eine ausgedachte Geschichte handelte als den Gedanken ungehindert an Land zu gehen.
Langsam streckte er eine Hand aus. Er war her gekommen um sich eine Muschel zu holen, dann sollte er jetzt nicht zögern.
Ohne sich eine bestimmte Muschel heraus zu suchen griff er nach einer, brach sie sich ab. Gleich, wenn er an Land wäre, oder sich etwas suchte zum sitzen, würde er sich ansehen was für eine Muschel er sich abgebrochen hatte. Vor Freunde kribbelte seine Haut ein wenig.
Sein Gesichtsausdruck hingegen blieb monoton, mit einem leichten leuchten in den Augen.

Shivan warf noch einen letzten Blick auf den Muschelthron, ehe er sich umdrehte und verschwand.

Tbc.: Abgelegene Bucht



Shivans Errungenschaft:
 
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