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 Tempelanlage

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Sereena
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BeitragThema: Tempelanlage   Mi Jun 19, 2013 8:39 pm

Fast im Stadtzentrum liegt der riesige Tempel zu ehren der Götter.
Die komplette Anlage wird von den Priestern gehegt und gepflegt und sie sehen es überhaupt nicht gerne, wenn andere Lebewesen die Ordnung zerstören.
Der Tempel besteht aus hellem Sandstein und eines der höchsten Gebäude der Stadt.
Viele Leute kommen von weit her um dieses Gebäude zu besichtigen, dementsprechend gut besucht ist diese Anlage auch.
Im Tempel selbst gilt eine Ruhepflicht! Schreien oder gar streiten ist absolut verboten.
Lediglich in leisem Ton darf man sich hier unterhalten.
Alles andere würde die Götter erzürnen, so sagt man.
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Sereena
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mi Jun 19, 2013 9:10 pm

cf: Gasthaus Blauer Eber

Mein Götterinstinkt.. oder was auch immer dafür nun verantwortlich war, leitete mich erfolgreich zu der großen Tempelanlage. Wie oft ich dafür nun die selbe Straße rauf und runter gelaufen war konnte ich nicht sagen, doch ehrlich gesagt wollte ich das auch gar nicht wissen. Viel mehr interessierte es mich nun endlich diesen Tempel betreten zu können. Doch zuvor musste ich erst den Rest der Anlage durchqueren. Freudig tänzelte ich den Weg entlang, warf immer ein paar Blicke zu Roye, damit er mir auch wirklich nicht verloren ging. Für mein doch sehr skurriles verhalten erntete ich dafür seltsame Blicke von den anderen Besuchern dieses Tempels. Doch was kümmerte es mich? Ihr hab das Ding doch für MICH gebaut... naja.. für meine 'Art' also würde ich mich doch wohl wie zuhause fühlen dürfen, oder etwa nicht?

"Da ist er, sieh nur!" rief ich entzückt, als ich das sandfarbene Gebäude erblickte. Ohne noch auf irgendetwas Rücksicht zu nehmen, trabte ich zu dem alten Gemäuer und betrachtete es schließlich sehr genau und mit große Augen. Er war noch viel schöner, als ich ihn mir vorgestellt hatte. So groß und doch wirkte er nicht abschreckend, was wohl hauptsächlich die helle Farbe ausmachte.

Lange allerdings konnte auch ich mich nicht für die Fassade begeistern. So schnell wie ich an das Gebäude gelaufen war, so schnell war ich auch schon an der Eingangstüre. Im inneren war es sehr kühl und unheimlich still, was sehr ungewöhnlich für Kuran Khel schien. Vorsichtig schritt ich weiter ins innere des Tempels. In der Mitte des Gebäudes standen die goldene Statuen der 5 höchsten Götter. Sie waren akkurat im Kreis plaziert. Etwas kleiner und jeweils zwischen den anderen standen die Elementargötter. Natürlich wussten die Priester die richtige 'Rangordnung' unter unseres gleichen, deshalb wunderte es mich nicht, dass dieser Tempel hier nach dieser aufgebaut war. Abseits des Kreises wurden auch die anderen Götter in Statuen verewigt, allerdings waren diese lediglich 'Menchengroß'.

"Ich wusste, dass es eine gute Idee ist hier her zu kommen!" Meine Stimme klang fast eine Oktave höher als normal, sosehr freute ich mich darüber, diesen Tempel bestaunen zu dürfen. Es war unglaublich, was diese sterblichen Lebewesen alles erbauen konnten... Es brachte mich einfach immer wieder aus der Fassung. Ich begutachtete gerade eine Statue von Moira, die Göttin der Liebe und war überrascht, wie gut sie getroffen wurde. Natürlich konnte dieses Gebilde ihrer Schönheit nicht gerecht werden.. doch würde man definitiv erkennen, dass es sich um sie handelt.

Und plötzlich verflog meine Freude schlagartig. Was ist, wenn auch ich hier abgebildet war? Was ist, wenn mich wirklich jemand erkennen würde? Ich schnappte nach Luft, allerdings wollten meine Lungen keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und es wirkte, als würde mir der Atem genommen werden. Erst nach ein paar Sekunden ging es mir zumindest wieder so gut, dass ich gepresst ein paar Worte über die Lippen bekam. "Wir... sollten gehen!" Und das dringend.


[Ich überlasse es dir, ob er sie nun erkennt oder nischt x3]
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Do Jun 20, 2013 10:39 pm

pp Der Blaube Eber
Wie erwartet war es höflich ausgedrückt anstrengend mit Sereena Schritt zu halten die während sie Roye durch die Straßen der Stadt führte so oft die Richtung wechselte das ihm beinahe schwindelig wurde. Dennoch beschwerte er sich nicht sondern trotte brav hinterher. Wenigstens Ima schien ihren Spaß an der ganzen Bewegung zu haben, was vielleicht daran lag das sie wer wusste wie lange eingesperrt war, jedenfalls folgte sie Sereena deutlich motivierter als er selbst und überschlug sich sogar ein oder zweimal in der Luft.
Roye war froh als sie endlich den Tempelvorplatz erreichten und er einen Moment zum durchatmen bekam. Obwohl es sich um seinen zweiten Besuch dieses Ortes handelte war er nicht minder beeindruckt als beim ersten Mal, wo seine Reaktion daraus bestanden hatte sich eine ruhigere Straßenecke zu suchen und die mächtigen Säulen aus hellem Sandstein in seinem Notizbuch in Skizzenform festzuhalten. Seine Begleiterin schien nicht ganz so gefesselt davon zu sein, sie zog es in das Innere des Tempels und Roye folgte etwas langsamer hinterher. Er kam nicht daran vorbei zu bemerken wie einschüchternd schon die schiere Größe des Gebäudes und der Tür war, was sich durch die Kühle und Stille die sie empfing nur verstärkte. Man musste nicht Gläubig sein um sich von den Inneren des Tempels zur Ruhe verleiten zu lassen, das regelte die Atmosphäre ganz von selbst. Sogar Ima schien beeindruckt zu sein, sie schwebte niedriger als sonst und starrte mit großen Augen zu den mächtigen Statuen hoch. „Entschuldige mich für einen Moment. flüsterte Roye seiner Begleiterin zu deren Augen nicht weniger groß waren und schritt davon.
Vor der Statue Salasas blieb er schließlich stehen. Das aus einem blaugrünen Stein gefertigte Abbild des Gottes war zwar keines der größten aber dennoch Respekt gebietend. Roye senkte seinen Blick und verschränkte seine Arme. Es war ihm immer ein wenig unwohl auf so direkte Weise mit einem Glauben Konfrontiert zu werden den er in dieser Stärke einfach nicht besaß. Er betete nicht sondern erwies dem Elementargott des Wassers lediglich seinen stillen Respekt, wie es sein Vater ihm beigebracht hatte. Als er schließlich zu Sereena zurückkehrte war er aufgewühlt, es rief einfach zu viele Erinnerungen wach die er lieber vergessen wollte.

Er blinzelte ein paar Mal verwirrt als sie ihm lediglich ein knappes Wir sollten gehen entgegenbrachte, was im krassen Gegensatz zu ihrer vorherigen Aufregung stand. „Wir sind doch gerade erst gekommen?“ fragte Roye verwundert, allerdings hakte er nicht weiter nach und drehte sich in Richtung Ausgang um. Er würde sich auch nicht beschweren wieder aus dem Weihrauchgeruch der in der Luft hang herauszukommen, da dieser ihn immer etwas schwindelig werden lies. Er wollte gerade auf die Tür zu schreiten als er sich noch an etwas erinnerte und sich auf den Absatz umdrehte. „Nur eine Sekunde ok? meinte er während er an Sereena vorbeischritt sein Augenmerk diesmal auf den kleineren Statuen Vorbei am Gott der Lügen, wobei Roye sich fragte warum jemand diesen Freiwillig anbeten würde, Ozymandias dem Gott der Künste der recht anmutig mit seinen Musen dargestellt war, bis er schließlich vor der Göttin der Träume zu stehen kam. Nun war es wieder an der Zeit planlos herumzustehen da Roye leider keine Ahnung hatte was die korrekte Form der Verehrung in diesem Falle vorschrieb und so lies der junge Mann sich einfach einen Moment lang auf die Knie sinken und hielt den Kopf gesenkt. Nach einer tatsächlich durchgeschlafenen Nacht schien es ihm angebracht der Göttin seinen Dank auszusprechen wenn er schonmal hier war, auch wenn ein nicht gerade kleiner Teil von ihm bezweifelte das sie ihn bemerken würde. Schließlich erhob sich Roye wieder und schloss zu Sereena und Ima auf. „Meinst du deine Eltern haben geahnt das du deiner Namenspatronin ähnlich sehen würdest oder hast du etwas nachgeholfen?“ fragte Roye sie mit gesenkter Stimme und kicherte ein wenig.


(nope er hat keine Ahnung ^^)
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   So Jun 23, 2013 4:33 pm

Nahezu erleichtert atmete ich aus, als er sich zum gehen wand und scheinbar keine weiteren Fragrn stellte. Solche Leute waren wahrlich ein Segen als Reisrbegleitung. Doch hatte ich mich scheinbar zu früh gefreut. Plötzlich wechselte er die Richtung und trat wieder zu den Statuen und das schlimmste, genau auf MEINE zu. Innerlich machte ich mich schon darau gefasst, dass er mich nun gleich entarnt hatte. Doch nichts dergleichen geschah. Er kniete nieder und senkte sein Haupt was mich stuzig machte. Es warf mich sogar so sehr aus der Bahn, dass ich gar nicht registrierte, dass er mich mit seinen nächsten Worten meinte. Erst als ich seinen erwarteten Blick bemerkte zerrte ich meine Gedanken aus der Fassungslosigkeit.

"Ach ich ... Ähm... Nein ich habe eigentlich nicht versucht mich diesem Tempelbild anzupassen." Erwiederte ich wahrheitsgemäß und starttr auf die Statue. Sie trug ein weißes Gewand, die Arme ausgebreitet und die Augen geschlossen. Die Haare gingen hier allerdings nicht wie bri mir bis zu den Knöcheln, sondern verschmolzen nach den Füßen mit der dem Boden. An sich war das Abbild wirklich sehr kunstvoll und es gefiel mir auch ziemlich gut. Natürlich war auch dieses mir nicht aus dem Gesicht geschnitten... Aber erkennen könnte man mich daran durchaus. Deshalb war ich auch sehr verblüfft das Roye es nicht tat. Aber es störte mich natürlich in keinster weise.

"Wieso tust du das?" fragte ich ihn schließlich und starrte ihm mit unverholener Neugierde direkt in die Augen. Vielleicht weil ich ihn aus diesem Traum geholt hatte... Doch war dies doch meine Aufgabe. Etwas so selbstverständliches wie das aufgehen der Sonne oder dergleichen. Aus diesem Grund wunderte mich sein verhalten doch sehr. Zudem fühlte ich mich schlecht nachdem was ich getan hatte, was dafür gesorgt hat, dass ich nun hier bin und nicht dort oben. Ich wollte dann einfach keine Dankbarkeit erfahren. "Die Götter können auch sehr grausam sein... Manche verdienen keinen Dank. Sie sind oft noch viel schwächer als Menschen. Muss unglaublich klingen nicht? Doch diese Katastrophen die einige Landstriche verwüsten sind deren Schuld. Das weist du doch sicher auch schon." Erzählte ich kleinlaut und erinnerte mich zurück an die Schreie. Ich hatte etwas schreckliches getan.

Ich starrte auf die Abbilde der fünf höchsten. In ihren steinernen Augen glaubte ich verachtung zu erkennen. Dann besah ich mir die Elementargötter. Auch sie warfen mir verächtliche Blicke zu. Ich war eine so schwache Gottheit... Konnte nicht einmal meine Wut unter Kontrolle halten. Vielleicht sollte ich ihm.alles erzählen und mich der Wut der Menschen stelle. So könnte ich vielleicht ein bisschen das gutachen, was ich falsch gemacht hatte. Schuld eingestehen war schließlich ein guter erster Schritt in meinen Augen.

[ot: sorry fuer dich rechtschreibfehler, handy hasst mich XD
Soll er es erfahren oder nicht?]
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mo Jun 24, 2013 7:48 pm

Roye blickte etwas verwundert zu Sereena herüber. Er hatte ganz gewiss keine Antwort dieser schärfe erwartet, zumindest war dieses kühle etwas das in Sereenas Ton mitschwang ungewöhnlich für sie. Er zuckte mit den Schultern und atmete ruhig durch während er seine Gedanken sammelte. Wie würde er ihr seine Haltung zur Theologie am besten klarmachen können wenn er sich selbst kaum sicher war worin diese Haltung den bestand? Unschlüssig tat er es seiner Begleiterin gleich und starrte eine Weile zu Salasas Statue herüber während er versuchte einen schlüssigen Gedankengang zustande zu bringen. „Um ehrlich zu sein ganz sicher bin ich mir nicht.“ setzte er gedankenverloren an und überlegte eine Weile ob er nicht einfach das Thema wechseln sollte vorallem da Sereena sich darüber aufzuregen schien. „Mehr als die Götter selbst ehre ich unsere Traditionen denke ich. Man könnte meinen das ich als Wassermagier Salasa Rechenschaft schuldig bin, aber allen voran denke ich an den Mann welcher mir beibrachte Achtung vor den Gott zu haben sowie dessen Vorfahren und nicht den Göttern selbst. Ich meine sieh dich dochmal um, der ganze Aufwand der in diesen Tempel geflossen ist und die Generationen die hier vorbeikommen und den Göttern gehuldigt haben, ist es nicht eher das was wir respektieren sollten?“ sprach Roye nun etwas sicherer mit sich Selbst auch wenn er nicht wusste ob sie ihn wirklich verstehn würde, er verstand sich ja selbst beinahe nicht. „Und das eben? Egal ob Götter dank verdienen oder nicht so haben sie doch ein recht darauf wahrgenommen zu werden, insbesondere dann wenn sie nur im stillen ihre Arbeit verrichten findest du nicht?“ meinte er. „Was allerdings nicht heißt das man sich bei jeder Gelegenheit vor ihnen niederwerfen sollte, schließlich trägt jeder von uns selbst doch auch seine Verantwortung...“ Roye senkte seine Stimme hastig als sich ein in der Nähe befindlicher Priester laut räusperte, scheinbar war er ein wenig zu laut geworden oder seine Bemerkungen ein wenig zu Abweichend vom offiziellen Dogma, jedenfalls verstummte Roye und zog Sereena am Ärmel ein wenig zur Seite. „Was die Katastrophen angeht. flüsterte er ihr zu und beugte sich dabei ein wenig vor. „Ich denke letztenendes tragen wir selbst daran die Schuld.“ meinte er in einem Tonfall der deutlich ernster war als sonst und nahm seine normale Haltung wieder ein. Normalerweise war er nicht so deutlich allerdings hatte Sereena einen gewissen Nerv getroffen und er hoffte sie würde den Wink erkennen nicht weiter nachzufragen. Selbst Ima schien von der Stimmung betroffen zu sein und schwebte Nervös im Kreis neben ihnen, wobei das auch an den strengen Blicken die der Priester gelegentlich zu ihr herüberwarf liegen konnte. Irgendwie bezweifelte Roye das es keine Regel gegen Tiere im Tempel gab.


(uhm solange Sereena es ihm nicht direkt erzählt wird er es nicht herausbekommen. AKA es liegt an ihr.)
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Do Jun 27, 2013 9:30 pm

Ich lauschte seinen Worten und war schon nach kurzer Zeit davon überzeugt, dass daran viel Wahres dran war. Sicher kamen viele Generationen in den Tempel ohne überhaupt richtig zu wissen, für was sie den Götter dankten und Opfer darboten. Sie taten es um die Tradition zu wahren oder sie taten es, weil sie einfach so erzogen wurden. Die Götter wurden einem ja schon im Kindesalter nahe gebracht. Es war natürlich wichtig, dass stand außer Frage. Hütet diese Welt vor einer Heerschar an schlecht gelaunten Göttern, nur weil die jüngeren Generationen sie vergessen oder gar verleugnen. Sicher würden dann auch die alten nicht tatenlos dort oben herumsitzen und den Dingen ihren Lauf lassen. Aber etwas Dankbarkeit durften sie sicher auch verlangen. Denn sonst gäbe es weder diesen Planeten, noch das ganze Leben darauf.

"Ja, naja du hast recht. Sicher ist noch kein Mensch für einen Bäcker auf die Knie gefallen, nur weil er ihm ein Brot gebacken hat. Allerdings bekommt er sein Geld und dafür kann er sich wohl mehr kaufen als von tiefster Verehrung. Oh ähm... entschuldige.. Versteh mich nicht falsch... Es ist nur.. ach nein, vergiss es einfach." Ich wand verlegen den Blick ab und starrte auf meine Hand, die nervös an dem Stoff meines Ärmel hantierte. Nicht etwas würde ich Geld wollen... Nein, dass wollte ich nicht. Doch was hatte ein Gott davon, wenn er seine Arbeit verrichtete. Nichts. Er hatte ja doch schon alles.. Es war nahezu deprimierend, dass man sich nichts... erarbeiten konnte. Alles wurde einem einfach gegeben und das ließ des Reiz seine Arbeit zu erledigen irgendwie sinken. Natürlich hatte ich dennoch fleißig gearbeitet, als ich noch dort oben war. Was könnte man auch anderes von mir erwarten....

Roye zog mich am Ärmel zur Seite, als ein Priester uns mit einem bösen Blick bedachte. Damit riss er mich aus meinen aufgewühlten Gedanken und ich war wieder ganz Ohr. "Ach, glaubst du das?" Ich warf ihm einen verwunderten Blick zu, allerdings schien er es wirklich ernst zu meinen. Dieser Mensch war einfach faszinierend. Er wusste nicht wer ich bin, zumindest nahm er das an... und trotzdem suchte er nicht die Schuld bei den Göttern, sondern bei den Menschen. Es war einfach nur verblüffend.

"Nunja.. sicher sind die Menschen nicht unschuldig. Sie haben Krieg, Zerstörung und Verwüstung in diese Welt gebracht, die einst so friedfertig war. Doch muss man wohl die Schuld bei beiden Parteien suchen. Hätten die Götter gewollt, dass es hier weiterhin ruhig zuginge, hätten sie Gefühle oder gar Menschen nicht erschaffen dürfen. Allerdings... wäre das Leben wohl ziemlich witzlos, wenn jeder wie ein sprechender Stein durch das Leben zieht und nichts fühlt... Keine Freude, kein Mitleid, keine Trauer und keine Wut. Es ist ein Teufelskreis." Zum Ende hin wurde ich immer leiser. Zum einen, weil der nette Priester uns noch immer seltsame Blicke zuwarf... zum anderen, weil es mich selbst traurig stimmte. Sicher, hätten Menschen keine Gefühle, so würde ich jetzt sicher nicht das durchmachen. Aber dann hätte ich auch nie die schönen Träume gesehen, die in manchen Kopfen zu wachsen beginnen. Und auf diese würde ich eigentlich nicht freiwillig verzichten wollen.
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Do Jul 04, 2013 7:48 pm

Roye zuckte mit den Schultern und sah Sereena an. „Damit machst du es dir zu einfach findest du nicht? Zerstörung und Verwüstung sind keinesfalls Menschliche Erfindungen und Gewalt findest du in der Natur allemal.“ erwiderte Roye und schüttelte den Kopf. Er konnte Sereenas Ansichtsweise hierbei schlicht nicht zustimmen, schließlich brauchte es für diese ganzen negativen Gedanken keinerlei Menschen, sie existierten auch völlig ohne deren zu tun. „Wir sind schuldig daran, nichts dagegen zu unternehmen. Damit will ich nicht sagen das es möglich wäre gegen Überschwemmungen oder Waldbrände vorzugehen, allerdings hat jede Katastrophe irgendwo ihren Anfang. Einen ganzen Waldbrand zu stoppen ist nicht machbar, ein einzelner Funke hingegen kann leicht ausgetreten werden bevor er ein Feuer startet. Ich denke aher das es durchaus Möglich ist jede Menge Schaden davon abzuhalten überhaupt erst zu entstehen wenn jemand nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, Götter hin oder her. “ führte er weiter aus, wurde dann jedoch von einem Hüsteln aus der Richtung des Priesters unterbrochen, gefolgt von einem Blick der klarmachte das es wohl keine weitere Warnung mehr geben würde.
Etwas eingeschüchtert verstummte Roye und nahm erstmal ein paar tiefe Atemzüge. Normalerweise lies er sich bei Diskussionen ja nicht dermaßen mitreißen. Er strich seinen Mantel glatt und wandte sich wieder seiner Begleiterin zu. „Wenn du noch irgendwas vorhast, dann sollten wir uns besser beeilen bevor wir noch raus geworfen werden.“ meinte er und kratzte sich etwas verlegen am Kopf. Der junge Magier war nicht sonderlich begeistert von dem Gedanken an die Aufmerksamkeit die es ihnen beiden einbringen würde mitten am Tag aus dem Tempel gejagt zu werden und konnte darauf gut verzichten.
Roye schaute sich nach Ima um, die in einiger Entfernung schwebte, eine Staute beobachtend und winkte das Tier zu sich. Brav schwebte sie herüber und bekam zur Belohnen das Fell zwischen den Ohren gekrault, ehe Roye seine linke Hand wieder in seiner Manteltasche verschwinden lies. Schließlich drehte er sich um und lief mit Ima im Schlepptau auf die Tempeltüren zu.


(sorry ist etwas kurz geworden, bin wohl etwas aus der Übung ^^)
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Sereena
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   So Jul 07, 2013 2:19 pm

Natürlich hatte er nicht ganz unrecht. Auch ohne die Menschen gab es Gewalt und Zerstörung. Aber nicht ganz in diesen Ausmaßen. Ein Raubtier jagt um zu überleben, dafür muss es töten. Das ist nunmal so. Doch gäbe es dann einfach zu viele Pflanzfresser, wenn es nicht so wäre. Und zur Zerstörung... Nun daran sind dann eher solche Rassen wie Drachen schuld. Ich hatte den Elementargott versucht zu warnen, wie auch ein paar andere. Doch er war viel zu versessen auf der Idee diese Brut in Idon einzuführen. Nun wird die Welt hin und wieder von ihrem Feuerodem geplagt. Allerdings musste man es den Tieren zugutehalten, dass sie es anfänglich nur zu verteidigungszwecken einsetzten und nicht um alles in Brand zu stecken. Ihrer jetzigen Intelligenz traue ich bis heute nicht.

"Natürlich hast du Recht. Wenb gerade die richtige Person am richtigen Ort ist könnte man einige Katastrophen verhindern. Doch dafür müssten die Auslöser auch auf ihre Warnung hören!" Dies kannte ich nur zu gut.... Und es gab wirklich genug Leute die nur auf ihren eigenrn Dickschädel hörten. Bei solchen Leuten ließ ich es mir nicht nehmen, sie nachträglich auf ihre eigene blödheit aufmerksam zu machen. Es änderte zwar nichts an der Situation... Aber dennoch tat uch es gerne.

"Nee hab mich schon sattgesehen." Erwiederte ich, wartete bis Ima wieder hier war und schritf dann Richtung Ausgang. Unterwegs warf ich dem Priester einen verärgerten Blick zu. Erst erwiederte er diesen, doch dann trat ein ungläubiger Ausdruck in seine Augen. Jaja mein Freund! Denk an mich wenn du meine Statue vom Staub befreist. Kaum war ich durch die Tür streckte ich mich und stieß ein lautes Seufzen aus. Warum nur glaubten die Menschen, es würde uns interessieren ob es im Tempel nun leise oder laut war? Also mir war das mehr als egal...

"Du wolltest nun zur Akademie nicht wahr? Mir ist gerade eingefallen, dass ich noch wo anders hin muss. Bist du mir sehr böse, wenn du alleine losziehen musst?"

Schlussendlich trennten sich unsere Wege. Ich ging hier und dort hin, gönnte meinem Körper eine Schlafpause, die mehr als anstrengend endete. Dann begab ich mich weiter auf Reisen.
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mo Okt 28, 2013 12:09 pm

First Post

Wie schrecklich voll Kuran Khel doch war. Die Hauptstadt Idons, so groß und prächtig sie auch war, ich fühlte mich hier vollkommen unwohl. Nun, das lag wahrscheinlich auch daran, dass alles voller Menschen und anderen Rassen war. Sie waren wirklich überall, von den gewöhnlichen Durchreisenden bis hin zu den Marktschreiern und den armen Bettlern, hier war wirklich alles mögliche Vertreten. Obwohl mich diese Vielfalt normalerweise faszinierte, das änderte die Tatsache nicht, dass all diese Wesen hier im Vergleich zu mir vollkommen niedere Geschöpfe waren.
Ich zwängte mich durch die große Menschenmenge, auf der Suche nach einem ruhigeren Ort. Viele der Personen rempelten sich an und quetschten sich an mir vorbei, es war unausstehlich. Mit knirschenden Zähnen zog ich mir die Kapuze meiner Robe tief ins Gesicht und hoffte inständig, bald einen Weg aus dieser gewaltigen Masse an Menschen zu finden.

Tatsächlich. Nach einer Weile lockerte sich der Anstrom etwas und ich ließ mich leicht erschöpft auf dem Rand der Straße nieder. Ein paar Personen bedachten mich mit einem kurzen, neugierigen Blick, ehe sie weiterzogen und ihren eigentlichen Vorhaben nachgingen.
Mit einem Stöhnen sah ich gen Himmel. Ich konnte es eigentlich nicht leugnen, mir ging es absolut elend. Es war nicht so, als wäre ich am Verhungern oder Ähnliches, doch die Personen hier raubten mir ale den letzten Nerv. Ich ertrug die Gesellschaft dieser niederen Wesen nicht länger, ich musste einen Weg aus dieser Hölle finden!
Schließlich richtete ich mich wieder auf und ging weiter, auf der Suche nach etwas, womit ich meine Zeit bis zum Abend vertreiben konnte. Vielleicht kam ich auch irgendwie an Geld, keine Ahnung, aber auf jeden Fall musste ich mich erst noch einmal ausruen, ehe ich noch einen Nervenzusammenbruch bekam.

Mein Blick glitt zu einem der höchsten Gebäude der Stadt, dem sandsteinfarbenen Tempel, in dem die Götter gehuldigt wurden. Ein verächtlicher Laut entglitt mir und ich sah zu Boden, meine Hände ballten sich unweigerlich zur Faust. Natürlich wusste ich, wie es darin aussah. Aber meine Neugierde wuchs. Hatte sich seit meinem Aufenthalt in Idon etwas verändert? Aber gut, so lange war ich nun auch nicht hier, aber wer wusste schon, was die Menschen in ihrem stetigen Drang zur Neuerung alles taten.
Also begab ich mich dorthin, sicher war es dortauch etwas ruhiger als auf den Straßen. Es befanden sich einige Personen dort, wahrscheinlich, um zu huldigen. Ich fragte mich, wie viele Menschen heutzutage herkamen, um mir zu huldigen. Ein erdrückendes Gefühl machte sich in mir breit. Es war schrecklich, nicht mehr den Überblick über alles haben zu können. Ich atmete einmal tief durch. Das war alles nur vorübergehend. Eines Tages... eines Tages würde ich zurückkehren. Dessen war ich mir sicher. Ich musste nur noch einen Ansatz finden, wie ich dies bewerkstelligen konnte.

Als ich eintrat, stachen mir die Statuen der obersten fünf Gottheiten als allererstes ins Auge und ich verzog meine Mundwinkel leicht, während ich die Kapuze wieder senke und mein Gesicht preisgab. Sicher würde es hier als unhöflich eingestuft, sich zu bedecken, ich wollte keinen Ärger. Mit leicht spötischem Blick besah ich mir schließlich die Abbildungen der Gottheiten. Sie hatten sich kein bisschen verändert. Zwar waren hier und da einige Fehler, doch was konnte man schon von Leuten erwarten, die auch nur eine vage Vorstellung von dem hatten, das sie eigentlich anbeteten. Viel mehr als Überlieferungen gab es ja nicht. Wahrscheinlich musste man den Sterblichen dafür schon ein Lob für die ungefähre Richtigkeit aussprechen, aber das war ohne Belang. Diese Makel störten mich etwas.
Ich senkte meinen Blick und rückte einmal an meiner Brille. Etwas unbewusst sah ich in Richtung der Stelle, an der ich eigentlich stehen sollte, doch die Darstellung hatte ich noch genau im Kopf. Das geöffnete Buch in der linken Hand betrachtend hatte ich meine Rechte sanft auf den Kopf eines Fuchses gelegt, der neben mir saß und starr den Betrachter des Kunstwerkes anblickte. Die Darstellung war erstaunlich akkurat gewesen, wenn auch ohne Brille, es schien nicht in die Köpfe der sterblichen zu passen, dass wohl auch Götter eine leichte Sehschwäche haben konnten.
Schließlich drehte ich mich um und wandte mich Richtung Ausgang. Es war wahrscheinlich besser, wenn ich nicht allzu lange hier verweilte, bestimmt würde ansonsten irgendjemandem die Ähnlichkeit auffallen.
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Rauly
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mo Okt 28, 2013 8:43 pm

Okay, ich musste jetzt wirklich etwas gestehen. Nein ich war nicht Schwanger.. Das war zum Glück unmöglich. Und nein.. ich hatte auch nichts angezündet.. nichts großes! Warte.. was wollte ich jetzt eigentlich... Ach genau! Ich hatte mich Verlaufen! Wo ich doch eigentlich weit, weit weg von dieser riesigen Handelsstadt wollte, kam ich genau vor den Toren dieser wieder heraus. Dies fand ich so amüsierend, dass ich mich doch glatt nochmal hinein traute. Natürlich stellte sich dies als fataler Fehler heraus - was auch sonst - und all meine Zehen hassten mich nun für meine Dummheit. Wenigstens schaffte ich es diesmal, mich aus der Menschenmasse zu lösen und in ein gigantisches Gebäude zu flüchten. Besser gesagt in den Innenhof. Am Anfang hatte ich das Häuschen für eine Sandburg gehalten, die etwas ausgeartet ist.. aber leider hatte ich mich getäuscht. Es sah nur Sandfarben aus. Das machte die Sache leider gleich langweiliger.

Nichts desto trotz, da ich nun schon mal hier herum stand und dumm Löcher in die Luft gaffte konnte ich auch gleich hinein gehen und dort dumm Löcher in die Decke starren. Es kam ja auf das selbe hinaus, auf nichts! Mit guter Laune und zu viel Euphorie stürmte ich das Gebäude und wurde gleich von dem Anblick überwältigt. Scheinbar war ich in einem Tempel gelandet.. Damit hatte ich nun eher nicht so gerechnet. Klar die Götter kannte ich, aber der Kontakt war wie mit meinen Eltern... kompliziert. Nur das in dieser Beziehung die Götter nicht antworteten.. und ich blöd daher predigte. Normalerweise war es eher anders herum... Verdammt, kein wunder, dass die nie irgendetwas von sich gaben.. ich würde wohl bei meinem eigenen Gelaber auch auf Durchzug schalten. Nun ergab das alles etwas mehr Sinn.

"Is ja echt schick hier. War sicher verdammt teuer, der ganze Spaß." Für dieses doch eher dreiste Kommentar erntete ich sofort ungläubige und abfällige Blicke des Personales. "Das ist ja unerhört!" Kläffte einer von ihnen sofort und hob mahnend den Finger. "Hab doch nur die Einrichtung gelobt. Wenn es den Göttern nicht passt, sie haben hier ja die Möglichkeit sich auf mich zu stürzen. Groß genug sind die Abbilder ja." Laut lachend schritt ich durch den Tempel und ignorierte die Worte der Priester. Und leider auch mein Umfeld. Noch bevor ich etwas dagegen tun konnte, lief ich beinahe den nächsten Passanten um. "Verdammt... Sorry. Hab dich nicht gesehen." Erklärte ich hastig und hielt den Braunhaarigen an der Robe fest, sodass er nicht umfallen konnte. Manchmal war ich schon etwas.. verplant.
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mi Okt 30, 2013 9:14 pm


[cf: Malad Lin - Refzun - Teleportrolle]

Mit hektischen Schritten und rasselndem Atem rannte Anjou über den großen, von Menschen beinahe unpassierbar vollgestopften Hof. Seine roten Augen flogen geradezu durch die Massen, auf der Suche nach einem langen, weißen Umhang mit Kapuze. Nur eine Sekunde, vielleicht zwar war er unachtsam gewesen und schon hatte er Menuett im Gedränge verloren. Dabei hatte sie nur einige Schritte entfernt von ihm gestanden. Er hatte ihr nichts befohlen, sie stand einfach reglos da und wartete darauf, dass Anjou seine kurze Konversation mit einem älteren Herrn beendete, dem er kurz vorher noch aufgeholfen hatte, nachdem zwei Rowdys ihn ihm vorbeigehen niedergestoßen hatten. Und als er sich wieder dem Mädchen zugewendet hatte, stand sie nicht mehr da. Und er, er war Hals über Kopf losgerannt. Ab und zu hatte er sich noch eingebildet, den weißen Mantel in der Menge kurz herausstechen zu sehen, doch jetzt, wo er direkt vor dem Sandsteintempel stand, war er sich nicht mehr sicher, wohin mit sich. Auch der Mantel tauchte nirgends mehr auf. Nicht stehend, nicht sitzend oder gar liegend. Wie vom Erdboden verschluckt. Mit Panik im Blick betrat er den Tempel und sah sich um. Es gab nicht einmal Anhaltspunkte, keine Spur. Und das größte Rätsel war noch immer, wie sie sich allein hatte bewegen können.
... wenn sie sich überhaupt allein davongestohlen hatte. Vielleicht war sie auch einem Diebstahl zum Opfer gefallen. Denn von Entführung konnte man eigentlich nicht sprechen. Für jeden anderen als Anjou wäre sie ja nur ein Ding.
Unter den Argusaugen der Priester betrat er also das große aus Sandstein errichtete Haus und starrte in stiller Ehrfurcht hinauf zu den Götterstatuen. Ob sie um sein Geheimnis wussten? Ob es sie interessierte, gar störte, dass er eigentlich mit einer Leiche durch Idon reiste? Nein, die Götter interessierten sich sicher noch viel weniger für solch ein Wesen wie Anjou als jede andere Person auf Idon.

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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Do Okt 31, 2013 10:01 pm



Halloween-Special: Dies Conventiculi
Menuett , 19 Jahre alt , Mensch, starb durch die Hand ihres Stiefvaters


Die Erinnerungen überwältigten sie beinahe in dem Augenblick, in dem die Bilder ihrer Vergangenheit über sie hereinbrachen. Das Leben im Circus, ihre Verbindung zu Anjou, die blinde Wut ihres Stiefvaters, die Gewalt. Leicht wimmerte sie, während ihre Hände sich in ihrem Haar verfingen, als sie diesen festhielt. Vielleicht platzte er bei der Fülle an Erinnerungen, die auf sie einstürzten. Doch genauso augenblicklich wusste sie auch, wen sie aufsuchen wollte. Nicht ihren Stiefvater, jener würde sie eher ein weiteres Mal zusammenschlagen und im Sterben liegen lassen. Anjou sollte es sein. Sie hatten nicht viel Zeit miteinander gehabt, vielleicht konnte sie ihn mit einem Besuch erfreuen? Doch wie sollte man ihn finden? Diese Stadt war kein wirklich guter Anfangspunkt, zumal man sie ein wenig ungläubig anstarrte, wie sie so über dem Boden schwebte. Wahrscheinlich gab es für sie nicht einmal eine Chance, Anjou aufzusuchen. Idon war groß und seine Bevölkerung so zahlreich, dass sie sicher nie jemanden finden würde, der ihr genau sagen konnte, wohin sie gehen musste, um ihn zu finden.
Ein wenig niedergeschlagen über diese plötzliche Erkenntnis  betrat sie den großen Tempel der Stadt. Vielleicht konnte einer der Götter ihr einen Fingerzeig geben, wohin sie sich wenden musste. Uruha musste doch etwas bezwecken damit, dass er sie alle gehen ließ für einen Tag. Sah er es gern, wenn seine Schäfchen umherirrten ohne Ziel und Hoffnung?
Eher im Schatten versteckt bewegte sie sich unterhalb der Statuen der fünf Obersten entlang und betrachtete die Menge an Wesen, die sich an diesem Ort versammelt hatten. Ob von jenen wohl jemand gerade von einem Geist aufgesucht wurde? Ob dieser Geist wohl erfolgreicher war als sie?
Von einem weißen Mantel konnte sie ihre Augen nicht lassen. So weich und warm sah er aus und so zierlich die Gestalt, die er vor den Blicken Neugieriger verbarg.
 Vorsichtig wagte sich Menuett ein wenig vor, ein wenig zur Seite und versuchte, einen Blick unter die Kapuze zu erhaschen, bis sie direkt in einen Spiegel zu schauen schien. Vollkommen entsetzt erstarrte sie inmitten der Menschenmenge und gab einen erstickten Schrei von sich, weswegen sich einige, beinahe alle Tempelbesucher nach ihr umblickten und ihr ein Psst! zuzischten.


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BeitragThema: Re: Tempelanlage   So Nov 03, 2013 4:39 pm

Irgendjemand machte Radau. Na ja, konnte mir ja egal sein. Besser, ich verschwand wieder so schnell wie möglich von hier. Dabei blendete ich jedoch unglücklicherweise meine Umgebung aus und bemerkte nicht, wie ein wohl genauso abgelenkter Tölpel in mich reinlief und mich beinahe umstieß. Ja, beinahe. Denn im nächsten Moment hatte er mich doch tatsächlich gepackt, um mich vor einem endgültigen Fall zu bewahren. Da wäre es mir ja schon lieber gewesen, er hätte mich endgültig fallen gelassen! Wobei er mich ja nicht direkt berührt hatte. Tief durchatmen, Kosmas, das war noch ertragbar, du würdest jetzt KEINE Standpauke halten, nein...
Ich atmete einmal tief durch, ehe Ich mich mit leicht mürrischem Blick zum Jungen mit dem farbigen Haar umwandte und ein eher gequält klingendes "...kein Problem..." hervorbrachte. Mit einem leicht abfälligen Blick rückte ich schließlich an meiner Brille und wandte mich mit einem Stöhnen wieder von ihm ab. Dass die Sterblichen immer so anstrengend sein mussten...
Plötzlich hallte ein weiblicher Schrei durch das heilige Gebäude. Reflexartig drehte ich mich zu der Quelle um und erblickte eine geisterhafte Gestalt, die vor einer Person in einem weißen Mantel stand. "Was zum...?" Das kam mir irgendwie seltsam vor. Ich beschloss, mir mal die Situation etwas genauer anzusehen, aus der Entfernung, versteht sich. So viel zum Thema verschwinden. Aber na ja, manchmal war ich eben doch zu neugierig...
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Di Nov 05, 2013 7:41 pm

Erstaunt zog ich die Augenbrauen in die Höhe. Na, dass war ja mal ein wahrer Sonnenschein. Diese zwei kleinen Worte klangen so herausgepresst, dass man meinen könnte ich wäre auf seine geliebte Katze gefallen, hätte sie unter mir zerquetscht und das Blut und die O... okay.. nein. Aber es war auf zumindest klar, was ich damit meinte! Und dieser Blick dann erst dazu.. Da war wohl jemand mit dem falschen Bein aufgestanden.. oder mit dem Kopf zuerst. Is ja auch egal.

Bevor ich noch irgendetwas auf ihn.. oder seine verstörende Reaktion auf mich, sagen konnte, wurden wir beide abgelenkt. Ein schriller Schrei durchjagte die große Halle und sämtliche Aufmerksamkeit wurde auf die Person gelenkt, die ihn ausstieß. Da soll noch einer sagen ich würde in den unpassendsten Momenten immer viel zu Laut sein. Die Priester zeterten gleich wieder los, dies war ein Tempel und sowas war ja unerhört... blahblah... immer der selbe Schrott. Ohne also auf den Fall von gerade eben einzugehen trat ich an die verhüllte Gestalt im Umhang heran.

"Habt ihr euch das erste mal in einem Spiegel gesehen? Ich bin sicher ihr könnt nicht so schlimm aussehen, als das es diese Reaktion gerechtfertigt hätte." Erklärte ich amüsiert und versuchte ebenfalls einen kurzen Blick unter die Kapuze zu werfen. Natürlich gelang mir dies nicht. Aber ich war doch so neugierig. Wo sie wohl herkam? Was sie wohl verbarg? Wo sie wohl hin wollte? So viele Fragen und keine Antworten!
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Fr Nov 08, 2013 6:55 pm


Still stand er in der Menschenmenge, unter den wachsamen Augen der Priester, den neugierigen, von Abscheu erfüllten oder ganz einfach desinteressierten Blicken der Tempelbesucher ausgesetzt. Doch seit langem waren ihm die Anderen egal, sein Blick war einzig auf die große Statue des Todesgottes gerichtet. Schweigend sprach er ein Gebet an Uruha, bat ihn in der Stille, ihm den Weg zu Menuett zu weisen. Einerseits war er geneigt, ihn sogar darum zu beten, ihm jegliche Nekomanten-Fähigkeiten zu nehmen, doch wäre Menuett dann nichts weiter als eine verrottende Leiche, gefüllt mit Zahnrädern, Gummibändern, nachgeschnitzten Elfenbeinknochen und einer Menge Mechanismen, die sie zum Bewegen benötigte. Die Magie allerdings würde sie ihrer Fähigkeit berauben, sich in diesem Zustand bewegen zu können, weswegen er diesen innigsten Wunsch nicht aussprach sondern tief in sich verschloss.
Wahrscheinlich würde es eh nichts ändern, denn die Leute reagierten nicht auf seine Fähigkeiten allein sondern eher auf sein Aussehen.
Ein Aufschrei ließ ihn in seinen Gedanken auffahren und sich umsehen. Es klang weiblich, hallte im gesamten Tempel wider, gefolgt von wütendem Zischen und empörtem Gezeter. Vorsichtig wagte er einen Blick durch die Masse und er blickte den weißen Mantel, den er zuvor noch so sehnlich in der Menge gesucht hatte. Achtlos schob er die Wesen um sich beiseite, um sich einen Weg durch die Masse zu bahnen und erreichte seine Menuett zeitgleich mit einem anderen jungen Mann, der allerdings das halbtransperente Wesen vor Menuett ansprach. Jenes war den Augen Anjous völlig entgangen, bis er direkt vor ihm stand. Seine Hand allerdings hatte sich automatisch schon nach der Schulter Menuetts ausgestreckt. Vorsichtig packte er den Stoff des weißen Mantels und zog die Person, die sich darunter verbarg, näher an seinen Körper, legte ihr schützend einen Arm um den Oberkörper. Dann betrachtete er den Fremden genauer, warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu, bis ihm einfiel, dass jener ja nicht wissen konnte, dass man nicht mit Menuett zu reden hatte.
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Sa Nov 23, 2013 12:00 pm

Hier waren wir also, in einem Tempel, direkt unter der Menschenmasse... das war wahrscheinlich der Punkt, an dem ich nun ohne meine Zeit weiterhin zu verschwenden das Weite suchen sollte. Aber etwas an der Situation faszibnierte mich. Ich konnte nicht genau deuten, was es war, aber es brachte mich dazu, hier noch etwas zu verweilen.
Der Tölpel von eben war sogar dazu geneigt, die Veriursacherin dieser Situation anzusprechen. Was war das nur für ein Kerl? Es gehörte schon eine Portion Dummheit dazu, sich urplötzlich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. Oder er war einfach viel zu sorgenfrei. Was auch immer.

Während er sich also um dieses transparente Etwas kümmerte, glitt meine Aufmerksamkeit eher zu der Person im weißen Mantel. Was mochte sich wohl darunter verbergen, dass dieses Wesen sich so sehr erschrocken hatte? Doch bevor ich mich der Person genauer widmen konnte, wurde sie von einem anderen jungen Mann mit weißem Haar abgefangen. Und wer war das? Die Situation war viel zu verwirrend, ich beschloss, weiterhin im Abseits zu stehen und mir das Schauspiel genauer anzusehen. Vielleicht ergab sich letzten Endes doch etwas Interessantes.


Zuletzt von Kosmas am Mi Dez 25, 2013 6:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   So Dez 01, 2013 8:48 am

Leicht verwirrt wich ich zurück, als plötzlich so ein Typ auftauchte und das Mädchen an sich zog wie ein Schiff seinen Anker. Wieder so ein verstörender Blick auf mich.... Bitte was habe ich denn jetzt angestellt? Ich hab sie doch nicht einmal angefasst. Egal was ich mache es ist einfach nur falsch. Auf dauer ist das ziemlich belastent, will ich an der Stelle anmerken!

"Hey tut mir echt Leid, wusst ja nicht, dass ihr Aufpasser schnell mal die Tempelgärten bewässert hat. Ansonsten hätt ich sie ja nichz angesprochen." Der Typ vor mir jagte mir Respekt ein, denn sein Aussehen war mir fremd. Seine roten Augen, sein weißes Haar und dann dieser Blick! Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht trotzdem noch irgendwas draufsetzen würde. "Aber jetzt mal ganz unter uns... Die kleine sieht nicht gerade gesund aus!" Eher so transparent, was mich wieder etwas zurückweichen ließ. Zuvor hatte ich dies einfach auf das Licht geschoben und mit kindlicher Naivität abgetan. Nun gehts nicht mehr.

Durch das unbewusste zurückweichen stand ich nun wieder neben dem braunhaarigen von vorhin. "Psssst! Hab leider deinen Namen vergessen... Warte.... Hast du ihn mir überhaupt gesagt? Ach egal! Weißt du was da grad los ist?" flüsterte ich ihm zu und starrte weiter auf die andern beiden. Keine Ahnung was ich von denen halten soll. Vielleicht waren das ja Leiraken! Angeblich konnten diese Wesen zwei Formen annehmen.. Eine körperliche und eine geistliche.... Ach halt nein, das waren die Tempelmenschen! Eine transparente Form, das klang viel besser. Aber gesehen hatte ich diese Wesen noch nie mit eigenen Augen, zumindest nicht bewusst. Nun wurde ich langsam Neugierig und das brachte wieder viele Fragen mit sich.  Allerdings war ich mir bezüglich der Antwortvergabe noch nie so unsicher. Sahen beide nicht redseelig aus...
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   So Dez 22, 2013 12:38 am


Ein wenig runzelte Anjou die Stirn und dachte über die Formulierung des Jungen mit der recht extravaganten Frisur nach. Die Tempelgärten bewässern...... sollte das indizieren, dass Anjou hier den Gärtner spielte? Aber das ergab doch gar keinen Sinn.
Doch auf den zweiten Wink des Typen hin richtete Anjou erstmals seine Aufmerksamkeit auf das wirklich sehr transparente Wesen vor sich, dass sich den Mund zuhielt und Anjou und Menuett anstarrte. Und Anjou kam nicht umhin, wie gebannt zurückzustarren. Und das war so ziemlich alles, was in dieser Zeit geschah. Er betrachtete den Geist, der Geist betrachtete ihn...bis er schließlich das Schweigen brach. "Anjou... Anjou, ich habe dich gesucht. Ich wusste nicht, wie ich dich auf ganz Idon je hätte finden sollen, aber ich fand dich. Anjou, ich bin es, Menuett." Ein trauriges Lächeln umspielte die Lippen der Geistform, als ihr Blick auf das Gesicht ihres zurückgebliebenen Körpers fiel."Was hast du meinem Körper angetan?", fragte sie leise und betrachtete ihn schweigend.
Und er fand keine Worte. Hilflos sah er sich um, doch hier würde ihm niemand helfen können. Die Wahrheit musste ans Licht kommen. Hier, vor allen Versammelten, von denen einige es sich nicht anmerken ließen, aber viele beobachteten die kleine Gruppe.
Doch alles, was er tun konnte, war, den Blick abzuwenden. Sich abzuwenden, aus Angst vor ihrer Reaktion auf das, was er zu sagen hatte. Aus Angst vor der Reaktion aller um ihn herum, die hören konnen, was er sagen würde.
Kurz glitt sein Blick über die Menge an Wesen und blieb an dem Jungen mit dem bunten Haar hängen. Nein, auch der konnte ihm nicht helfen.



[tbc: Refzun]


Zuletzt von Anjou am Di März 04, 2014 1:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mi Dez 25, 2013 7:08 pm

Es war einfach nur eine unangenehme Situation. Der junge Mann mit der recht auffälligen Frisur schien sich jedenfalls unbewusst immer tiefer in irgendetwas hineinzureiten, da war ich mir sicher. Er sollte mal auf seine Zunge aufpassen, vielleicht würde sie ihm eines Tages noch einer abschneiden. Kurz darauf sprach er mich an und fragte mich, was hier denn los sei. Daraufhin besah ich mir die geisterhafte Gestalt noch einmal genauer. Und plötzlich begann sie zu dem Weißhaarigen zu sprechen. Ich konnte nichts weiter tun als fragend eine Augenbraue zu heben und den Weißhaarigen zu mustern.

Kurz darauf kam es mir in den Sinn. Das ging hier also vor. Es war wohl wieder einer dieser besonderen Tage, an denen ein gewisser Gott mal sein Erbarmen zeigte. Ich empfand es als eher lächerlich, den verstorbenen Seelen mal wieder eine Zeit unter den Sterblichen zu geben... egal, ob sie dadurch vielleicht Worte wechseln konnten, die vor ihrem Ableben unausgesprochen geblieben waren, die Menschen waren sensibel. Am Ende wurden die Wunden des Verlustes doch nur größer, als sie es vorher ohnehin schon waren. "Ich glaube, ich habe eine ungefähre Ahnung, was hier vor sich geht...", raunte ich dem Jungen neben mir zu, "Da können wir nicht viel machen. Das ist allein die Angelegenheit von denen da."
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Do Dez 26, 2013 9:28 pm

Völlig verwirrt stand ich einfach nur da, unfähig etwas zu tun oder zu sagen. Was war da gerade los!? Was meinte sie nur damit? Anstatt zu Antworten, wand der weißhaarige den Blick ab. Dieser blieb schließlich an mir hängen. Toll! Was soll ich bitte nun machen, hä? Hab doch noch weniger Ahnung als du Kumpel... Da musst du schon alleine durch. Plötzlich wand sich auch der Braunhaarige an mich. Dabei hatte ich gedacht, er würde am liebsten gleich von mir weglaufen. So schrecklich war ich dann wohl doch nicht.

"Achso? Und was? Ich hab nämlich keine Ahnung." Gestand ich ehrlich, betrachtete aber weiterhin interessiert das Geschehen vor mir. War jetzt aber auch ein ziemliches Spektakel! Ein halbtransparentes sah man ja auch nicht alle Tage. Zumindest ich nicht. "Und glaub mir, bin nicht daran interessiert in den Ehekrach hinein zu geraten. Ich mein glücklich wirken gerade beide nicht." Und irgendwie tat mir das ja leid, aber ich konnte es gerade auch nicht ändern. Wusste ja nichtmal was sie damit meinte. Es herauszufinden juckte mir gerade ziemlich in den Fingern, aber so viel Anstand hatte ich dann doch noch, nicht eimfach zu Fragen.

"Pssst.. Ist sie so ein... Hmh.. Mir is das Wort entfallen...... Lira... Leuraken? Leiraken!" Fragte ich leise den Braunhaarigen. Von diesen Wesen hatte ich mal gehört, aber noch nie eines gesehen. Wusste auch nichts genaues, nur dass es irgendwelche Geistwesen waren.
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mi Feb 12, 2014 4:08 pm

Der junge mit dem farbigen Haar schien wohl wirklich keine Ahnung zu besitzen, was hier denn nun genau vor sich ging. Mit einem kurzen "Hmpf." rückte ich schließlich an meiner Brille und betrachtete ihn etwas herablassend. Als er schließlich entgegnete, dass er kein Interesse daran habe, hier in diesen Ehekrach hineinzugeraten, nickte ich lediglich. Nach einer kurzen Pause sagte ich anschließend: "Ich denke genauso. Das hier scheint viel zu kompliziert zu werden." Dass ich mal mit einem Sterblichen einer Meinung sein würde... ich hätte nicht geahnt, dass dies jemals in meinem Leben passieren würde. Sachen gab es. Ich verschränkte meine Arme. Das hier gestaltete sich doch nicht so interessant, wie ich anfangs gedacht hatte. Reine Zeitverschwendung. Vielleicht sollte ich mich allmählich auf den Weg machen. Doch der junge Mann neben mir schien noch nicht innezuhalten, stattdessen fragte er mich, ob dieses Transparente Wesen wohl eine Leirake sei. Daraufhin schüttelte ich nur meinen Kopf, ein leicht herablassendes Lächeln auf meinen Lippen tragend. "Nein.", war meine knappe Antwort, ehe ich noch etwas hinzufügte. "...zumindest nicht direkt." Sollte ich es ihm sagen? Ich redete ja für gewöhnlich nicht einfach so mit den Bewohnern Idons. Das war einfach nicht meine Art. Aber bestimmt würde er schon wieder nachfragen, wenn ich es ihm nicht sagen würde. Dann würde ich ihn nie loswerden. Mit einem ergebenen Seufzen setzte ich schließlich zu meiner Antwort an: "Weißt du, heute ist..."

Plötzlich brach ein Tumult im Tempel aus. Noch schlimmer als die verdutzten Blicke der Leute zuvor, als das Geistermädchen aufgeschrien hatte. Die priester schienen sämtliche Besucher hinauszuscheuchen, irgendwas musste los sein, ich konnte es nicht genauer vernehmen. Jedoch wurde ich von der Menschenmasse mitgerissen und aus dem Gebäude hinausgedrängt. Berührungen, gottverdammt! Mir blieb nichts anderes übrig, als mit dem Strom mitzugehen und zu flüchten. Den Jungen hatte ich inzwischen aus den Augen verloren, allerdings war es mir gleich, wo er wohl abgeblieben war.

[tbc: Marktviertel]

(out: Uhhhrrgh, tut mir furchtbar leid, dass ich so lange gebraucht habe...)
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BeitragThema: Re: Tempelanlage   Mi Feb 12, 2014 7:12 pm

Irgendwie war es schwer für mich, mit dem braunhaarigen Konversation zu betreiben. Zumindest halbwegs auf manierliche weise. Er wirkte so... so distanziert und in seinen Augen spiegelte sich.. Verachtung? Keines Ahnung, zumindest etwas ähnliches und beides sagte mir nicht wirklich zu. Allerdings bemühte ich mich mit meiner typisch chaotischen Art darüber einfach hinweg zu sehen, so gut ich eben konnte. Das er auf meine Vermutung eine Antwort gab, half schon ein kleines bisschen... es hätte wohl mehr geholfen, wenn dieses Lächeln nicht auf seinem Gesicht gelegen hätte. Als wäre ich irgendwie dumm, nur weil ich glaubte, dass sie ein Leirake war.

"Nicht direkt.. aha.." Zugegeben, dass war keine Antwort, die von meiner Intelligenz zeugte. Aber was sollte man denn sonst sagen? Noch mehr Vermutungen äußern um sich dann als völliges Rindvieh zu präsentieren? Wohl kaum. Aber natürlich meldete sich wieder die Neugierde. Ich hasste sie. Ich wollte aber verdammt nochmal wissen, was ich hier vor mir hatte! Zu meiner eigenen Überraschung musste ich dafür aber nicht einmal fragen. Er öffnete freiwillig den Mund, wollte mir scheinbar wirklich mitteilen, was das hier für ein Zirkus war doch dann...

Ein Schrei durchbrach das rege plappern der Menge um uns herum und noch bevor ich irgendetwas tun konnte, setzte sich diese in Bewegung. Die Priester trieben die Menschen aus dem Tempel und diese brachen schon fast in Panik aus. Wahrscheinlich fürchteten sie sich vor der Geisterbraut. Machtlos musste ich mich von der Menge nach draußen drängen lassen, denn sie war nicht mehr aufzuhalten. Von allen Seiten wurde geschubst und gedrängelt und ich hatte schon schwer zu kämpfen, auf meinen Füßen stehen zu bleiben und nicht auf dem harten Boden zu enden. Ich fürchtete, sie würden mich einfach zertrampeln... Den braunhaarigen hatte ich schon gar nicht mehr im Blick, aber wahrscheinlich wurde auch er nach draußen getragen. Aber ich wollte doch wissen, was zur Hölle hier los war!

[tbc: Marktviertel]
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