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 Stadtrand

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Rauly
Feuermagier
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BeitragThema: Stadtrand   Mo Jun 03, 2013 7:07 pm

- First Post -

Vergleicht man Lusitos mit Kuran Khel, der Stadt aus der ich gerade erst kam, war es hier regelrecht menschenleer. Lediglich die Haupt- und Handelsstraßen waren hier sehr belebt. Abseits dieser wirkte diese Stadt sehr friedfertig und gemütlich. Genau das was ich jetzt auch brauchte. Ich hatte die Nase voll von den Händler, die versuchten mir irgendetwas aufzuschwatzen was wie eine Mischung aus einem Toten Fisch und einer Frucht aussah. Hier konnte man noch durch die Straßen laufen ohne sich um seine Habseeligkeiten zur Sorgen.

Ich ließ mich auf einer Bank in einem sehr verschlafen Randstück der Stadt nieder und betrachtete die Wolken. Keine plärrenden Menschen durchschnitten hier die Stille, nur das zwitschern der Vögel war zu hören. Ich schloss die Augen, genoß diesen Moment für ein paar... Sekunden. Bis mir bewusst wurde, dass es schon fast zu ruhig war. Ich öffnete eines meiner Augen wieder und spähte grob die Umgebung ab. Die Häuser waren hier in Reih und Glied angeordnet und sahen alle so furchtbar gleich und langweilig aus. Selbst die Vorgärten wirkten ähnlich. Aber das ließe sich ja eigentlich schnell ändern. Doch wäre das Chaos groß, wenn ich hier irgendetwas anzündenln würde.. noch größer wenn sie erfuhren, dass ich dafür keine Zündhölzer benötigte. Den Feuermagiern wird etwas schlechtes nachgesagt, auch wenn nicht alle so besessen von der Weltherrschaft sind wie unser großer Monarch. Leider nur Interessiert das die wenigsten. Hier war ein Feuermagier aus Prinzip ein Spion und ein schlechter Mensch, vielleicht sogar ein Tierhasser. Wer wusste schon was die uns alles andichteten. Ich jedenfalls empfand es als schlauer die Menschen nicht wissen zu lassen, was für ein Element ich beherrschte.

Aus diesem Grund blieb ich stur auf der Bank sitzen und pfiff leise ein Lied vor mich hin. Es war ein Fluch, dass man es schaffte sich selbst auf die nerven zu gehen, dass war mir bewusst. Aber ich hatte diesen an mir haften. Leider. Kaum hatte ich ein paar ruhige Momente für mich und schon langweilte mich diese Stille, dieser Frieden.. diese Ordnung. Am liebsten wäre ich sofort aufgesprungen und wieder nach Kuran Khel gelaufen. Doch wie lange würde ich in diesem getöse wieder leben können, bis ich erneut in solch ein verschlafenes Nest flüchtete? Es war ein wiederlicher Teufelskreis und ich wollte ihn gar nicht erst beginnen. Also blieb ich dort wo ich war und versuchte eine Antwort in den Wolken zu finden. Das dürfte mich wohl eine Weile beschäftigen.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mo Jun 03, 2013 8:39 pm

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Es war angenehm still hier, es gab keine Menschenmengen durch die sie sich bewegen musste. Sie konnte sogar die Vögel hören und sofort wurde das leichte Lächeln, dass sich immer auf ihren Lippen zeigte, ein wenig glücklicher. Sie beobachtete einen kleinen Vogel, der am Himmel flog, er war schnell und es machte ihr fast Spaß, zuzusehen. Gedankenverloren ging sie weiter, sie verdrängte die Gedanken, an ihre Familie, an den Albtraum der vergangenen Nacht. Es war einer gewesen, wie sie sie oft hatte, eine Wiederholung von dem, an das sie sich nicht mehr erinnern konnte. Im Grunde sollte man also meinen, es wäre nicht weiter schlimm, aber es war immer aufs Neue ein schreckliches Erlebnis, es war, als würde sie ihre Schwester erneut verlieren. Fast konnte sie die eisigen Finger von Sue spüren, sie sich an ihren Arm klammerten und sie mit sich unter Wasser zogen, es war, als bekäme sie erneut keine Luft und nur mit Mühe verdrängte sie die Tränen, die ihre Sicht verschwimmen ließen. Die Schritte der jungen Frau wurden schneller, bis sie schließlich fast rannte. Sie bemerkte keine Vögel mehr, bemerkte keine Wolken am Himmel, sie hätte es wahrscheinlich nicht einmal bemerkt, wäre doch plötzlich jemand da gewesen, der ihr nach sah, wie so viele es taten. Sie fiel auf, ob positiv oder negativ lag ganz im Auge des Betrachters. Ihre dunkel rosanen Augen, die nun einen Fiebrigen Glanz hatten, ihr weißes Haar, dass sie mit einem schwarzen Band zurückgebunden hatte, nur das Pony fiel ihr ins Gesicht und sie strich es sich mit einer fahrigen Bewegung ihrer schmalen Hände zurück. Die Kapuze des Schneeweißen Umhangs war ihr vom Kopf gerutscht und offenbarte ihre ebenso weiße Haut, es mochte eigenartig oder gar gruselig wirken, aber mittlerweile war es ihr egal, was andere von ihrer Erscheinung hielten. Das Glöckchen an ihrem linken Handgelenk klingelte, als sie noch schneller lief.

Sie hielt erst inne, als sie jeder Atemzug schmerzte und ihr Atem keuchend ging, viel zu schnell hob und senkte sich ihre Brust. Immer noch leuchteten ihre Augen fiebrig und sie zitterte vor Anstrengung am ganzen Körper. Sie registrierte nicht einmal, dass jemand dort auf der Bank saß. Mit der rechten Hand strich sie sich über das Gesicht, wobei sie gleichzeitig einige Tränen wegwischte, die ihr doch entkommen waren. Langsam kam sie wieder zu Atem und richtete sich auf, ihre Haltung war selbstsicher um nicht zu sagen stolz, jedoch keineswegs überheblich. Sie atmete tief ein und ignorierte noch immer, dass dort jemand auf der Bank saß, was sollte es sie auch interessieren? Wenn es nicht gerade ein Feuermagier war, sie hegte keine direkte Abneigung gegen diese, aber sie mochte eben kein Feuer, es war nun einmal das Gegenteil ihres Elements. Wasser war so ruhig, Feuer hingegen voller gefahren und zerstörungswut. Doch war das Wasser wirklich so ungefährlich? Sie hatte selber gespürt welche Gefahr es doch darstellen konnte, wäre sie damals nicht so unvorsichtig gewesen...vielleicht säße sie dann mit ihrer Schwester zusammen? Jetzt? In diesem Moment? Beim Laufen war ihr Oberteil etwas verrutscht und man konnte sie Tätowierung erahnen, eigentlich hätte sie es sofort wieder verborgen, wäre sie nicht so mit ihren Gedanken beschäftigt gewesen.
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Rauly
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Jun 04, 2013 3:22 pm

Das klingeln einer Glocke ließ mich aufschrecken. Unter meinem grünen Pony konnte ich ein Mädchen ausmachen, welches im hohen Tempo durch die Straßen schritt. Etwas näher bei mir blieb sie schließlich stehen, wirkte geradezu erschröpft. Ob sie wohl vor etwas geflüchtet war? Ich pustete mir mein grünes Haar aus den Augen und erhob mich mit einer eleganten und fließenden Bewegung von der Bank.

In der Zeit hatte auch sie sich etwas erholt und aufgerichtet. Ihre Haltung verriet eine gewisse Anmut, welche sie wohl an den Tag legte, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt war durch die Straßen zu hetzen. Ihre Haare waren ziemlich ungewöhnlich, so wirkten sie fast weiß und doch hatten sie einen silbernen Schimmer. Ihre Haut war ebenfalls sehr hell, weshalb sie einen unwirklichen Anschein machte. Fast wie ein Geist aus den Schauergeschichten. Allerdings bezweifelte ich, dass sie ein solcher war. Vor was sollte ein Geist bitte weglaufen? Das war unlogisch.

"Mir scheint als hättest du es ziemlich eilig. Dir will doch aber keiner etwas zu leide tun oder? Solch einem hübschen Mädchen sollte keiner etwas antun tun wollen." Natürlich, natürlich. Für sie war ich ein Fremder und wahrscheinlich würde sie meine Hilfe ablehnen. Doch hatte ich in meinem kurzen Leben schon selbst genug schlechte Erfahrungen gemacht. Verfolgt zu werden war eine davon. Und ich wusste wie dermaßen Nervenaufreiben dies war. Hinter jeder Ecke vermutete man eine Falle und jeden Menschen hielt man für seinen potenziellen Mörder. Mir gefiel der Gedanke nicht, dass andere solche Erfahrungen ebenfalls erleben mussten.

"Tut mir leid.. ich will dir nicht zu nahe treten. Aber.... ich kenne dieses Gefühl... Verfolgt zu werden.. niemanden zu haben dem man vertrauen kann. Is echt scheiße.... Deshalb naja... Wenn ich dir irgendwie helfen kann. Ich bin Rauly." Beendete ich schließlich meinen Text um das arme Ding nicht völlig zu verwirren. Normalerweise war ich nicht so.. zurückhaltend. Allerdings war dieses Thema sehr ernst. Und mit ernsten Sachen konnte ich noch nie umgehen. Ich zog meistens alles ins lächerliche, wenn es mich betraf. Um meine eigene Angst zu überspielen. Ein paar mal schön hätte es mir fast den Kopf gekostet. Bei anderen versuchte ich zumindest ernst zu bleiben... und so war mein Angebot auch durchaus ernst gemeint. Ich mochte es nicht, wenn man andere bedrohte oder belästigte... Es heizte das Feuer in mir an... und wütend will man mich nicht erleben.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mi Jun 05, 2013 5:46 pm

Der junge Mann erhob sich, während Shea zu Atem kam, mit einer eleganten und fließenden Bewegung von der Bank. Sie musterte ihn, nicht den leisesten Hauch von Misstrauen konnte man in ihren dunkelrosanen Augen entdecken, während sie den Blick über seine Gestalt wandern ließ. Er war ein ganzes Stück größer als sie, Schätzungsweise sicherlich 15 oder 20 Zentimeter, auf den ersten Blick wirkte er zwar durchaus muskulös, aber nicht..gefährlich? Das konnte täuschen, wie die junge Frau nur zu gut wusste. Fahrig strich sie sich noch einmal das Pony aus der Stirn, während sie seine auffälligen Haarfarben betrachtete, etwas länger - für ihren Geschmack zu lange - betrachtete sie seine eisblauen Augen. Rasch strich sie über ihre Kleidung. Er meinte, dass sie es wohl ziemlich eilig habe - was er nicht sagte - und dass ihr doch niemand etwas zu leide tun wolle? Solch einem hübschen Mädchen sollte doch keiner etwas antun wollen. Das er sie 'Mädchen' nannte ignorierte sie geflissendlich, er konnte kaum 2 oder 3 Jahre älter sein als sie selber! Sie biss sich unruhig auf die Unterlippe, er war ein Fremder, für sie, und nach ihrer Erfahrung war es klüger Fremden nicht unbedingt alles zu erzählen, natürlich, durfte man auch nicht auffallend abweisend sein. Er fügte hinzu, dass er ihr nicht zu nahe treten wolle, aber das Gefühl kenne, verfolgt zu werden. Verfolgt zu werden, ja, vielleicht, aber wahrscheinlich nicht, auf diese Art verfolgt, dachte sie still bei sich, ließ sich aber nichts anmerken. Nach einigen weiteren Worten - die Shea kaum registrierte - stellte er sich als Rauly vor.

"Erfreut dich kennenzulernen Rauly, ich heiße Shea", stellte sie sich höflich vor und fuhr nach einem kurzen Moment des überlegens fort, "Es ist schon in Ordnung, verfolgt zu werden ist etwas nervtötendes, was mich aber verfolgt..nun sagen wir, in dieser Hinsicht bin ich auf mich allein gestellt." Als ob sie das nicht sowieso währe. Verstohlen wischte sie sich erneut mit dem Handrücken über die Wange, um auch die letzte Spur der wenigen Tränen zu beseitigen, die sie nicht hatte verstecken können. "Es tut mir Leid, sollte ich dich gestört haben., setzte sie höflich hinzu, man konnte ja nie wissen. Immer noch rätselte sie, ob er ein Magier war und falls ja, zu welchem Element er gehörte. Wasser war es wahrscheinlich nicht, irgendwie...passte sein Auftreten einfach nicht dazu, auch wenn natürlich jeder anders war. Ganz in ihre Gedanken vertieft beobachtete sie ihn aufmerksam.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Do Jun 06, 2013 10:26 pm

Für einen kurzen Moment wusste ich wirklich nicht was sie meinte. Doch dann viel mir ein, dass es auch andere Sachen gab die einen Verfolgen konnten. Sachen die zwar nicht Materiell waren.. aber dafür nicht weniger furchteinflösend oder erschreckend. Mich hatten lange Zeit schlimme Träume gequäult... Böse Vorahnungen und soetwas. Das war wirklich nicht schön.
Aus dem Augenwickel sah ich wie sie sich über die Wangen wischte. Scheinbar hatte sie das, was sie verfolgte ziemlich mitgenommen. Irgendwie tat sie mir ja leid. Doch was konnte ich schon dagegen tun? Ich wusste doch selbst noch immer nich damit richtig umzugehen.

"Ach Quatsch. Ich hatte mich gerade ziemlich gelangweilt. Ich bin eigentlich kein Mensch der still irgendwo sitzen kann.. aber Kuran Khel war selbst für mich zu voll. Deshalb bin ich von dort geflüchtet... Hier aber ist es schon wieder zu friedlich... Ich... Bin wohl einfach zu Anspruchsvoll oder soetwas." Geknickt sackten meine Schultern ab und ein lautes Seufzen entwich meiner Kehle. Selbstnerven war wirklich ätzend. Aber nun hatte ich ja etwas gefunden, was mir die langeweile etwas vertreiben konnte. Nicht das ich sie anzünden wollte! Nein.. ich wollte mich lediglich unterhalten... schließlich kann ich auch Spaß haben ohne eine Siedlung auf ihre Grundmauern zu reduzieren!

"Und wie bist du in dieses verschlafene Nest gekommen?" Okay.. Nest war vielleicht übertrieben. Immerhin war es trotzdem eine der großen Städte in Malad Lin. Und so viele gab es davon nun auch nicht. "Ach öhm... falls ich irgendwann zu direkt werde dann bremse mich einfach aus.. Meine manieren sind leider verloren gegangen und ich hatte bis jetzt noch keine Zeit nach ihnen zu suchen." Zudem dachte ich nicht viel nach wen ich fröhlich vor mich hinplapperte. Da rutschte einem schon ab und an mal eine etwas persönlichere Frage raus, die man wohl eigentlich nicht stellen sollte. Naja egal. Ich hatte das ja noch nie sonderlich eng gesehen und wenn sie da der selben Meinung war.. dann war ja alles super!

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BeitragThema: Re: Stadtrand   Fr Jun 14, 2013 1:21 pm

Er meinte, er habe sich gerade ziemlich gelangweilt und dass er kein Mensch sei, der still sitzen kann. Es entlockte Shea ein Lächeln. Er fuhr mit einem kleinen Vortrag darüber fort, dass es ihm in Kuran Khel dann doch zu voll gewesen war und er von dort geflüchtet war, dass es hier aber schon wieder zu friedlich sei und er wohl zu anspruchsvoll. Shea schüttelte nachsichtig mit dem Kopf. "Es ist nicht leicht, das rechte Gleichgewicht zu finden und manchmal eben auch, den richtigen Ort dafür", meinte sie noch immer mit einem leichten Lächeln, das ihre Mundwinkel nach oben zog.

Er fragte, wie sie in dieses Nest gekommen sei. Er nannte also wirklich eine der großen Städte von Malas Lin - von denen es nun wirklich nicht übermäßig viele gab - ein verschlafenes Nest? "Ich war eigentlich nur auf der Durchreise, wohin ich allerdings will weiß ich auch nicht", antwortete sie und ihr dunkel rosaner Blick wurde nachdenklich. Sie würde sich von den größeren Städten fernhalten, eigentlich hatte sie das sowieso vorgehabt, aber um diese hatte sie eben keinen Bogen machen können, eigentlich nicht sonderlich schade, schließlich war Rauly eine wirklich amüsante Gesellschaft, bisher hatte er jedenfalls den schwerwiegenden Teil der Konversation übernommen. "So? Deine Manieren sind also verloren gegangen? Nun, dann sei ganz unbesorgt, ich lege wenig Wert auf diese gehobene Art, jedenfalls meistens", kommentierte sie schulterzuckend, musste aber trotzdem fast lachen. "Du musst mir aber auch meine bedauerlicherweise entflohenen Manieren verzeihen, stoppe mich einfach, sollte ich  zu unhöflich werden.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mo Jun 17, 2013 9:57 pm

Was sie sprach war richtig. Ein Gleichgewicht zu finden war in allen Lagen mehr als kompliziert. Es gab so viel auf das man achten musste. Doch wollte ich nicht aufhören zu glauben, dass ich bald eine Stadt finden würde, die perfekt für mich wäre. In der ich mich vielleicht sogar niederlassen könnte um ein Leben aufzubauen. Das Leben als ungebundener Wanderer mag vielleicht spannend und interessant sein.. doch an manchen Tagen wünschte ich mir nichts sehnlicher, als den ganzen Tag nichts zu tun und einfach nur herumzuliegen und dabei Tee zu trinken. Nur momentan konnte ich das vergessen. Täglich musste ich ja irgendwie an Essen kommen und mir einen Schlafplatz organisieren. Zum Glück war das Wetter hier momentan sehr angenehm.

"Ouh, dann bist du also mal hier und mal dort. So wie ich momentan. Ich richte mich gerne nach dem Wind, wenn ich den Weg nicht kenne." erläuterte ich und setzte ein schiefes grinsen auf. Ich hatte keine wirkliche Karte und wenn man sonst nichts hatte, woran man sich orientiere konnte, dann musste man eben zu sehr altertümlichen Mitteln greifen. Der Wind war wenigstens immer vorhanden, nicht so wie die Sterne oder etwas Ähnliches.

"Mach dir keinen Kopf, ich kann mit direkten Menschen durchaus leben. Ich bin von sehr... gelassener Natur. Zumindest sagen das die meisten. Bei mir kann man eigentlich nichts falsch machen. Umgekehrt ist das aber leider nicht so... Es gibt ganz schöne Furien." Letzteres murmelte ich eher in mich hinein. Es war eine unschöne Erfahrung, denn so war dieses seltsame Weib ziemlich rabiat mit meiner Wange umgesprungen. Und weh hatte es getan.. auch viele Stunden nach der Ohrfeige, die ich nicht verdient hatte.

"Bist du denn dann schon länger auf Wanderschaft?" Meine Neugierde wollte sich nicht stoppen lassen. Aber das war eigentlich ja auch nicht so von Nöten. Ich hatte sie schließlich vorgewarnt!
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Fr Jul 12, 2013 4:31 pm

Er stellte fest, dass Shea wohl wie er momentan, mal hier und mal dort weilte, er erläuterte ihr, dass er sich gern nach dem Wind richtete. Zweifelsohne eine interessante Methode, wenn man darüber nachdachte auch durchaus nicht dumm, schließlich war man bei Sonne und Sternen stets auf die Tageszeit und die Wolken am Himmel angewiesen, der Wind aber, war unabhängig von diesen nichtigen Einschränkungen. Der weißhaarigen entging sein Grinsen nicht, was wohl auch nicht seine Absicht war. Sie zog die Mundwinkel zu einem freundlichen Lächeln nach oben. "Also ebenfalls ein Wanderer? Ich bevorzuge es einfach meinem Instinkt zu folgen oder gelegentlich auch den Möglichkeiten."

Er meinte, er könne mit direkten Menschen durchaus leben und das es andersherum nur leider eher weniger so war. Da musste sie ihm zustimmen, aus irgendeinem Grund vertrugen die meisten Menschen es nicht, wenn man direkt und - vor allem - ehrlich zu ihnen war, eine Tatsache die die Wassermagierin immer aufs neue ärgerte. Beim Wort 'Furie' konnte Shea sich ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen. "Diesen Furien - wie du sie nennst - bist du wohl zur Genüge begegnet?", fragte sie und verhinderte nur scherlich einen ironischen Klang. "Aber du hast Recht, nur wenige Menschen können mit direkten Personen umgehen."

Schließlich fragte er, ob sie schon länger auf Wanderschaft sei. Sie biss sich nachdenklich auf die Unterlippe, während sie nachdachte, sie konnte sich kaum an ihre Vergangenheit erinnern, woher sollte sie da wissen, wie lange sie schon unterwegs war? "Es müssten mittlerweile zwei Jahre sein, denke ich", antwortete sie schließlich nachdenklich und gab es auf ihre Unterlippe zu malträtieren. "Und du?" Er war neugierig, sie eben auch, außerdem hatte sie ihm ja auch gesagt, dass ihre Manieren irgendwo auf der Stecke geblieben waren, wo auch immer.
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Rauly
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Jul 23, 2013 12:54 pm

Ich stieß ein leises lachen aus. Oh ja, diese Furien sind mir schon viel zu oft über den Weg gelaufen. Am Anfang waren sie ja alle ganz nett, doch einmal rutscht einem etwas raus und schon spürt man ihre Krallen. Und leider Gottes waren diese nicht immer menschlich. Zum Glück waren wenigstens meine Reflexe einigermaßen schnell, sodass ich die Schnittwunden von meinem Gesicht verhalten konnte. Anderweitig hätte ich wohl schon kein Augenlicht mehr. Schlimme Sache. Dabei bin ich doch so liebenswert und freundlich... meistens.

"Zwei Jahre... Hmh ja bei mir dürfte es in etwa ähnlich sein. Vielleicht sind es auch schon drei. Wenn man keine Verpflichtungen hat ist etwas wie Datum oder Uhrzeit nur Schall und Rauch. Man vergisst es einfach und interessiert sich nicht dafür. Wenn es dunkel ist, ist es dunkel und wenn nicht dann ist es hell." Erklärte ich und lächelte leicht. Für andere Menschen war dies sicher undenkbar, doch warum sollte ich mich darum scheren? "Vielleicht wird sich diese Denkweise bald wieder bei mir ändern. Ich möchte mir hier irgendwo ein Leben aufbauen, wenn ich den passenden Ort gefunden habe. Kann ja schlecht für immer durchs Land ziehen und nichts tun." Diesmal lachte ich sogar. Wäre ich in Khleom und auf der Akademie geblieben, wäre ich wohl schon längst ein erbarmungsloser Killer, der perfekt auf einen möglichen Krieg gedrillt wurde. Wahrscheinlich würde ich in einem hohen Rang bei der Stadtwache arbeiten... das hätte mein Alter schon so hingedeixelt. Aber es kam natürlich anders. Soll er doch schauen, wo er einen anderen Nachfolger für sein Leben findet. Ich jedenfalls würde niemals mehr dahin zurückkehren!

"Ich gehe davon aus, dass du nicht aus Malad Lin stammst. Darf ich fragen woher du kommst? Deinem Aussehen nach zu urteilen würde ich behaupten du stammst aus den Kälteren Regionen in Hyiallfyn... aber ich hab mich auch schon ziemlich oft getäuscht wegen den Rassen und so..." Wieder setzte ich ein zahmes lächeln auf. Nicht das sie meinte, ich wolle sie aushorchen oder so etwas. Ich war nur Neugierig. Würde sie mir die Antwort verweigern würde ich sie natürlich auch nicht dazu drängen sie mir preiszugeben.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Aug 06, 2013 3:18 pm

Shea konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen, als sie sich diese 'Furien' vorstellte, sie kannte Personen die wohl in diese Kategorie fielen, somit konnte sie das wohl ganz gut nachvollziehen, auch wenn sie das Glück hatte, dass ihre 'Liebenswert' Ausstrahlung, viele zurück schrecken ließ. Bevor sie jetzt allerdings in Trübsinnigkeit versinken konnte, sprach Rauly schon und meinte, dass er ebenfalls seit zwei, vielleicht auch drei Jahren unterwegs war und dass Datum und Uhrzeit wie Schall und Rauch waren, wenn man sie nicht unbedingt benötigte. Still stimmte sie ihm zu, während er allerdings schon weiter erzählte und meinte, er hätte vor sich hier irgendwo ein Leben aufzubauen, wenn er den richtigen Ort fand, er könne ja schlecht für immer durchs Land ziehen und nichts tun.
Shea lächelte traurig. "Da magst du Recht haben, nun ich wünsche dir, dass du den Ort bald findest, den du suchst", meinte sie und vertrieb die leichte Niedergeschlagenheit, wenn es ihr schon nicht von Natur aus gelangt, sollte sie wenigstens die Fassade aufrechterhalten, mit der sie doch sonst jedem Begegnete. Sie strich sich eine silbrig-weiße Haarsträhne zurück und blinzelte, als sie einen Moment zum Himmel sah, um ihre Gedanken wieder zu Ordnen.

Er sprach weiter und fragte, woher sie käme, da er annahm sie stamme nicht aus Malad Lin. Aufgrund ihres Aussehens würde er behaupten, sie stamme aus den kälteren Regionen von Hyiallfyn, aber er habe sich wegen den Rassen schon öfters getäuscht. Shea musste diesmal wirklich lachen, so eine Einschätzung hatte sie noch nicht gehabt, sämtliche andere Kontinente waren ihr allerdings bereits untergekommen. Er war wirklich neugierig, gut so, das lenkte sie ab und reizte auch ihre Neugierde noch mehr an. "Du hast schon Recht, ich stamme nicht aus Malad Lin, ich glaube allerdings nicht, dass ich mich in Hyiallfyn gut machen würde, dort ist es mir dann doch zu kalt. Ich stamme aus Seressa. Und woher kommst du?", fragte sie nun ihrer Seits nach. Insgeheim fragte sie sich auch, was er war, aber das könnte sie noch immer fragen wenn sie wusste woher er kam, vielleicht konnte sie es auch erraten?
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Do Aug 08, 2013 6:51 pm

Ich musste fast schon schmunzeln. Oh sicher würde es noch etwas länger dauern, bis ich diesen 'einen' Ort gefunden hatte, an dem ich bleiben wollte. Irgendwo war es ja Schade, aber andererseits würde ich dann noch viel neues Entdecken und noch andere nette Leute Kennenlernen. Es hatte also alles seine Vor- und Nachteile.

"Seressa? Hmh.. ach ja! Davon habe ich schon gehört. Es ist ein kleine Flossstadt nicht wahr? Muss sicher spannend sein auf dem Wasser zu leben... allerdings wäre das nichts für mich. Hab Angst, dass ich eines Nachts bei den Fischen aufwache. Und diese Sirenen.. nee... nee, dass ist nicht meine Welt." Bei dem Gedanken an die doch sehr hübschen Fischdamen schüttelte es mich. Es waren Monster.. Bestien.. Niemals wollte ich persönlich einer begegnen. Allerdings... die Geschichten und Legenden, die man über sie erzählte waren schon ziemlich spannend.

"Ich... naja.. ähm... ich stamme aus Khleom..." Stammelte ich etwas verlegen vor mich her und sah dabei auf meine Schuhe, die unruhig hin und her traten. Ich mochte diese Thema nicht, da viele nicht gut auf Leute zu sprechen waren, die aus jenem Kontinent kamen. Dabei war ich gar kein Herrschsüchtiger Feuermagier, der alles und jeden unterjochen möchte. Ich bin einfach nur.. ich.. Rauly. Vielleicht manchmal etwas neben der Spur, aber doch an sich nicht gefährlich. An sich. Ich wusste, wann ich mein Leben zu verteidigen hatte.

"Ich hoffe, dass ändert jetzt nicht dein Bild von mir. Ich bin nicht böse und auch kein Spion oder soetwas... ich habe den langen Weg auf mich genommen um all dem Wahnsinn dort zu entfliehen. Wäre ich es nicht, hätten sie mich zu einer grausamen Bestie gedrillt, die nur auf einen Krieg wartet um dort Leben auszulöschen." Ich stieß ein wehleidiges Seufzen aus. Warum nur wollten Sie diese schöne Welt noch mehr zerstören? Es reichte ja schon, dass diese Naturkatastrophen sich ab und an über uns stürzten... und dann wollten diese Idioten noch mehr Chaos und Verwüstung anrichten.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Aug 13, 2013 11:55 am

Shea nickte, bei seiner Feststellung, er habe schon davon gehört. Seressa, dachte die silberhaarige und ein Anflug von Trauer zeigte sich in ihrem Blick, kurz nur, so kurz, dass sie hoffte, Rauly habe es nicht bemerkt. Andererseits war dieser auch in seiner Ausführung darüber, dass es sicher spannend sei auf dem Wasser zu leben, versunken. Für ihn wäre das allerdings wohl nichts, er habe Angst eines Nachts bei den Fischen aufzuwachen. Die Wassermagierin musste bei diesen Worten lachen. „Nun, ich glaube nicht, dass das passieren würde, jedenfalls, habe ich so etwas noch nicht mit erlebt.“ Was die Sirenen anging müsste sie ihm allerdings Recht geben, es waren wirklich teuflische Biester, einer Begegnung mit diesen Fischen war es ratsam aus dem Weg zu gehen.  Obwohl sie sicherlich auch irgendwie interessant waren, wenn man von Legenden und Geschichten ausging, die erzählt wurden, obwohl Shea davon nicht besonders viele gehört hatte, es hatte sie nie wirklich gekümmert. Generell kümmerten Legenden sie wenig, gleicheres galt für Vorurteile, so begründet sie auch manchmal sein mochten.

Das Mädchen fuhr innerlich zusammen, als er meinte, er stamme aus Khleom. Äußerlich aber zuckte sie nicht einmal mit der Wimper, allein daran, dass er unruhig hin und her trat konnte sie sehen, dass er dieses Thema nicht sonderlich mochte. Er wirkte auf sie auch nicht, wie ein Herrschsüchtiger Feuermagier, also Feuermagier vielleicht oder wahrscheinlich schon, aber nicht herrschsüchtig und boshaft oder sonst so etwas.  Natürlich war er sicherlich auch kein Unschuldslamm, aber wer war das schon? Sie doch schließlich auch nicht und dabei war das Wasser eigentlich ein recht friedliches Element, wenn man es nicht verärgerte versteht sich. „Khleom wäre nichts für mich“, meinte sie, „auch wenn ich gern wüsste, wie es dort ist.“ Sie kannte bisher wirklich nicht viel von der Welt, lediglich Seressa und einige Städte von Malad Lin hatte sie gesehen.

Er redete schon weiter, dass er nicht böse sei, ein Spion oder so etwas, dass er hoffe, dass ändere jetzt nicht ihr Bild von ihm und dass er den Weg auf sich genommen habe um dem Wahnsinn dort zu entfliehen. Sie ließ ihn ausreden. „Keine Sorge“, seufzte sie und schüttelte mit dem Kopf, „Ich halte zwar nicht besonders viel von manch einem herrschsüchtigen Idioten dort, aber du wirkst nicht so, als hättest du einen ähnlichen Charakter.“ Das stimmte, auch wenn sie nicht viel auf Vorurteile gab, aber manch einer in Khleom war wahrlich ein Idiot und hatte einen miesen Charakter noch obendrein. Wenn man dem trauen durfte, was man hörte.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Aug 20, 2013 6:46 pm

"Oh ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir dort nicht gefallen würde... Es ist staubig und trocken, die Luft riecht fast dauerhaft nach Öl, Feuer und Kohle." Ich verzog mein Gesicht zu einer angewiderten Fratze. Allein der Gedanke daran zog meine Laune an festen Stricken nach unten. Ich schüttelte meinen Kopf, löschte die Erinnerungen und versuchte das alles ganz Objektiv zu beschreiben. "Naja, meistens findest du dort eher kleine Knorrige Bäume und ein paar Pflanzen, die mit den Temperaturen auskommen. Allein Optisch ist Malad Lin viel schöner. Aber auch von den Menschen her. Du solltest in Khleom niemals zugeben, dass du nicht voll und ganz hinter Monarch Xenthos stehst.. oder hinter seinem seltsamen Sohn. Anderweitig wachst du am nächsten Tag wohl im Kerker auf... oder gar nicht mehr." Auf meine letzte Äußerung stieß ich einen amüsierten Laut aus. Der feine Herr hatte keine Lust auf Aufstände.. also machte er es sicher auch ziemlich hinterrücks. Würde ich ihm zumindest zutrauen.

"Danke für dein Vertrauen. Das ist nicht üblich." Erwiederte ich auf ihre Aussage und warf ihr ein scheues Lächeln zu. Nunja... sie wusste ja noch nicht, dass es sich hier um einen Feuermagier handelte.. Das war so der zweite Schockmoment für die Menschen, die mich kennenlernten. Dabei kann ich doch am wenigsten für meine eigenen Fähigkeiten und das ich so toll damit umgehen konnte. Ich war einfach ein Naturtalent, aber leider auch etwas faul, was das üben anging. Musste ja aber keiner wissen.

"Nun Shea, darf ich dich darum bitten, mir etwas über deine Heimat zu erzählen? Eventuell kannst du mich überreden, dass ich es wage den Landboden zu verlassen. Kurzfristig." Für ein paar Stunden vielleicht. Aber sicher würde ich dort nicht allzulange bleiben, geschweige denn mich dort niederlassen. Ich vertraute Wasser nicht. Es konnte wie Feuer so unberechenbar sein.. allerdings konnte ich diesen Element nicht bezähmen, wenn es hart auf hart kam. Ich ließ mich nach hinten fallen und starrte nach oben. Ich musste wohl wirken, wie ein kleines Kind, dass eine Geschichte hören wollte. Aber so war es ja im Prinzip auch.... Ach ich bin ja so schlimm.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Di Aug 20, 2013 7:10 pm

Shea hörte Rauly gespannt zu, während er ihr von Khleom berichtete. Obwohl seine Beschreibung wahrlich nicht ihren Vorlieben, was Landschaft und Optik anging entsprach, hing ihr Blick doch gebannt an seinen Lippen. Insgeheim musste sie sich selber eingestehen, dass sie sicher den Eindruck machte, als sei sie ein kleines Kind, dass nichts besseres mit dem Tag anzufangen wusste, als Erzählungen zu lauschen. Tatsächlich war es genauso einmal gewesen, früher, bevor ihre Schwester starb. Den lieben langen Tag hatten sie gemeinsam spielen können oder Geschichten von fernen Orten ihre Aufmerksamkeit geschenkt und ein jeder, der sie mit solch einer Erzählung erfreute, erntete sicherlich ein freudiges Lächeln.   „Du magst Recht haben“, sagte sie schulterzuckend, „es klingt wahrlich nicht nach einem Ort, der mir gefallen würde, doch möchte ich gern die Orte sehen, von denen mir einst berichtet wurde.“ Leiser fügte sie hinzu. „Und ich möchte an diesen Orten vergessen, alles.“ Bei seiner letzten Äußerung stieß er einen amüsierten Laut aus und Shea lächelte matt. „Ich habe nichts anderes erwartet“, meinte sie nur.

Sie nickte leicht, als er ihr für ihr Vertrauen dankte und meinte, es sei nicht üblich. „Ich bin vielleicht auch keine übliche Person“, murmelte sie mehr für sich. Erneut fragte sie sich, was er war, sie wollte es wissen, irgendwie musste sie es einfach herausfinden.

Er bat sie etwas über ihre Heimat zu erzählen, vielleicht könnte sie ihn überreden, dass er es wagte den Landboden zu verlassen. Shea drehte eine ihrer Haarsträhnen zwischen den Fingern. „Seressa, ich befürchte, ich kann dir nicht viel erzählen, vieles wirst du wahrscheinlich schon wissen, zudem erinnere ich mich auch nur an die traurigen Teile meiner Vergangenheit“, gab sie unwillig zu, ein empfindliches Thema, bei dem man leicht auf ihre Grenzen stieß, da kam ihr allerdings eine Idee. „Ich erzähle dir, alles woran ich mich erinnere, alles Schöne, dass ich noch weiß, wenn du mir verrätst was du bist, bitte.“ Sie sah ihn mit ihrem süßesten flehenden Blick an, einen Versuch war es Wert und selbst wenn nicht, würde sie ihm von ihrer Heimat erzählen, aber das musste er ja nicht wissen. Das würde er erfahren, wenn es soweit war. „Bitte“, sagte sie noch einmal. Wer sie für ein unschuldiges, liebes Mädchen hielt, beging wohl den schlimmsten Fehler, es war einfach zu leicht, sich in ihrem Lächeln zu irren.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Fr Aug 23, 2013 12:20 pm

Als sie über Seressa sprach merkte ich sofort, dass damit keine allzu schönen Erinnerungen verbunden waren. Für einen kurzen Augenblick blitzen bei mir Schuldgefühle auf, schließlich hatte ich sie an diese erinnert. Und ich wusste beim besten Willen wie es war… Nur blieb mir keine Zeit einer Entschuldigung auszusprechen.  Ihr nächster Satz überrumpelte mich komplett.

„Du….“ Weiter kam ich fürs erste nicht, allerdings setzte schnell mein Denkvermögen wieder ein. Natürlich wollte jeder wissen mit wem er es zu tun hatte. Es war irgendwo verständlich. Nur hatten mich damalige Reaktionen auf mein Element eher verunsichert. Jedoch… sie war sowieso ein Spezialfall wie mir schien.  Vielleicht konnte ich es riskieren. Noch während ich nachdachte warf ich ihr einen kurzen Blick zu. Ihr liebes Lächeln und der Blick überredeten mich dann schließlich komplett und ich beschloss ihrer Bitte folge zu leisten. Ausnahmsweise.

„Okay.. aber nur wenn du mir dann auch noch verrätst, was du bist!“ Wir wollten schließlich fair bleiben. Ohne groß abzuwarten, schritt ich zu dem nächsten Baum und pflückte mir dort einen kleinen Zweig ab. Sicher.. ich könnte auch einfach den ganzen Baum anzünden.. oh ja, das wäre sicher lustig geworden. Allerdings nicht für sie. Ich wollte schließlich nur etwas demonstieren.

„Pass genau auf. Und denk daran, du wolltest es wissen!“ Der dünne Zweig zwischen meinen Finger begann zu brennen. Das Feuer leckte über das grün und ließ nur Graue Asche zurück, die sich im Wind verstreute. Als dieser komplett abgebrannt war, zerdrückte ich die winzige Glut und warf diese auf den Boden. „Das ist meine Magie. Ich bin ein Feuermagier.“ Und nicht alle unserer ‚Rasse‘ waren böse und auf Zerstörung aus. Zugegeben.. man musste etwas opfern um das Feuer zu entfachen und zu nähren. Allerdings müssen es weder Menschen, noch Gebäude sein. Wobei.. ein paar alte Gebäude habe auch ich schon auf dem Kerbholz. Aber hey! Wie sonst soll man bitte etwas lernen? Nur musste ich ihr das nicht gleich auf die Nase binden.

„Und nun bist du dran.“ Jetzt war ich wirklich ziemlich gespannt.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Fr Aug 23, 2013 5:27 pm

Scheinbar hatte Shea ihn ein wenig überrumpelt - gelinde gesagt - es amüsierte sie fast ein wenig, was sie natürlich nach außen hin nicht zeigte, sie behielt ihr Lächeln bei. Aber seine Reaktion machte sie auch noch neugieriger und sie konnte es kaum noch erwarten, die Antwort zu bekommen. Sein Blick sagte ihr, dass sie es geschafft hatte, ihn zu überreden und ihr Lächeln wurde noch eine Spur lieblicher. Er stellte allerdings zur Bedingung, dass sie ihm auch verraten müsste, was sie war. Sie nickte sofort, kam aber nicht dazu, etwas zu sagen, da er schon zum nächsten Baum ging und einen kleinen Zweig pflückte. Ihre Augen verengten sich kaum merklich, was hatte er vor?

Die Ernsthaftigkeit, mit der er sprach, machte sie einerseits noch neugieriger - sofern das möglich war - andererseits lief ihr dabei ein eisiger Schauer über den Rücken und verunsicherte sie ein wenig. War es wirklich so klug, wissen zu wollen, was er war? Nun konnte sie allerdings auch nicht mehr zurück, manchmal musste man einfach mit seinen Entscheidungen leben. Wie verzaubert ruhte ihr Blick auf dem Feuer, dass den Zweig langsam zerfraß und zu seinem machte. Noch einen ganzen Moment, nachdem das Feuer erloschen war, flackerten die Flammen vor ihren Augen. Sie schüttelte den Kopf, um wieder klar denken zu können. Vermutlich war das nicht ganz die Reaktion die er erwartet hatte - sie hätte das selber nicht von sich erwartet.

Er meinte, dass nun sie dran war. Shea überlegte einen Moment, ihr Blick schweifte kurz umher, dann entdeckte sie etwas Wasser. Sie kniete sich auf den Boden und ließ zwei kleine 'Kugeln' aus Wasser schweben, ließ sie sich umeinander drehen und konzentrierte ihre ganze Leidenschaft für dieses Element, darauf, das Wasser nach ihrem Willen zu formen. "Ich denke, unsere Elemente wiedersprechen sich", meinte sie und sah ihn amüsiert lächelnd an. Wasser und Feuer, so verschieden und wiedersprüchlich sie auch waren, entdeckte Shea doch eine Verbindung, denn wie sollte das eine einsam des anderen existieren? Kaum wandte sie den Blick vom Wasser ab, verflog der Zauber, sie arbeitete noch daran, den Zauber auch aufrecht zu erhalten, wenn sie sich nicht vollkommen darauf konzentrierte. "Wie du siehst, habe ich allerdings nicht besonders viel Übung" Sie zuckte leicht mit den Schultern, dann erinnerte sie sich an ihr Versprechen. Sie sammelte ihre Erinnerungen, an Seressa und versuchte zu beschreiben, was sie nicht beschreiben konnte. "Seressa ist wie du weißt, einer der Floßstämme, umgeben von Wasser" Sie schloss die Augen, um sich besser zu erinnern. "Das Meiste dürfte dir wohl bekannt sein, ich kann dir lediglich erzählen, wie ich die Umgebung als Kind wahrnahm. Für eine Wassermagierin, wie mich und meine Zwillingsschwester, war es die perfekte Umgebung, wir konnten den ganzen Tag am Wasser sitzen, es hat uns..angezogen, magisch - auch wenn das vermutlich das falsche Wort ist. Auf ganz eigene Weise ist es wunderschön dort, jedenfalls, wenn man den Gefahren des Wassers nicht zu nahe kommt." Glitzernde Tränen rannen ihr über die Wangen und ihre Stimme brach ab. Sie schluckte schwer, um sich wieder zu fassen. "Mehr..An Mehr kann ich mich nicht erinnern", sagte sie stockend. "Es tut mit Leid" Sie wischte sich mit dem Handrücken über die Wangen und versuchte die Tränen zurückzuhalten, doch es gelang ihr nicht. Sie vermisste ihre Schwester so sehr und sie allein gab sich die Schuld, an ihrem Verlust.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mo Aug 26, 2013 10:12 pm

Ungeduldig wartete ich darauf, dass sie mir zeigte was in ihr steckte. Innerlich war mir ja schon ein Felsbrocken von der Seele gefallen, als sie nicht schreiend davon geflitzt ist, als das Feuer den Zweig zerfraß. Eine solch ruhige Reaktion war eher eine Seltenheit. Jetzt erst im nachinein wurde mir bewusst, dass es ziemlich leichtfertig war meine Magie auf offener Straße zu präsentieren. Sicher, wir waren eher am Rande der Stadt... aber dennoch. Ich musste besser aufpassen!

Meine Vorsätze von vor einer Sekunde waren allerdings gleich wieder vergessen. Zwei Kugeln aus Wasser schwebten in der Luft und die Sonne ließ diese wunderschön glitzern. Ja verdammt ich bin zwar ein Kerl, aber das hieß nicht, dass ich kein Auge für die Schönheit der Natur hatte!
"Ja, das denke ich auch. Aber solange du mir von dem Zeug nichts über den Kopf gießt.. würde ich meinen vertragen wir uns dennoch ganz passabel." Erklärte ich und lächelte schief. Dämliche Angewohnheit.. Musste ich noch irgendwann loswerden. Dringend!

"Ach... mach dir nichts draus. Magie ist nichts, was man einfach so nach ein paar Jahren beherrscht. Selbst mein Alter trainiert bis heute noch. Dabei ist er schon als Stufe IV Magier bekannt." Erklärte ich und meine Stimme troff nur so vor Abscheu, als ich diese eine Person erwähnte. Nur weil ich nicht so versessen war wie er, musste er mir das Leben zu Hölle machen. Soll er später doch dort lange schmoren.

Nicht viel kam ihr über die Lippen, als sie von Seressa erzählte. Scheinbar waren die Erinnerungen einfach zu schmerzhaft für sie. Ohne groß darüber nachzudenken überbrückte ich die Entfernung zwischen uns und strich ihr sanft mit meinem Zeigefinger eine Träne davon.
"Du hättest mir sagen sollen, dass du das alles nicht verkraftest. Bitte Entschuldige meine Aufdringlichkeit. Sprich nicht mehr davon."

"Wenn du willst kann ich versuchen dich aufzuheitern. Ich kann dir erzählen, wie ich als kleines Kind in meinen Cornflakes gebadet habe. Oder wie ich mir aus versehen Kleber in die Hare geschmiert habe... und diese dann an meiner Hand hingen." Normalerweise waren dies Geschichten, die ich niemandem freiwillig erzählte. Allerdings fühlte ich mich gerade dermaßen schuldig, dass ich alles versuchen wollte um sie wieder aufzuheitern. Nur viel mir nichts besseres ein als das... Peinlich.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Do Aug 29, 2013 3:09 pm

Shea legte leicht den Kopf schief, als Rauly meinte, sie vertrügen sich doch ganz passabel, solange sie ihm nicht von diesem Zeug – oder auch Wasser genannt – über den Kopf schüttete. Sein schiefes Lächeln veranlasst sie dazu die Mundwinkel leicht nach oben zu ziehen. "Nein, ich denke nicht, dass ich dir in absehbarer Zeit Wasser über den Kopf gießen werde." Obwohl sie durchaus zugeben musste, dass der Gedanke recht interessant war und der Anblick wäre sicherlich auch amüsant.

Er hatte schon Recht, Magie war nicht einfach und schon gar nicht schnell zu erlernen, das wusste sie eigentlich auch und sie sagte es sich immer wieder, doch trotz ihrer Geduld ärgerte es sie immer aufs neue, dass es schien, als würde sie nicht besser.
"Ein Stufe IV Magier?", es war nicht festzustellen, was Shea bei dieser eher an sich selbstgestellten Frage dachte. Vielleicht dachte sie auch gar nichts. Dafür fiel ihr sehr wohl die Abscheu auf, die bei diesen Worten in seiner Stimme lag. Die Magierin beschloss lieber nicht weiter nach zu fragen, sie musste es mit ihrer Neugierde ja nicht unbedingt auf die Spitze treiben.

Shea gab sich jede Mühe nicht zusammen zu zucken, als er sie berührte, es war zu lange her, dass es jemanden gekümmert hatte, ob sie weinte oder nicht. Sie biss sich auf die Unterlippe, hob leicht die Schultern und ließ sie wieder sinken.
Sie zwang sich zu einem matten Lächeln und schüttelte mit dem Kopf. "Ist schon gut", meinte sie. Er erinnerte sie an die wenigen guten Erinnerungen die ihr geblieben waren, zum Beispiel, als Shea und ihre Zwillingsschwester versuchten sich in ihrer Magie zu üben und dabei dann ihre Eltern duschten. So gesehen, hatte er sie bereits aufgeheitert.

[OoT: Tut mir Leid, für den kurzen Post, aber Schule stresst]
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mo Sep 02, 2013 6:26 pm

Ganz überzeugt war ich zwar nicht von ihren Worten, jedoch wollte ich mich hüten, sie noch weiter runter zu ziehen. Ich nickte also und hoffte, dass sie diese Erinnerungen irgendwann verarbeiten oder wieder verdrängen konnte. Ich war aber auch so ein Fettnäpfchentreter. Zu blöd aber auch.

"Du hast vorhin so verwundert geklungen, als ich das mit den Stufen erwähnte. Weißt du nicht was ein Stufe 4 Magier ist?" Verübeln konnte ich es ihr nicht. Sie sollte froh sein, dass sie einem solchen Magier noch nicht begegnet war. Sie beherrschten ihre Magie wirklich unheimlich gut. Warum es diese Stufe nur bei der Feuermagie gibt, wusste ich allerdings bis heute nicht. Bestimmt wurde es auf der Akademie einmal erklärt. Nur bin ich mir sicher, dass ich da etwas besseres zu tun hatte, als zuzuhören. So war es nämlich meistens.

"Sagen wir es so, die Stufe IV Magier sind eine Klasse für sich. Sie können verbrennen, was andere nicht einmal ankokeln könnten. Ich habe auch gehört, dass sie Waldbrände lenken könnten.. aber das halte ich eher für ein Gerücht. Mein Vater hat nicht viel von seinem Talent gezeigt... aber er war.. oder ist in Khleom ne ganz große Nummer." Beim letzten Satz rollte ich mit den Augen. Wäre er nur ein halb so guter Vater, wie er ein Magier ist, dann wäre ich wohl ein ziemlich glückliches Kind gewesen und nicht in so jungen Jahren auf mich allein gestellt. Allerdings.. wäre ich dann wohl so ein reiches, verzogenes Schnöselchen, welcher ebenfalls die Weltherrschaft für das Reich des Feuers anstrebt. Welch gruseliger Gedanke. Dann blieb ich doch lieber hier und hatte meine Ruhe.

"Sei froh, dass du noch keinem begegnet bist. Die meisten halten sich für Götter und das zeigen sie auch ganz offen. Allesamt arrogant wie ich finde." Ich gab ein verächtliches Schnauben von mir. Innerlich fragte ich mich, wie ich mit dieser Einstellung überhaupt so lange in Khleom leben konnte. Es war ein Rätsel.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Fr Sep 13, 2013 6:51 pm

Shea legte leicht den Kopf schief, als er fragte, ob sie nicht wisse, was ein Stufe 4 Magier sei. Sie wusste es schon, mehr oder weniger, eher weniger oder auch gar nicht. Die Wahrheit war: Sie hatte wirklich keine Ahnung, sie wusste, dass diese Magier sehr, sehr stark waren und ihre Magie beherrschten wie kein anderer, sie wusste auch, dass es diese Stufe bei ihrer Magie nicht gab – wie es bei den anderen außer der Feuermagie war, war ihr unbekannt, es war auch nie etwas gewesen, dass sie anstrebte herauszufinden, ihretwegen konnten sie mächtig sein wie sie wollten, solange sie nicht mit einem von ihnen aneinander geriet. Das würde dann vermutlich nicht ganz so rosig enden.

Beinahe hätte sie über ihre Gedanken die Erklärung verpasst, rasch spitzte sie also die Ohren und hörte Rauly bei seiner Aufzählung zu. Der letzte Satz lenkte sie allerdings dann ab. Es klang nicht so, als mochte er seinen Vater besonders – sie selber konnte da nichts sagen, ihre Eltern waren wohl einzigartig, in jeder Hinsicht, aber vor allem negativ. Sie fragte nicht nach, obwohl sie durchaus Neugierig war, doch so unhöflich sie auch manchmal war, sie war nicht aufdringlich und sie wusste durchaus, wenn es klüger war still zu sein, außerdem war sie der Meinung, es sei schon genug über Familie, Vergangenheit und Heimat gesagt worden, vielleicht fand sich ja ein erfreulicheres Thema?

Shea lachte, nicht amüsiert oder gar belustigt, es war ein kaltes Lachen, vielleicht sah es auch ein bisschen verrückt aus, aber nur ein ganz kleines bisschen und das verschwand schnell wieder. "Diese Arroganz gibt es auch bei anderen Magiern, glaub mir." Sie kannte nicht wenige, die sich so verhielten, die sich verhielten, als sein sie mehr wert, als jeder andere. Sie verhielten sich, als wären sie die Götter dieser Welt und vergaßen dabei vollkommen, wie verletzlich sie doch waren.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mi Sep 18, 2013 10:14 pm

Ich überlegte kurz. Recht hatte sie. Es gab viele Magier die arrogant waren.. selbst wenn sie nichts konnten. Oder nur ein kleines Kunststück beherrschten... es genügte um damit zu prahlen und andere damit zu nerven. Das war mindestens genauso schlimm wie pure Arroganz. Wenn man sie aber ohne den Gebrauch von Magie von ihrem Ross runterholte, dann waren sie es, die keinen Ton mehr rausbrachten und die Beine in die Hand nahmen. Das war lustig! Zugegeben, als ich jung war hatte ich genauso nach Aufmerksamkeit gelächzt... Besonders nach der von meinen Eltern. Aber schnell musste ich feststellen, dass sie mein mittelmäßiges Können nur als Schande ansahen. Dies dämmte meine Euphorie anderen etwas beweisen zu wollen. Ansonsten wäre ich wohl zu solch einem Magier geworden, über die ich nun lästerte. Ich war froh darüber, dass es nicht so ist.

"Zum Glück sind wenigstens nicht alle so." Sagte ich stattdessen und lächelte die junge Frau vor mir an. Sie schien mir jedenfalls in keinster weise arrogant oder ähnliches zu sein. Zugegeben, ich wusste sie noch nicht wirklich einzuschätzen.. aber ich nahm dies einfach einmal an. Meistens zeigte sich dieser unschöne Charakterzug ja schon relativ bald und noch habe ich davon nichts mitbekommen.

"Und was hast du heut noch so vor?" Fragte ich eher nebenbei um das Gespräch nicht abzubrechen und unschönem Schweigen platz zu machen. Auch ich sollte mir noch Gedanken machen, was ich heute noch so tun wollte. Es war ein schöner Tag, viel zu Schade um nur herum zu hocken. Allerdings hatte ich keine Ahnung, was ich anstellen sollte. Vielleicht würde sie mich ja auf eine zündende Idee bringen.. also.. nichts mit abfackeln oder so. Ich hatte schon gelernt, dass man hier nicht einfach irgendetwas anzünden sollte, wenn man nicht mit Mistgabeln und Wassereimern verfolgt werden wollte... Blöde Geschichte.
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BeitragThema: Re: Stadtrand   So Okt 13, 2013 8:08 pm

Shea musste sich still eingestehen, dass sie selber auch einen gewissen Teil Arroganz in sich trug. Zwar keine Arroganz, die auf ihrer Magie basierte oder dass sie damit prahlte und versuchte Aufmerksamkeit zu bekommen, im Gegenteil, es war ganz gut nur ein Schatten zu sein, nicht bemerkt zu werden und Ruhe zu haben. Aber dennoch, sie wr in gewisserweise vielleicht sogar arroganter, als gewisse eingebildete Magier. Eine Arroganz, die sicherlich noch um einiges gefährlicher war. Doch man hatte ihr gezeigt, wie sie ihren Charakter unterkontrolle hielt. Er irrte sich also vermutlich ziemlich in ihr, aber sie konnte ihn schließlich auch noch nicht wirklich einschätzen. Shea strich sich einige Haarsträhnen zurück und lächelte auf seine Aussage hin, dass ja zum Glück nicht alle so waren. "Es wäre doch auch reichlich unbrauchbar, gäbe es noch mehr von diesen arroganzen Magiern, nicht?"

Auf die Frage hin, was sie heute noch so vor habe musste sie einen Moment überlegen. Ursprünglich hatte sie diese Stadt, wie jede andere auch, möglichst schnell hinter sich lassen und weiter ziehen wollen, da sie jetzt aber aufgehalten wurde könnte sie auch einfach noch eine Weile hierbleiben. "Ich weiß noch nicht, eigentlich wollte ich weiter, aber unter den gegebenen Umständen bleibe ich vielleicht noch ein wenig hier?" Wobei es dabei - wenn sie nicht aufpasste - zu reichlich Ärger kommen konnte. Blöde Sache, die Geschichte mit der Angst vor dem unbekannten, aber was sollte man schon tun? Es war wie es war und irgendwie war es doch gut so.

[OoT: Tut mir Leid, dass es so lange gedauert und trotzdem so kurz ist. Ich war in Rom, hatte privat einige Probleme und momentan wird bei uns renoviert.]
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BeitragThema: Re: Stadtrand   Mi Okt 16, 2013 9:49 pm

"Unbrauchbar?" Ich dachte kurz über ihre Worte nach, schüttelte dann aber den Kopf. "Sie sind bestens geeignet um Aggressionen abzubauen. Weißt schon.. wenn ausversehen ein winziger Funken auf die teuren Schuhe.. oder Klamotten kommt. Sie regen sich dann immer so furchtbar auf. Richtig ulkig. Meistens benutzen sie dann auch irgendwelche seltsamen Wörter, die ich noch nie gehört habe.. nahezu niedlich. Aber so ein Wort sollte ein Kerl wohl nicht in den Mund nehmen." Warum ich plötzlich so selbstsicher war wusste ich auch nicht. So konnte sie ja nun glauben, dass ich mit Vorliebe Menschen anzündete... aber das war natürlich quatsch. Ich spielte gerne mit dem Feuer, aber ein Lebewesen hatte ich noch nie angezündet. Das konnte man mir zumindest zugute halten! Und eigentlich hatte ich es auch nicht vor... Wenn man sich selbst einmal verbrannt hat, dann weiß man, was Feuer für Schmerzen anrichten kann. Wenn dann der ganze Leib lichterloh in Flammen steht..... eine widerliche und grausame Vorstellung. Noch ein Grund mehr, warum ich nicht weiter auf der Schule in Khleom bleiben wollte.

"Du lässt das wie eine Frage klingen. Wenn ich dich aufhalte, musst du das nur sagen. Ich möchte dir ja nicht zu Nahe treten." Erklärte ich hastig, da ich ja wirklich nicht geplant hatte sie von irgendetwas abzuhalten. Ich war nur neugierig bezüglich ihres Verhaltens. "Auch möchte ich dir keine Unterhaltung aufzwingen. Weißt ja.. bin etwas anstrengend mit der Zeit." Und das war mir auch bewusst. Dennoch ist es mir NIE in den Sinn gekommen daran etwas zu ändern. Ich war schon immer ein Paradiesvogel. Schrill, bunt und nervig.

"Wohin willst du denn eigentlich überhaupt?" Platzte es mir dann aber doch sehr ungehalten heraus. Wollte ich ihr nicht gerade klar machen, dass ich sie nicht zu einem Gespräch zwingen wollte? Ich musste dringen meinen Mund wieder mit meinem Gehirn verkabeln... Scheinbar war da gerade irgendwo eine interne Störung. Das war ja wirklich furchtbar mit mir....
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