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 Straßen der Innenstadt

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BeitragThema: Straßen der Innenstadt   So Jun 01, 2014 10:14 pm

Helvik ist nicht nur die größte Stadt in Hiyallfyn, sondern damit einhergehend auch die am meisten bevölkerte. Trotz der erbarmungslosen Kälte herrscht hier meist reges Treiben und es gilt darauf zu achten, einander nicht zu verlieren - von seinem Hab und Gut ganz zuschweigen. Doch bei all dem Leben, den Geräuschen und all der Besonderheit, sollte man die Schatten in den Gassen nicht übersehen, denn nicht jeder hier ist dem anderen gut gesonnen. So sollten sich die weniger wehrhaften, die Kinder und die reinen Besucher lieber von schmalen, dunklen Wegen fernhalten und gut aufpassen, nicht allein umherzuziehen.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   So Jun 01, 2014 11:03 pm


   
Broken Wings
Post #1
Persephone & Cyriacus
Persephone rieb sich den Schlaf aus den Augen, während sie neben ihrem Begleiter und einzigen Vertrauten, Cyriacus, herlief. Kaum jedoch betraten sie den belebtesten Teil der Stadt wurde die junge Magierin hellwach. Aufmerksam sah sie sich um, sie stammte zwar ebenfalls aus einer Stadt, jedoch nicht aus solch einer belebten und lauten. Die neuen Eindrücke drängten sich dem Mädchen auf: Da waren die Menschen, Magier und sicherlich auch noch andere Wesen, die ihrem Handwerk nachgingen oder einfach an ihr vorbei liefen. Sie hätte nicht zählen können, wie viele es waren, selbst wenn sie es versucht hätte. Aus dem Gewirr der Stimmen konnte sie kaum etwas klares heraus filtern, auf der einen Seite priesen Händler ihre Waren an, auf der anderen unterhielten sich Frauen und Männer über Arbeit und Familie. Viel lieber aber achtete die Weißhaarige auf die anderen Kinder. Die meisten waren älter als sie oder etwa genauso alt, hier und da entdeckte sie ein Mädchen oder einen Jungen, die kaum fünf Jahre alt sein konnten, mit ihren Geschwistern. Im vorbeigehen beobachtete die Windmagier sie eine Weile. Zu Hause spielten ihre Freunde wohl gerade ebenfalls fangen oder verstecken zwischen den Häusern und Menschen. Auch, wenn sie es niemals zugeben würde, hatte sie doch ein wenig Heimweh. Heimweh, nach ihrer vertrauten Umgebung. Das Leben hier in Helvik war nicht nur bunt, laut und spannend, es wirkte auch einschüchternd und beängstigend auf das Mädchen, das doch kaum etwas von der Welt gesehen hatte. Auf ihrem Weg hierher waren sie nur in kleinen Dörfern untergekommen und allmählich hatte Persephone sich an die Ruhe gewöhnt und daran, ihre Gesellschaft in Cyriacus zu suchen. Nun glich es einem Sturz in eisiges Wasser, plötzlich wieder durch die Straßen einer großen Stadt zu wandeln.

Nervös drehte sie den goldenen Siegelring an ihrem Finger, als sie plötzlich eine Hand an ihrem Arm spürte. Reflexartig drehte sie sich um und sah einem ihr unbekannten Mann ins Gesicht. Sie war sich sicher, er konnte ihren rasenden Herzschlag hören, so sehr wie ihr das Herz gegen die Brust schlug. Persephone versuchte sich einzubilden, er habe sie mit jemandem verwechselt und würde sie gleich wieder ihres Weges ziehen lassen, doch ein kleiner Teil ihres nicht von Angst blockierten Verstandes wusste, dass dem nicht so war. Es gab selbst in solch einer großen Stadt nicht viele, die ihr ähnelten, mit ihrer schneeweißen Haut und ihren ebenso weißen Haaren. Sie wehrte sich gegen den Griff des Fremden, der sich daraufhin nur fester um ihren Arm schloss. Die Windmagierin setzte an, etwas zu rufen - auch wenn sie selbst nicht wusste, was - denn bisher war sie vor Schreck unfähig gewesen, auch nur einen Laut von sich zu geben. Doch der Fremde war schneller, er hielt ihr mit der bisher freien Hand den Mund zu, sodass ihr nicht anderes übrig blieb, als ihn von Furcht erfüllt anzusehen. Während ihr Verstand beinahe bereit war, aufzugeben, rief ihr ein anderer Teil zu, sie solle sich wehren, irgendwie. Aufzugeben, einzugestehen, dass die Chancenlos war, kam nicht in Frage. In ihren Augen spiegelte sich nun mehr nicht nur Angst, sondern auch eine nicht zu erwartende Entschlossenheit. In Persephone kam wieder Leben, sie sträubte sich und wand all ihre Kraft auf, um sich dem Fremden zu wiedersetzen. Und das Chaos aus Furcht und Sturheit, beschwor nicht nur eine ungeahnte Kraft in ihr herauf, sondern auch einen unbändigen Sturm - im wahrsten Sinne des Wortes. Schneeflocken, die ihr bisher nur eine eingeschränkte Sicht ermöglicht hatten wurden verweht und tanzten um ihren Gegenüber herum, bis er wohl nichts mehr sehen konnte und gezwungen war, sie los zu lassen, um die kalten Flocken von seinen Augen fernzuhalten.

Schneller, als sie es sich zugetraut hätte, machte Persephone einige Schritte zurück und schlüpfte zwischen den Menschen hindurch, bis sie hinter Cyriacus gelangt war. Noch immer stand ihr der Schreck ins Gesicht geschrieben und das Chaos in ihrem Inneren tobte weiterhin, doch ihre Magie war verebbt, so plötzlich, wie sie gekommen war. Lediglich ihre zerzausten Haare und die Tatsache, dass kein Schnee mehr an ihr haftete, erzählten noch, vom eben geschehenen. Die Weißhaarige wusste, dass sie unsagbares Glück gehabt hatte. Wäre der Fremde nur ein wenig schlauer gewesen, hätte sie keine Chance gehabt. Dennoch tat es ihr Leid, dass sie ihm vermutlich weh getan hatte - sie wusste, wie unangenehm schneidend kalter Wind sein konnte. Sie zog sich die Kapuze ihres Umhangs über den Kopf, dass ihr Gesicht tief im Schatten lag. Nun darauf bedacht, ja bei Cyriacus zu bleiben beachtete sie das bunte Treiben rund herum kaum, sondern schob eine kalte, kleine Hand in die warme ihres Begleiters, um ihn nicht zu verlieren. Oder umgekehrt.

[Sorry das es so spät kommt, ich hatte es total verschlafen >.<]
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Mo Jun 02, 2014 10:03 pm

Ein wahrlich geschäftiges Treiben eröffnete sich vor Cyriacus' Augen als er und seine kleine Begleiterin durch die Stadt marschierten. Im Gegensatz zu Persephone, die mit großen Augen umschaute, ging der gefallene Gott stur seinen Weg nach vorn. Die Bewohner dieser Stadt waren ihm relativ gleich und er wollte auch schnellstmöglich wieder aus dieser Stadt raus. Die Ruhe lag ihm eher wie er fand als dieses laute Getose von allen Seiten. Genervt schulterte seine Tasche in dem er das meiste Reisegepäck verstaut und außerdem sein Katana angebunden hatte, lieber trug er es an einer Tasche als es dauernd am Gürtel zu haben, schließlich war er Magier und kein Krieger, so argumentiert er es zumindest. In Gedanken ging Cyriacus nochmal den Plan für den Aufenthalt in der Stadt durch, denn in so einer großen Stadt wäre es - aus seiner Sicht - unklug planlos drauflos zu ziehen.
Doch diese kurze gedankliche Abwesendheit war fatal in diesem Durcheinander, wie er zweifellos feststellen musste. Persephone war nicht mehr hinter ihm. Panisch blickte der Gott durch die Menge. Wie konnte er nur so unvorsichtig sein, wo es doch seine Aufgabe war auf sie aufzupassen. Zu den Vorwürfen und der Panik gesellte sich noch Wut auf alle, die ihm im Augenblick im Weg waren. Wenn auch nur einer ihr irgendwas antäte, würde er absolut keine Gnade kennen. Nicht nur sein Pflichtgefühl der ihm aufgetragenen Aufgabe gegenüber sondern auch seine Gefühle für das kleine Mädchen waren ausschlaggebend für diese Reaktion.
Schon im Begriff das Schwert zu ziehen und mit seinem Gespür für Magie in der Menge nach Persephone zu suchen, etwas wofür seine begrenzten Fähigkeiten sicherlich ausreichen würden, spürte er mit Mal eine vertraute Wärme und eine kleine Hand suchte den Griff seiner eigenen. Besorgt drehte er sich seiner Begleiterin zu. Sie hatte die Kaputze tief über den Kopf gezogen, wohl um zu verbergen was eben geschehen war. Schon beruhigter, aber immer noch mit Wut gefüllt, fragte er sanft Persephone, was den eben geschehen sei, das die beiden plötzlich getrennt wurden. Er wollte einfach sicher sein, dass auch niemand ihr schaden wollte und das ihr auch wirklich nichts passiert ist.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Mo Jun 02, 2014 10:57 pm


 
Broken Wings
Post #2
Persephone & Cyriacus
Persephone hob den Kopf genug, dass sie Cyriacus ansehen konnte, er von ihrem Gesicht aber nur die untere Hälfte sehen konnte. Wie es schien, hatte er nicht einmal bemerkt gehabt, dass sie verschwunden war. Einerseits war sie erleichtert darüber und sie war nun wirklich kaum einige Minuten von ihm getrennt gewesen - auch wenn es ihr um einiges länger vorkam - aber andererseits war sie sich nicht sicher, ob sie diesen Zwischenfall negativ auffassen sollte. Sie entschied sich nach kurzem Überlegen dagegen, viel zu lieb hatte sie ihren Begleiter gewonnen und ohnehin konnte sie niemandem lange böse sein, egal was geschehen war. So zwang sich die junge Magierin zu einem entspannten Lächeln - das entgegen ihrer Eigenschaft als schlechteste Lügnerin des Jahrhunderts fast glaubhaft wirkte - und zuckte mit den kleinen Schultern, wobei sie feststellte, wie schwer der Stoff ihres Umhangs doch eigentlich war. "Bloß ein hinterhältger Dieb", antwortete sie ruhig, sie konnte einfach nicht noch mehr lügen, als sie es ohnehin schon tat. "Er hatte nur nicht damit gerechnet, dass Magie von Furcht beeinflusst wird." Ihre Stimme wurde leiser, als sie nun weiter sprach: "Ich fürchte, ich habe ihm wehgetan."

Sie spürte wie ihre Unterlippe zu zittern begann, als ihr deutlich wurde, was es hieß, einem anderen weh zu tun. Rasch biss sie sich fest auf die Unterlippe, dass sich die Tränen der Reue in Tränen des Schmerzes verwandelten. Persephone senkte den Blick wieder auf ihre Stiefelspitzen, um keine Schwäche zu zeigen. Sie mochte es nicht, hilflos und klein zu wirken, auch wenn sie es vielleicht war. Nach einigen Herzschlägen hatte sie sich soweit gefasst, dass sie glaubte sprechen zu können, ohne weinerlich zu klingen. "Wo gehen wir nun hin?", fragte sie, um von dem unangenehmen Thema wegzukommen. Außerdem wollte sie rasch wieder hinaus aus dieser Stadt oder wenigstens weg von dieser Seitengasse. Innerlich schalt sie sich einen Hasenfuß, dass sie so feige war und noch dazu, so töricht. Schließlich war sie in einer Stadt aufgewachsen und auch dort waren die Seitenstraßen keineswegs ungefährlich, wie hatte sie vergessen können, worauf es zu achten galt? Auf jede noch so winzige Bewegung im Dunkel? Auf das Geräusch eines Atems, der ruhiger, bedächtiger ging, als der der Passanten? Oder auf die leisen, überlegten Schritte, mit denen sich ein jeder Dieb und Schlimmeres an seine Opfer heranschlich? Beinahe hätte sie leise geseufzt, aber eben nur beinahe. So richtete sie ihren Blick nur wieder von ihren Stiefelspitzen auf ihre Umgebung. Sie betrachtete die Läden und Verkäufer, besonders jene, die Spielzeug verkauften hatten es ihr angetan, doch sie wagte keinen Schritt fort von Cyriacus. Bei ihm fühlte sie sich sicher. Auf diese Weise blieb der Windmagierin nichts anderes übrig, als die Holzfiguren und Plüschtiere aus der Ferne zu beobachten, möglichst nur aus dem Augenwinkel und nur flüchtig, sie hatte ja doch nicht genug Geld - auch wenn sie etwas von zu Hause mitbekommen hatte, das Meiste davon war aber bereits aufgebraucht. Persephone wanderte mit ihren Gedanken aber nur kurz über das Geldproblem, es war nie ihre Aufgabe gewesen und würde man ihr plötlich auftragen, eine Einnahmequelle zu suchen, wäre sie wohl chancenlos verloren. Ihr Blick blieb etwas länger, an einem kleinen geflügelten Löwen, aus scheinbar sehr weichem, in verschiedenen Brauntönen gehaltenen Stoff hängen.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Fr Jun 06, 2014 5:35 pm

Als Persephone erzählte was eben passiert war, runzelte Cyriacus nur die Stirn. Es war offensichtlich, dass sie das Geschehene herunterspielte, doch ging er auf die Geschichte ein. "Ein Dieb also. Keine Sorge, auch wenn du ihm weh getan haben solltest, solche Leute würden auch nicht im geringsten Zögern ein kleines Mädchen zu verletzen. Von daher ist es notwendig sich selbst zu schützen, auch wenn du ihnen weh tun musst." Er streichelte ihr über den Kopf als er ihr es erklärte. Auch wenn es sie nicht von allen eventuellen Schuldgefühlen befreien sollte, so hoffte der gefallene Gott, dass seine Worte sie ein wenig beruhigen würden.
Auf ihre Frage, wohin es denn nun gehen sollte, antwortete er bloß, "Ich weiß nicht wohin jetzt. Leider ist unser Reisebudget im Augenblick ziemlich erschöpft, daher werden wir nicht allzu weit hier noch was erreichen." Während er die aktuelle Lage runterrezitierte, blickte das kleine Mädchen erneut durch die Strassen. Wie konnte man ihr es auch verübeln, so sind Kinder nun mal, dachte sich der Gott, als er sie aus dem Augenwinkel betrachtete. In mancher Hinsicht war der gefallene Gott nicht viel anders. Bisher kannte er die sterbliche Welt nur vom Götterreich aus und war nie Teil von ihr gewesen bis jetzt, so passierte es ihm dass er ganz ähnlich wie Persephone jetzt mit großen Augen durch die Welt zog. Jetzt jedoch interessierte ihm die Stadt relativ wenig. Sie stoppten als seine Begleiterin ihr Interesse auf einen Spielzeugladen richtete und mit ihrem Blick an einem der Schaufensterstücke hing.
Cyriacus schmunzelte nur leicht. Ohne ein Wort zu sagen, marschierte er in den Laden und kam einen kurzen Augenblick später mit dem Löwen, den seine kleine Freundin so angeschaut hatte, in der Hand wiederheraus. "Dein Blick sagte doch schon so ziemlich alles. Hier. Ich schenk ihn dir. Keine Sorge, ich hab keine Hand an unser Reisebudget gelegt." Er lächelte sie sanft an.

Out: Sry, das es so lang gedauert hat, hatte ein wenig mit Prüfungen zu tun.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Fr Jun 06, 2014 7:13 pm


 
Broken Wings
Post #3
Persephone & Cyriacus
Persephone nickte langsam, als Cyriacus ihr erklärte, dass solche Leute, wie der vermeindliche Dieb, auch keine skrupel hätten kleine Mädchen zu verletzen. Allerdings erwiederte sie nichts weiter darauf. Natürlich kannte sie solche Menschen, die gab es nicht nur in großen Städten wie Helvik, sondern auch in kleineren wie Fyallvik und sogar in unscheinbaren Dörfern war man nicht sicher vor ihnen. Jedoch waren sie, umso größer die Stadt, auch wesentlich verbreiteter und angriffslustiger. Dennoch, ihr Begleiter wollte sie beruhigen, auch wenn er ihr die Schuldgefühle nicht nehmen konnte, also gebot es ihr nur die Höflichkeit, nichts weiter dazu zu sagen, sondern sich ihren Teil zu denken. Augenscheinlich ließ die Windmagierin das Thema beruhen und widmete sich 'wichtigerem' innerlich jedoch blieb ein bitterer Nachgeschmack. Diese Art von bitterem Nachgeschmack, wie man sie von Träumen kennt und die einem manchmal noch tagelang auf der Zunge liegt. Es war nicht das erste Mal, dass Persephone sich nicht hatte kontrollieren können und letztes Mal hatte sie dabei einen ihrer Freunde verletzt. Darum wollte sie auch unbedingt lernen. Sie hatte sich geschworen, diesem Ziel mit Leib und Seele zu folgen, egal wie lange es dauern würde.

Die weißhaarige Windmagierin sah kurz prüfend zu ihrem Begleiter auf. Nachdenklich tippte sie sich mit dem Zeigefinger gegen die Lippen, während sie nachdachte. Ihr Reisebudget war erschöpft und sie waren in der größten Stadt dieses Kontinents, in dieser Hinsicht durchaus keine gute Kombination. "Vielleicht finde ich einen Händler, dem ich aushelfen kann", schlug sie nach einigen Sekunden des Denkens vor und sah sich kurz um, ob sie vielleicht schon einen potentiellen Auftraggeber ausmachen konnte. Obwohl sie es nicht gewohnt war, sich derart Sorgen um Geld machen zu müssen, fand sie sich allmählich damit zurecht. Und meistens fand sich jemand, dem sie als Laufbursche gegen eine kleine Entlohnung behilflich sein konnte. Wenn sie ehrlich war, machte es ihr auch nicht allzu viel aus, Aufträge für Händler zu erledigen, sofern sie danach die passenden Münzen erhielt. Manchmal baten auch andere Leute um Hilfe, bei der Suche nach einer Kette oder einigen Besorgungen beispielsweise. Persephone sah es als Herausforderung, die es zu bewältigen galt. Und wenn sie damit auch Cyriacus eine Arbeit abnahm, war es noch ein guter Grund mehr, sich zu bemühen. "Oder vielleicht hat auch wieder jemand eine Bitte für mich"

Sie war so in ihren Überlegungen versunken gewesen, dass sie nicht bemerkt hatte, wie Cyriacus den Spielzeugladen - an dem ihr Blick hängen geblieben war - betrat und kurz darauf wieder verließ, mit dem Geflügelten Löwen in der Hand. Begeisterung spiegelte sich in ihren großen, gelblichen Augen, als sie zu ihm aufsah und das Plüschtier an sich drückte. "Vielen Dank", bedankte sie sich brav und verneigte sich leicht, wie ihr Vater es ihr vor Jahren einmal beigebracht hatte, damit sie sich höher Gestellten gegenüber richtig verhielt.

[OoT: Kein Problem ^^ Ist gerade die perfekte Vorlage für eine Quest xD Merk ich jetz erst]
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Di Jun 10, 2014 11:44 pm

Geschmeichelt schob Cyriacus seine Brille zurecht. Eine viel zu distanzierte Dankensart von Persephone wie der gefallene Gott fand, doch es gab ihm eine gewisse Zufriedenheit etwas richtiges getan und dafür Anerkennung bekommen zu haben. Kleinigkeiten erfreuten die Herzen der Menschen umso mehr, wenn man sie nicht als Gestaltloser sondern als Teil ihrer Welt überreichte, das war ein Fazit, welches er in all der Zeit nach seiner Verbannung schließen konnte. Und das faszinierte ihn umso eher an den Wesen in dieser Welt, die durchaus sich der Existenz von Göttern bewusst sind und die Mächte der Magie teils ihr Eigen nennen und somit großes erreichen können.
Doch mehr als der Dank freute Cyriacus der Blick des kleinen Mädchens über diese kleine Geste. Der Vorfall eben war nun nicht mehr als Geschichte. Jedoch gab es immer noch dieses Geldproblem, welches diese kleine momentane Freude ein wenig überschattete. Ohne Geld würde es schwierig werden irgendwie weiter zu kommen, soviel wusste der erst kürzlich, in Anbetracht seines Alters, Gefallene aus dem Götterreich bereits über die sterbliche Welt. Er strich seine Begleiterin kurz über den Kopf. "Dann lass uns schauen, ob es irgendwie eine Möglichkeit gibt an Geld zu kommen."

Out: Questmäßig kannst du dir ruhig was aussuchen, da es wirklich gerade passt
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Sa Jun 14, 2014 10:13 am


Broken Wings
Post #4
Persephone & Cyriacus
Persephone sah aus dem Augenwinkel zu Cyriacus hinauf und über ihre Lippen huschte ein fast amüsiertes Lächeln. Schneller, als sie selbst geglaubt hätte, drehte sie sich um und fiel ihrem Begleiter um den Hals, darauf bedacht ihn nicht so sehr anzustoßen, dass ihm am Ende noch die Brille herunter fiele - ein leises Gefühl sagte ihr, dass das keine besonders gute Idee wäre. In ihren Augen funkelte der Schalk, hatte er denn tatsächlich geglaubt, sie werde es bei einer Verbeugung belassen? Normalerweise hätte es sie wohl beleidigt, wie schlecht er sie doch zu kennen schien, aber sie war nun einmal keine Person, die überhaupt richtig beleidigt sien konnte. Ganz im Gegenteil: Sie war eine Frohnatur, die andere nicht selten mit sich zog und sie zum Lachen brachte, sei es durch ihre eigene offene, schon beinahe naive Art oder einfach durch eine Tollpatschigkeit, auch wenn letzteres seltener Vorkam. Die kleine Windmagierin lächelte, dann ließ sie Cyriacus los und stellte sich wieder ordentlich neben ihn, wie nebenbei richtete sie die Kapuze, die ihr beinahe wieder vom Kopf gerutscht wäre.

Die Weißhaarige nickte kurz, als ihr Begleiter meinte, sie sollten sich also nach einer Möglichkeit umschauen, an Geld zu kommen. Wenn es um das Suchen ging, war Persephone ganz in ihrem Element, sei es die Suche beim Versteckspiel, die Suche nach einem Gegenstand oder die Suche nach einer Arbeitsstelle - wie jetzt. Sie ließ ihren Blick wachsam über die Menge gleiten, dann entdeckte sie einen Händler, der wohl etwas überfordert mit seinem Kundansturm war. Kurz überlegte sie, Cyriacus mit sich zu ziehen, entschied sich dann aber dagegen. Er konnte ihr ja folgen, wenn er mochte. Sprechen würde ohnehin sie, die meisten Menschen reagierten freundlicher auf Kinder. Rasch schlängelte sie sich zwischen den Menschen hindurch, erntete dabei einige empörte Rufe, bis sie vor dem Händler stand. "Entschuldigung", fragte sie höflich, "bräuchten sie vielleicht eine Aushilfe?" Sie hatte sich bereits angewöhnt, dass das direkte Fragen bei vielbeschäftigten Händler zumeist mehr brachte, als lange um ihr Anliegen herumzureden. Solange man dabei nur höflich blieb natürlich. Denoch handelte das Mädchen sich eine Abfuhr ein, die sie die Zähne zusammenbeißen ließ. "Du bist doch viel zu jung, um mir helfen zu können!", fuhr er sie reichlich unfreundlich ein. Persephone zog für einen Moment den Kopf ein, dann erinnerte sie sich an die Worte ihrer Mutter, sie solle sich nicht so rasch einschüchtern lassen. "Ich bin überhaupt nicht zu klein!", fauchte sie und fuhr fort, ohne auf eine Antwort zu warten: "Wenn sie jedoch keine Hilfe wollen, so werde ich mich ihnen nicht aufdrängen." Diese Feststellung brachte sie mit einem so eisigen Ton in der Stimme hervor, dass es sie selbst überraschte. War das wirklich sie, die da sprach? Das kleine, eingeschüchterte Mädchen, dass sich über einen Plüschlöwen freute, als sei es der wertvollste Gegenstand auf der Welt? Das Mädchen, dass nur mit viel Mut hatte fortgehen können, um zu lernen? Ja, es war sie. Nur eine andere Seite von ihr. "Dann geh fort, ich habe heute noch besseres zu tun, als mich mit dir herumzuschlagen, Kleine." Persephone drückte den Plüschlöwen fester an sich, bei diesen Worten und funkelte den Händler für den Bruchteil einer Sekunde aufgebracht an. Niemand, niemand außer Cyriacus durfte es wagen, sie 'Kleine' zu nennen. Doch kein Wort verließ ihre Lippen, sie neigte nur den Kopf und schlüpfte in einen Hauseingang zur Seite. Dort konnte sie ihre Gedanken ordnen.

Nachdenklich sah sie sich um, ob irgendeiner der Passanten wirkte, als brauche er Hilfe. Bis sie einen Mann entdeckte, der sich ähnlich wie sie umsah. Persephone atmete einmal tief ein, dann stieß sie sich von der Wand ab und ging zielstrebig auf den Fremden zu. "Verzeihung, kann ich ihnen helfen?", fragte sie höflich. Unauffällig sah sie sich kurz nach Cyriacus um, bis sie ihn entdeckte, nicht, dass sie ihn am Ende wieder verlor. Der Mann sah zu ihr und schüttelte mit dem Kopf. "Sicherlich nicht, du scheinst mir noch sehr jung zu sein." Immerhin war er so freundlich, sie nicht klein zu nennen und dass sie jung war ließ sich schließlich nicht abstreiten. Er wollte sich bereits zum Gehen wenden, als die Windmagierin ihn zurückhielt. Sie strich sich die Kapuze zurück, zumeist vertraute man seinem Gegenüber mehr, wenn man ihm ins Gesicht schauen konnte. "Ich bin nicht allein. Ich bitte sie, worum geht es denn? Vielleicht kann ich ihnen ja doch helfen." Sie gab darauf Acht weiterhin höflich zu bleiben und nicht aufdringlich zu wirken. So wartete sie auch geduldig, während der Mann zu überlegen schien, ob er ihr sien Anliegen anvertrauen sollte oder ob sie dazu doch noch zu jung war, auch wenn sie behauptete nicht allein zu sein. Obwohl sie in diesem Falle natürlich eine Chance hätte. Schließlich drehte er sich doch noch zu dem Mädchen um, dass ruhig zu ihm hinaufsah. "Nun gut, hör zu. Ich war bis vor einiger Zeit verheiratet, doch meine Frau betrog mich. Ich wurde wütend und warf sie hinaus. Dies bereue ich auch keineswegs, doch als ich ihr Zeit gab zu packen stahl sie mir ein altes Kästchen, in dem sich wertvoller Schmuck befand. Er ist seit Generationen in meiner Familie und nun möchte ich zurück haben, was mir gehört", erzählte er und beobachtete die Reaktion des Mädchens. Sie nickte nur bedächtig und wartete darauf, dass er weitersprach. "Wenn du es dir zutraust möchte ich dich bitten: Brich bei ihr ein und hol mir meinen Besitz zurück. Aber nimm nicht mehr, hörst du? Und gib Acht, dass dich niemand dabei erwischt. Dann springt dabei auch eine kleine Belohnung für dich heraus." Persephone überlegte einen Moment, in der der Mann sie abwartend ansah, dann nickte sie entschlossen. "Wir werden tun was wir können. Wo finden wir die Wohnung der Diebin?", fragte sie und vermied es dabei, die Gesuchte als seine Exfrau zu bezeichnen. Der Mann wies in eine Richtung und beschrieb ihr kurz den Weg. "Sie ist bei ihrem Liebhaber untergekommen. Dort vorn in der Straße, dass dritte Haus links. Ich weiß allerdings nicht, wo sie das Kästchen aufbewahrt." Erneut nickte Persephone ruhig, dann drehte sie sich um und lief zu Cyriacus, um ihm bericht zu erstatten. Sie hoffte er würde diesen Auftrag annehmen, wenn auch nicht zwingend gutheißen, aber wie hätte sie denn ablehnen können? Nicht nur, dass sie Geld benötigten, der Mann hatte auch irgendwie verzweifelt gewirkt, obwohl er es unter Wut verbarg. In Kurzfassung berichtete sie, was ihnen aufgetragen worden war. "Nun sollen wir dort einbrechen und seinen Besitz zurückholen. Er warnte mich jedoch, keinesfalls mehr zu nehmen, als das Kästchen", schloss sie ihren kurzen Bericht ab und wartete darauf, was Cyriacus sagen würde.

[OoT: Ab ... jetzt ... gleich dann müssen wir dann 5 post á 500Wörter schreiben]
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Mo Jun 16, 2014 12:10 am

Offensichtlich blieb es nicht nur bei einer distanzierten Verbeugung. Ehrlich gesagt, hatte sich der gefallene Gott gewünscht sie würde es nicht machen, da er doch ein wenig scheu mit sowas war, doch wie sooft in der Vergangenheit machte er eine Ausnahme daraus und antwortete nur mit einem leicht verlegenen Unterton, "Da... nicht für...". Er konnte es ihr nicht verübeln, sie war nun mal eine Frohnatur und eine liebenswürdige Person, die es mochte anderen um den Hals zu fallen. So kannte er sie zumindest wenn sie unter sich waren.
Erneut richtete seine verrutschte Brille, schulterte sein Gepäck und folgte zunächst ruhig dem Mädchen weiter durch die Stadt auf Jobsuche. Auf einem Marktplatz, wo zahlreiche Händler ihre Waren preisboten, war die Chance mit am höchsten einen geldeinbringenden Auftrag zu bekommen. Jedoch war die Wahrscheinlichkeit sich aus den Augen zu verlieren ebenso hoch und nur mit Mühen gelang es dem gefallenen Gott teilweise seiner euphorischen Begleiterin zu folgen. Teilweise orientierte er sich an den empörten Rufen der Leute, an denen Persephone vorbei huschte. Ihm gegenüber wichen die meisten Leute eher aus und wagten es kaum ihn anzupöbeln. An seiner Erscheinung lag es weniger, dass man ihn mied, zumal andere Wesen viel eher dafür gemieden wurden, sondern vielmehr an seiner extrem stolzen und ernsten Ausstrahlung. Einerseits angenehm, dass Menschen ihn auswichen, doch andererseits anstrengend, da einige sich bereits durch die Art und Weise wie sich der stolze Gott gibt provoziert fühlen.

Bei einem Händler dann hatte Cyriacus Persephone wieder eingeholt, bei dem sie schließlich ihr Glück versuchte. Um sie nicht in ihrem Höhenflug zu dämpfen, überließ er ihr die Initative bei der Frage um einen Job, außerdem fiele es dem stolzen, gefallenen Gott ziemlich schwer nach einem Job zu fragen und das wusste Persephone wohl auch, dass es ihm schwer fiel, weswegen sie ja auch anfragte.
Das Cyriacus in Wirklichkeit ein Gott war, wusste sie nicht, zumindest ging er davon aus, dass sie es nicht wusste, da er es ihr nie erzählt hatte in all den Jahren in denen sich die beiden kannten. Eines Tages musste sie es jedoch erfahren, dachte sich Cyriacus nur im Stillen. Er belog das Mädchen nur ungern.
Dafür dass der Händler Persephone so schroff - so jedenfalls empfand Cyriacus es - abgewiesen hatte, wollte er ihm gehörig die Meinung geigen, doch kam die junge Magierin ihm zuvor und fuhr den Mann ebenso an, wie sie eben angefaucht wurde. Erstaunt und erschrocken zugleich sah er ihr nach, als sie weiter ging und - so konnte er es aus dem Augenwinkel beobachten - sich in einem Hauseingang erst einmal sammelte. Eine solche Seite kannte er gar nicht von ihr und ehrlich wünschte er sich niemals selbst mit dieser Bekanntschaft zu machen. Menschen waren wirklich wankelmutige Wesen, die sich mit ihren zahlreichen Facetten hin und wieder selbst überraschen konnten, zog er gedanklich als Fazit. Eher der Gott seiner Begleiterin folgte, konnte er es sich nicht nehmen lassen dem Händler eine Lektion zu erteilen. Mittels einer simplen Handbewegung und ein wenig Telekinese ließ er einen Stapel an Waren hinter dem Mann einstürzen. Während alle sich fragten, was geschehen sei und einige den Händler anpöbelten, wie gefährlich das hätte sei können, ging Cyriacus hämisch grinsend in die Richtung in die auch Persephone zuletzt gegangen war.

Nach paar Schritte später stoppte er kurz um nach Luft zu schnappen. War das wirklich alles, wozu er mit seiner Magie in Stande war? Nur ein paar Kisten umwerfen? Die kalte Luft brannte in seinen Lungen als er tief ein- und ausatmete. Er verstand es nicht, selbst kurz nach seinem Fall konnte er mehr ausrichten als das. Offensichtlich mussten in nächster Zeit wieder ein paar Trainingsstunden absolviert werden, denn so leicht wollte der Gott der Magie sich nicht geschlagen geben, nur weil ihm ein Teil seiner Kräfte fehlten.
Er lehnte sich an eine nahgelegende Hauswand und pausierte kurz, da kam auch schon Persephone wieder zu ihm und dazu mit erfreulichen Nachrichten. "Wir sollen also einen Dieb bestehlen?" Einen Dieb um sein gestohlenes Gut zu erleichtern, dürfte moralisch keine Probleme darstellen, wie Cyriacus fand, die Tatsache dafür bei jemanden einzubrechen zu müssen dagegen, störte ihn ziemlich. Dazu das ausgerechnet er für Geld sowas etwas tun musste, steigerte für ihn den Auftrag ins Unerträgliche. Aber sie brauchten das Geld. "Nun gut, ich denke, wenn uns niemand bemerkt und wir nur das Diebesgut seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben, dürfte es keine Probleme geben." Die Erschöpfung, die ihn noch wenige Augeblicke so zusetzte, war mit mal verfolgen und darauf folgte absolute Motivation. Es war ein Job, der getan werden musste, also würde er alles daran setzen ihn auch wie gewünscht auszuführen. "Lass uns erstmal den Wohnort auskundschaften, ehe wir zur Tat schreiten." Voller Tatendrang ging er die Strasse lang, stoppte dann abrupt nach ein paar Schritten und sagte nur leise, "Geh besser du vor...".
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Mo Jun 16, 2014 9:47 pm


Broken Wings
Post #5
Persephone & Cyriacus
Persephone war so in ihrer Euphorie aufgegangen, dass sie eigentlich kaum bemerkt hatte, ob Cyriacus ihr nun folge oder nicht, geschweige denn, was er in der Zeit anstellte. So hatte sie auch nur aus dem Augenwinkel wahrgenommen, wie er - nach dem Zwischenfall mit dem Händler - bereits nach wenigen Schritten stehen geblieben war, um nach Luft zu schnappen. Erst jetzt, als sie wieder vor ihm stand und über ihren derzeitigen Auftrag nachdachte, kam ihr in den Sinn, dass dieser plötzliche Halt einen Grund gehabt haben musste. Niemals wäre ihr stolzer Begleiter auf offener Straße stehen geblieben und hätte nach Luft geschnappt, gäbe es da nicht einen sehr guten Grund. Grübeld, was dieser wohl sein könnte, lies sie den Blick schweifen und verfolgte gedanklichen ihren eigenen Weg zurück - was sich als gar nicht so einfach herausstellte, da sie nicht nur abwesend gewesen war, sondern auch noch hoffnungslos in Schlangenlinien gerannt war. Schließlich fand ihr gelber Blick dennoch den Händler wieder, der sie so unhöflich abgewiesen hatte. Ein verschlagenes Grinsen huschte über ihr Gesicht, als sie daran dachte, wie sie reagiert hatte. Auch wenn es unhöflich gewesen war und sie sich dafür schämen sollte: Ein ganz klein wenig stolz war die Windmagierin schon auf ihre schlagfertige und vor allem scharfzüngige Reaktion. Während sie noch den Arbeitsplatz des Mannes musterte entdeckte sie einen nur halb aufgerichteten Stapel Kisten, der nicht so aussah, als würde er lange halten. Einige Passanten betrachteten besagten Stapel auch reichlich skeptisch und wenn sie ganz genau hinhörte, konnte sie missbilligendes Gemurmel hören. "Das hält doch nie besser als der letzte Stapel!" - "Was wenn dieses Mal jemand verletzt wird?" - "Überhaupt, was glaubt dieser Händler, wer er ist?!" Wirklich schlau wurde Persephone aus diesen Äußerungen erst, als einige Kinder um die Kistern herumliefen und diese dabei bedächtig wankten, dass es ihr kalt den Rücken hinunterlief. Wenn Cyriacus die ganze Zeit hinter ihr gewesen war und ihre Auseinandersetzung mitbekommen hatte. Die Weißhaarige schüttelte sich und begann gleichzeitig beängstigend zu kichern. Sie kannte ihren Begleiter gut genug, um aus dem gehörten und gesehenen schließen zu können: Er hatte den Sturz der Waren verschuldet. Vielleicht um dem Händler eine Lektion zu erteilen. Das würde auch seine plötzliche Erschöpfung erklären. "Danke", flüsterte sie noch immer leise kichernd und deutete in die Richtung der unordentlich aufgerichteten Kisten. Kurz darauf verstummte ihr leicht wahnsinniges Kichern, als sie sich wieder unter Kontrolle bekam. Und ihre Gedanken wanderten wieder zu Cyriacus oder besser: Zu all den ungeklärten Fragen. Obwohl sie ihn nun schon eine ganze Weile kannte, wusste sie nicht viel über ihn. Woher kam er? Was war er? Zu was war er fähig? Wie kam er nach Hiyallfyn? Besonders um die Antwort auf letztere Frage hatte sie ihren einzigen Vertrauten oft genug belagert. So unvorbereitet wie er gewirkt hatte konnte er eine Reise in den Schnee unmöglich geplant haben, außer er wäre wirklich sehr, sehr dumm, aber so schätze sie ihn nicht ein. Und auch die Frage nach dem 'Was' bereitete ihr Kopfzerbrechen. Er schien ein Magier zu sein oder ... eigentlich eher ein Hexer, soweit Persephone bekannt war waren Elementarmagier wie sie nicht zu Telekinese im Stande. Aber er wirkte auch nicht so, wie die Hexer, jedenfalls nicht so wie die, die sie von den Geschäften ihres Vaters kannte. Vielleicht würde sie ihn später noch einmal danach fragen und vielleicht würde er ihr auch endlich antworten, denn umso länger sie darüber nachdachte, desto mehr hatte sie das Gefühl er verheimlichte ihr etwas und das war beinahe so schlimm, als würde er sie belügen. Mit einem resignierten Seufzen lies sie diese Gedanken ruhen und wandte sich wichtigerem zu: ihrem geplanten Diebstahl.

Persephone überlegte, jetzt erst kamen ihr Zweifel an der Richtigkeit ihres Vorhabens. Es war doch nicht falsch zu stehlen, um es seinem rechtmäßigen Besitzer zurück zu geben? Aber konnte sie jetzt überhaupt noch einen Rückzieher machen? Sie hatte es versprochen und Cyriacus war auch einverstanden, noch dazu hatte der mann wirklich verzweifelt gewirkt. Die Verzweiflung funkelte in ihren bis eben noch von Gedanken verschleierten Augen. Es war nicht das erste Mal, dass sie jemanden um einen Teil seines Besitzes erleichterte, aber der letzte Diebstahl lag bereits einige Zeit zurück. Und noch immer lastete das schlechte Gewissen des Nachts schwer auf ihr, mehr als einmal war sie weinend aufgewacht, weil sie nicht wusste, wie sie mit den Schuldgefühlen umgehen sollte. Sie hatte mit ihrem Diebstahl niemanden ernsthaft geschädigt, redete sie sich dann ein, dennoch, sie hatte gestohlen. Es war für sie nicht mehr als ein Spiel gewesen, es war so einfach gewesen, ein Moment der Unachtsamkeit hatte bereits genügt und sie hatte sich ihre Beute geschnappt. Eine Diebin hatte man sie gerufen. Einen Langfinger. Einen Bastard. Schweigend folgte sie Cyriacus, bis er abrupt stoppte und sie einfach in ihn hineinlief. Kurz darauf fand sie sich auf dem Boden wieder. Verwirrt sah sie auf. Weshalb sollte sie vorgehen? Weil sie unauffälliger war? Weil ihr das auskundschaften leichter fiel? Es wären durchaus nachvollziehbare Gründe. Das schlechte Gewissen stand ihr ins Gesicht geschrieben und wurde durch ihre Erinnerung noch verstärkt. Sie biss sich kurz auf die Unterlippe, dann rappelte sie sich auf und ging zielstrebig auf das beschriebene Haus zu. Im Schatten eines gegenüberliegenden Hauseingangs verbarg sie sich und betrachtete das Haus. Ihre gute Beobachtungs und Auffassungsgabe erlaubten ihr, die wichtigen Daten rasch zu erfassen: Die Straße war gut belebt, so fielen sie weniger auf; das Haus hatte zwei Stockwerke; auf der Frontseite befanden sich sieben Fenster, vier davon groß genug um hindurchzugelangen, sogar fünf, wenn sie nach ihrer Größe ging. Die Augen der Weißhaarigen Magierin huschten hin und her, während sie stumm die Lippen bewegte und so in ihre Analytik versunken war, dass sich ein leichter Wind um sie herum aufbaute. Wer sie jetzt aus ihren Gedanken riss würde es bereuen. Langsam ging sie auf das Haus zu und in eine Nebenstraße um auch die rechte Seite und die hintere Seite betrachten zu können. Fenster, aber zu hoch um hindurchzuklettern; Mauer, zu glatt um zu klettern; Hintertür... Sie stockte und begann zu lächeln, vor Freude wirbelten Schneeflocken um sie herum auf, jetzt war sie in ihrem Element: Der Taktik. Schnell lief sie zu Cyriacus zurück und berichtete, was sie heraus gefunden hatte: "Die Straße ist gut belebt und deckt uns, das haus hat zwei Stockwerke, vier der sieben Fenster wären groß genug um hindurchzugelangen. Doch es ist zu gefährlich, selbst bei solch regem Treiben würden wir allzu rasch auffallen. An der rechten Seite ist die Wand zu glatt um bis zu den Fenster hinaufzugelangen." Sie unterbrach ihre Aufzählung um Luftzuholen und ihre Augen aufblitzen zu lassen. "An der Rückseite", fuhr sie fort, "gibt es eine Hintertür, sie wirkt nicht besonders gut gesichert, ist von außen dennoch vermutlich nicht unauffällig zu öffnen, dazu ist das Schloss zu gut gearbeitet. Und uns fehlt etwas, um das zu umgehen, dazu reicht meine Erfahrung nicht." Schlagartig wurde ihr klar, was sie da gesagt und verraten hatte und sie wurde rot. Eilig versuchte sie die unbedachte Bemerkung zu überspielen, sie senkte die Stimme und teilte ihren Plan mit: "Efeu Gewächs an der Rückseite sollte stabil genug sein, um mich zu tragen. Wenn ich bis an ein Fenster herankomme und es aufkriege, kann ich die Tür von innen öffnen. Es sieht nicht aus als wäre jemand im Haus. Wenn ich leise bin, fallen wir nicht auf." Blieb die Frage, wie sie dort hinaufklettern wollte, ihre Kletterkünste waren schon immer nicht die besten gewesen. Trotzdem versuchte sie jetzt nicht daran zu denken, vertraute darauf, dass sie Glück haben würde und wartete lieber auf Cyriacus antwort, unterdessen sie sich innerlich ein törichtes Kind schalt. Vielleicht hatte sie ein wenig zu offen gesprochen.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Do Jun 19, 2014 8:54 pm

Cyriacus erschreckte sich ein wenig, als Persephone in ihren Begleiter hineinlief und zu Boden fiel. Sie hatte wohl weniger damit gerechnet, dass er mit mal stehen bliebe und er weniger, dass sie ihn übersehe. Ihrem Gesichtsausdruck zufolge grübelte sie schon wieder über etwas längst vergangenes und machte sich ein schlechtes Gewissen deswegen. Ist es der bevorstehende Diebstahl der sie so in Gedanken versinken lässt? Oder etwa immer noch die Sache von vorhin beim Markt. Unsinn, es muss etwas im Zusammenhang mit diesem Auftrag sein... Ehe Cyriacus etwas sagen konnte, hatte sich das Mädchen längst wieder aufgerappelt und war in Richtung des Zielortes gelaufen. Zumindest glaubte er das, schließlich hatte er nicht mitbekommen, wo das Haus eigentlich war, deswegen sollte Persephone auch vorgehen. Diese zuweilen vorwurfsvolle Art von ihr verstand der Gott nicht. Grundsätzlich verstand er die Sterblichen nicht, weswegen sie sich wegen teils Lapillen so verrückt machten. Ihre Lebensspanne war in den Augen des Gefallenen nicht mehr als ein Blinzeln und sie verschwendeten sie für belangloses aus vergangenen Zeiten. Was vergangen ist, ist vergangen und kann nicht zurückgeholt oder zurückgesetzt werden, ganz gleich was. Deswegen sollte man nach vorn schauen, in die Zukunft oder wenigstens seinen Blick im hier und jetzt haben. Cyriacus tat es doch auch, nun auf Hiyallfyn herabgefallen. Zwar hasste die Elementgötter, doch er hasste sie jetzt, sowie damals vor seinem Fall und nicht wegem seinem Fall. Das er verbannt wurde, damit hat er sich ebenso abgefunden, auch das seine Fähigkeiten so sehr eingeschränkt sind. Doch getrauert um die vergangenen Zeiten wird nicht, kam ihm damals in Gedanken, als er vor Jahren durch den Schnee stapfte ohne Plan wohin. Vielmehr wollte er frohlockend in die Zukunft sehen, in der er all dies wiederhaben würde.
Persephone begutachtete derweilen das Haus des besagten Diebes, während der Gott seinen Gedanken nachging. Sie hatte wohl in gewisserweise missverstanden, weshalb sie vorgehen sollte. Aber verkehrt war es nicht, wenn sie statt seiner sich dort umsah. Also wartete Cyriacus bis sie wiederzurück kam.
Dem ausführlichen Bericht von seiner Begleiterin lauschend, plante Cyriacus dann die weitere Vorgehensweise als sie zurück war. Das Haus mag leer erscheinen, doch man weiß nie, ob nicht doch jemand drin war. Dies galt es als erstes festzustellen. Die Menge an Personen auf der Strasse war vorteilhaft bei der Flucht, da man leicht untertauchen konnte. Nachteil war die hohe Anzahl an potenziellen Zeugen, die Alarm schlagen könnten oder versuchen sie zu stoppen. Auf der Rückseite boten sich optimal die Hintertür und ein Efeugewächs an, um ins Haus einzudringen. "So wie es steht, bleibt nur die Rückseite für uns interessant und wenn wir es angehen wollen, dann innerhalb der nächsten Stunden. Das mit dem Efeu steht ausser Frage, dass du da nicht hochklettern wirst.", ermahnte der Gott und klang dabei strenger als gewollt, "Wir verschaffen uns über die Hintertür Zugang. Für mich dürfte es ein leichtes sein, das Schloss mit Magie zu öffnen." Das es ihr unangenehm war, dass sie bei dem Türschloss nicht weiterwusste, konnte er mehr als nur deutlich vernehmen und er schmunzelte unbewusst sogar etwas. Er täschelte ihr kurz über den Kopf. Eigentlich durfte hierbei wenig schiefgehen. Nur machte er sich Sorgen, dass wenn etwas geschehen sollte, ob er dann auch in der Lage wäre Persephone zu beschützen, nachdem er das Schloss mit Magie geöffnet hat. Erschöpft wie eben nach dem kurzen Einsatz von Telekinese nütze er ihr absolut nichts.
Da soweit eigentlich alles von Cyriacus' Seite aus geklärt war, sprach er die letzte Sache an. "Wenn wir beide je ein Geschoss uns vornehmen dürften wir das Gesuchte schnell finden. Ich bleibe unten. Suche dort und halte zugleich Wache, falls etwas passieren sollte, Persephone, dich würde ich bitten oben zu suchen." Er wollte dem kleinen Mädchen nicht unbedingt etwas aufzwingen, was sie nicht wollte, daher ließ er ihr die Entscheidung, ob sie seinen Vorschlag annimmt oder nicht.
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Di Jun 24, 2014 4:19 pm


Broken Wings
Post #6
Persephone & Cyriacus
Persephone sah ein wenig beleidigt drein, als Cyriacus über ihre Ratlosigkeit in Sachen Türschloss schmunzelte. Dennoch war sie insgeheim nur froh, dass sie nicht an dem Efeu hinaufklettern musste, am Ende hätte sie ja doch nur Höhenangst bekommen oder - schlimmer noch - wäre hinuntergefallen. Für gewöhnlich wäre das nicht weiter ärgernd gewesen, aber bei diesem Auftrag durften sie keinen Fehler machen, sonst würden sie nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen und das wäre alles andere als hilfreich. Obwohl sie ja für jemand anders und mit gutem Recht stehlen wollten, nun, es ließ sich wohl nicht verhindern dass sie Acht geben mussten. Andererseits wäre es der Windmagierin auch lieber, könnten sie das ganze schnell und unauffällig beenden, schließlich hatte sie nicht vor zum Freiwild degradiert und aus dem Viertel - oder gleich aus der Stadt - gejagt zu werden. Sie zuckte leicht mit den Schultern, es würde sich schon ergeben. Auch auf seinen Vorschlag hin, dass sie sich das obere Geschoss vornehmen sollte, zuckte sie mit den Schultern, nickte allerdings gleichzeitig. Das erschien ihr noch die leichteste Übung. Nur sollte sich jemand oben aufhalten, müsste sie sich wohl oder übel darauf verlassen, dass sie sich schnell genug in dem fremden Haus bewegen könnte. Jedenfalls schneller als potenzielle Verfolger. "Dann komm", murmelte sie, "die Seitengasse ist weniger belebt als diese Straße, wir sollten uns beeilen."

Erneut ging sie vor, diesmal aber sicher, dass Cyriacus ihr folgte, hoffentlich unauffällig. Sie wartete einen Moment ab, bis eine größere Gruppe Passanten vorbei gegangen war, dann erst wagte sie sich in die Seitengasse und gleich danach hinter das Haus. Zu ihrem Glück gab es keinen umzäunten Garten oder etwas ähnliches, was in ihren Augen aber auch der einzige Vorteil an Städten blieb. Ansonsten waren genannte doch ohnehi nur laut und gefährlich - abgesehen von den schönen Dingen, wie Plüschtieren beispielsweise. Die weißhaarige Magierin ließ ihren Plüschlöwen im Umhang verschwinden und zog sich die Kapuze vom Kopf, die sie zwischenzeitlich wieder aufgesetzt hatte. Es würde sie nur behindern, sollte ihr Blickfeld dadurch zu den Seiten eingeschränkt sein. Gedanklich wanderte sie durch das Haus und überlegte wie viele Zimmer es wohl abzusuchen halt und wo ein gutes Versteck für die Gesuchte Schatulle war. Andererseits rechnete die Diebin wohl nicht damit, dass es jemand auf ihre Beute abgesehen hatte, somit war nicht auszuschließen, dass besagtes einfach offe herumstand. Obwohl es an Dummheit grenzen würde. Doch Persephone kannte die Menschen gut genug, um genau solche Dummheit in ihre Überlegungen einzuberechnen. Leider hatte sie kein genaues Bild der gesuchten Holzschatulle, bis auf den wagen Hinweis, dass sie wohl bereits etwas älter sein müsste - da sich das Diebesgut nach Aussage ihres Auftraggebers schon seit mehreren Generationen im Besitz der Familie befand. Zudem mussten sie aufpassen, auch ja keine Spuren zu hinterlassen. Selbst wenn alles glatt lief, durfte es keine Anzeichen oder Beweise für ihre Anwesenheit geben. Größere Sorgen machte sie sich allerdings, ob es sie beim eventuellen Anblick von Büchern nicht etwa in den Fingenr jucken würde eines aufzuschlagen und darin zu lesen, in diesem Falle wäre alles vergebens, denn so bald würde sie davon nicht wieder loskommen.

[OoT: Wer von den zwein soll im Endeffekt was finden?]
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BeitragThema: Re: Straßen der Innenstadt   Fr Jun 27, 2014 5:59 pm

Nach der Besprechung folgten auch gleich Taten. Persephone hatte einen größeren Menschenstrom abgewartet, wobei sie diesen nutze um in der Seitenstrasse neben dem Haus zu verschwinden. Cyriacus hingegen wartete einen kurzen Augenblick ab, ehe er ihr folgte. Mit der nächsten Menschenwelle war auch Cyriacus in die Seitenstrasse gehuscht. Er ging hinter das Haus, wo seine Begleiterin auch schon wartete. Vorsichtshalber sah sich der Gott nochmal in der Gasse um, nicht das jemand sie beobachtete. Die Gasse war etwas eng, an beiden Seiten ragten Hauswände hoch, hier und dort eventuell mal eine weitere Hintertür, aber keine Fenster, an denen potenzielle Zeugen stehen könnten. Soweit, so gut, dachte sich Cyriacus und schritt zur Tat, um das Schloss der Hintertür zu öffnen.
Von aussen machte das Schloss nicht viel her und wirkte eher unscheinbar auf den Gefallenen. Doch der Schein konnte trügen, da man von aussen nur schwer urteilen konnte, wie fein die Mechanismen innerhalb bearbeitet sind. Das lästige Gepäck stellte er neben die Tür - es würde bei ihrem Diebeszug sowieso nur stören - und hockte sich vor die Tür, auf Höhe des Schlosses und lugte mit einem Auge durch das Schloss. Sehen konnte er schonmal nicht viel, entweder war es stockduster auf der anderen Seite oder aber - und das wäre extrem praktisch - der Schlüssel steckt noch. Er blickte kurz zu Persephone und deutete mit seinen Fingern, ruhig zu sein.
Die Brille hängte der Gott an seinen Kragen, bewegte sich in seiner aktuellen Position so hin, dass er angenehmer saß und begann sich zu konzentrieren. Für Cyriacus war es am einfachsten, wenn er wie schon anfangs geplant, mittels Magie einzubrechen. Sicherlich gab es andere Methoden mit der man das Schloss knacken konnte, doch das war für den Gott der Magie eben die schnellste und effektivste Variante. Mit seinem Geist tastete er das Innere des Schlosses ab. Fuhr durch die komplizierte Mechanik und suchte den Mechanismus, der alles in Bewegung setzen konnte. Mit jeder weiteren Millisekunde mit der er das Schloss untersuchte, musste er feststellen, dass das Schloss offensichtlich extra gegen potenzielle Einbrecher eingebaut wurde. Keine einfache Verriegelung also... Doch sein Geist ertastete noch etwas. Etwas steckte im Schloss. Ein breites Grinsen zeigte sich auf dem Gesicht des Gottes. "Glückstreffer, der Schlüssel steckt...", flüsterte er seiner Begleiterin zu, die von dem ganzen nichts mitbekommen dürfte. Cyriacus' geistige Hand verließ das Schloss und wanderte zum Griff des Schlüssels. Eine leichte Rechtsdrehung und... Ein Klacken war zu vernehmen als der Schlüssel die Tür aufschloss.
Nun konnten sie an die Arbeit gehen. "Wie besprochen, ich unten du oben." Langsam öffnete Cyriacus die Hintertür und betrat einen Raum, der aussah wie eine Art Abstellkammer. Ein ungewöhnlicher Ort für eine Hintertür wie er fand, aber was solls. Cyriacus setzte seine einfache Glasbrille wieder auf und machte sich daran zunächst das untere Stockwerk zu erkunden und anschließend erst mit der ausführlichen Suche zu beginnen. Und so weit er es beurteilen konnte, waren keine Personen im Haus, zumindest spürte er niemanden, was allerdings auch nichts heißen musste.

[Out: Also ich würde oben meine Wertsachen verstecken, demnach kannst du sie gerne finden.]
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